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Fußball: So digital lernt die neue Trainergeneration

19.02.2019

Oldenburg /Westerstede Diese Ausbildung soll Schule machen: Mit einem innovativen Ansatz wurde bei einem viertägigen Junior-Coach-Lehrgang für insgesamt 33 Schülerinnen und Schüler aus den NFV-Kreisen Jade-Weser-Hunte und Ostfriesland in Westerstede Pionierarbeit geleistet. Bei einem der ersten Lehrgänge dieser Art im Bereich des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) wurde unter Regie der Referenten Nico Heibült und Robert König in der Westersteder Hössensporthalle versucht, die 14- bis 18-jährigen Nachwuchskräfte mit einem zukunftsträchtigen Konzept zu Kindertrainern auszubilden.

Nachhaltiges Lernen

„Wir erhoffen uns damit ein variantenreicheres und letztlich nachhaltigeres Lernen“, hofft der Westersteder Robert König auf positive Auswirkungen auf den Einsatz der neuen Junior-Coaches als (Co-)Kindertrainer in den jüngeren Jahrgängen ihrer Vereine (Bambinis bis E-Jugend) sowie in Grundschul-AGs oder neuerdings auch in Bewegungsangeboten von Kindertagesstätten. „Schließlich gilt es, wieder mehr Kinder für den Fußball in ihren Heimatvereinen zu begeistern – gegenwärtig sind die Zahlen rückläufig“, ergänzt der Oldenburger Nico Heibült.

Das Ziel des neuen Lehrgangskonzeptes sollte es sein, die Jugendlichen etwas weniger zu instruieren und sie stattdessen die für das Kindertraining wichtigen Module aufeinander aufbauend, selbst aktiv entwickeln zu lassen. Auch digitale Medien kommen zum Einsatz. So gab es unter anderem mit dem eigenen Smartphone durchgeführte und in Echtzeit übertragene Umfragen, selbst entwickelte Rollenspiele zum Thema Recht und kreativ inszenierte „Nachrichtensendungen“ zur Wiederholung wesentlicher Themeninhalte.

„Wir wollen viele Dinge digitaler angehen, weil es die Jugendlichen aus ihrer Freizeit so kennen“, beschreibt König den Weg des „Junior-Coach, the next generation“. Heibült kennt selbst noch die älteren Grundlagen. Er schloss vor fünf Jahren den Lehrgang unter Königs Leitung ab. Nicht nur deshalb funktioniert die Zusammenarbeit des Duos so gut.

„Es ist aber wichtig, immer wieder neue Aspekte in die Arbeit einzubringen“, sagt Heibült. So wurde auf der Tribüne der Hössensporthalle kurzerhand ein digitaler Klassenraum aufgebaut, die Schüler erhielten Notebooks und Tablets. „Über die Angebote des DFB sollten sich die Schüler online verschiedene Übungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten anschauen und aufarbeiten“, erklärt der Oldenburger.

Drei Demo-Mannschaften

„Die praktischen und theoretischen Einheiten haben uns sehr viel Spaß gemacht“, sagt die 16-jährige Greta Rehfeldt, eine von zwei Lehrgangs-Teilnehmerinnen aus Friesland. „Vor allem das Lernen mit den verschiedenen Medien war für uns sehr effektiv“, ergänzte Femke Janßen, die wie Rehfeldt zum Jade-Gymnasium geht und beim TuS Büppel Fußball spielt.

Auch die „Trainer-App“ des NFV kam bei der Vorbereitung von Trainingseinheiten exemplarisch zum Einsatz. Das Herzstück der Lehrgangstage bildete aber einmal mehr der Besuch von drei Demo-Mannschaften. Die erarbeitete Theorie wurde mit Kindern der „KiTa Jahnallee“ sowie einer F-Jugend- und einer E-Jugendmannschaft vom FSV Westerstede in die Praxis umgesetzt.

„Wir haben die Besonderheiten der verschiedenen Altersstufen kennengelernt“, erklärte Hauke Renken, der wie Oke Gembler ans Westersteder Gymnasium geht und beim TuS Westerloy spielt. „Und wir wissen auch, was man beachten muss, um ein Training wirkungsvoll zu gestalten“, ergänzte Gembler. Die beiden Ammerländer fühlen sich gerüstet für die Aufgaben im Verein und streben wie die meisten der 33 neuen Junior-Coaches die Teilnahme am zweiten Teil der Ausbildung (Teamleiter Kinder) in 2020 an.

Immer noch Fußball

Dieter Ohls, der als Vorsitzender des NFV-Bezirks Weser-Ems um die Bedeutung der Talentförderung für die Zukunft des Fußballs weiß, händigte den neuen Nachwuchstrainern nach dem innovativen Lehrgang die Junior-Coach-Zertifikate aus.

König und Heibült betonten aber auch, dass die digitalen Hilfsmittel das Analoge nicht ersetzen können: „Der Fokus liegt weiterhin darauf, klar mit der Mannschaft zu kommunizieren und mögliche Probleme zu lösen.“ Die digitale Aufarbeitung helfe lediglich dabei, weitere Feinheiten in der Trainingsarbeit zu verbessern. Es gehe schließlich, sagt König, immer noch um Fußball.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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