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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Oldenburger wagen sich auf neues Terrain

18.02.2017

Oldenburg Wer immer nur das Gleiche macht, stagniert irgendwann. Gute Sportler setzen immer neue Reize. Völlig neues Terrain betreten haben 2016 drei Nominierte für die Oldenburger Sportlerwahl: Triathlet Christian Hörper nahm seinen ersten Ironman in Angriff, Lauf-Experte Georg Diettrich richtete den Fokus von „seiner“ 10-Kilometer-Strecke auf die 42,195 Kilometer, und Tennis-Ass Michel Dornbusch wagte sich nach England.

WM-Start in Australien

Als Christian Hörper vor ein paar Jahren vom Kraftsport zum Triathlon kam, wusste er bereits, dass er recht talentiert für den Dreiklang aus Schwimmen, Radfahren und Laufen war – und so reifte in ihm bald ein ehrgeiziges Ziel: Der Start bei der Profi-Weltmeisterschaft. Hörper investierte Zeit, Geld, Kraft und viel Schweiß – und im Jahr 2016 erreichte der Triathlet des 1. TCO „Die Bären“ in seinem zweiten Jahr als Profi sein großes Ziel.

Das vergangene Jahr lief durchgehend rund für Oldenburgs amtierenden Sportler des Jahres: Zum Jahreseinstieg Bestzeit über 10 Kilometer Laufen (32:43 Minuten), kurz darauf ein sensationeller vierter Platz bei der offenen Südamerika-Meisterschaft über die 70.3-Distanz in Palmas (Brasilien). Für 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen brauchte Hörper hier 4:02:21 Stunden. Zurück in Deutschland gewann der 29-Jährige in Weyhe die Landesmeisterschaft auf der Kurzdistanz und bereitete sich auf die nächsten 70.3-Rennen in Haugesund (Norwegen/12. Platz), im Kraichgau (11.) und in St. Pölten (Österreich/7.) vor, bei denen er dann genügend Ranglistenpunkte sammelte und sich damit die Einladung zur Profi-WM über seine Lieblingsdistanz im australischen Mooloolaba sicherte.

Dort erwischte er laut eigener Aussage leider einen „ziemlich schlechten Tag“ und belegte den 35. Platz. Die Saison aber beendete er damit noch nicht: Wenige Wochen später absolvierte er sein Debüt über die volle Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,2 km Laufen) in Barcelona. In starken 8:29:13 Stunden belegte er dort den 13. Platz.

Triumphe im Eiltempo

Auch Georg Diettrich, der seit vielen Jahren bei Lauf-Events in Oldenburg und der Umgebung vor allem über die 10 Kilometer Sieg um Sieg sammelt, wagte sich im Oktober 2016 auf die für ihn eher unbekannte Marathon-Distanz. Und das sogar gleich zweimal – auch wenn das nicht so ganz geplant war.

In Bremen wurde der 46-Jährige über die 42,195 Kilometer Dritter in der Zeit von 2:37:08 Stunden. Ganz zufrieden war der Läufer vom LC Wechloy damit nicht: „Marathon muss ich noch üben“, meinte der 46-Jährige danach. Und das tat er nur drei Wochen später in Oldenburg. Der Lokalmatador setzte sich gegen sämtliche Konkurrenten in 2:36:07 Stunden durch.

Freilich war das nicht der erste Erfolg des Lehrers im vergangenen Jahr: Im Mai gewann der Oldenburger den Ossiloop, einen Sechs-Etappen-Lauf in Ostfriesland. Im Juni feierte er bereits seinen elften Triumph beim Everstener Brunnenlauf – und stellte in 31:55 Minuten sogar einen Streckenrekord auf.

Nach ausgiebigen „Sommerferien“ steigerte sich der Familienvater im September sogar noch einmal über die 10-Kilometer-Strecke und wurde Deutscher Meister seiner Altersklasse – obwohl er sich bereits im Marathon-Training befand. „Das zeigt, dass ich nach wie vor eher 10 000-Meter- als Marathonläufer bin“, sagte Diettrich.

2017 wolle er sich dennoch weiter auf der Marathonstrecke probieren und die Zeiten, die er auf den kürzeren Distanzen gelaufen ist, auf die längere umsetzen.

Die Konstante beim OTeV

Auch Michel Dornbusch ging 2016 neue Wege, sportlich wie örtlich. Im Spätsommer wechselte der gebürtige Wilhelmshavener, der seit mehr als zehn Jahren in Oldenburg aufschlägt und neben Mattis Wetzel die Kon­stante beim OTeV ist, nach einer langen Zweitligasaison den Schläger. An der Kölner Uni probierte er sich im Padel, einer Mischung aus Tennis und Squash. Die Überkopfbälle beförderte der 26-jährige Tennisspieler routiniert aus dem Käfig.

Es waren die letzten Wochen, ehe es aus Köln zum Masterstudium nach England ging. Es ist „auf jeden Fall ein recht interessantes Jahr“, sagt Dornbusch, der wieder auf Rang 61 der deutschen Rangliste steht. Nachdem er Ende 2011 bereits Position 586 der Welt erklommen hatte, warfen ihn immer wieder Verletzungen zurück. „Ich spiele momentan fast so gut wie nie zuvor“, sagt Dornbusch.

Mit dem OTeV wurde er 2016 zum dritten Mal in Serie Nordostdeutscher Meister, im Mai allein Niedersachsen-Meister. In der 2. Bundesliga Nord gehörte er mit 9:7 Siegen zu den stärksten Deutschen und führte den OTeV zum starken dritten Platz. In England gewann der 26-Jährige für die Durham University in der Uni-Liga alle Matches.

Im Jahresverlauf stand er bei vier von sechs Turnieren ganz oben auf dem Podest. „Bei den anderen beiden habe ich mich verletzt und musste aufgeben“, zählt Dornbusch auf. „Ich habe das ganze Jahr also quasi kein Match auf Turnierebene richtig verloren.“

Die Zweitliga-Spielzeit im Sommer sei immer das Highlight. „Darauf freuen sich alle. Solange wir das Team zusammenhalten beim OTeV, kann ich mir nicht vorstellen, woanders hinzugehen.“ In dieser Hinsicht bleibt Dornbusch seinem Terrain absolut treu.

Infos zu Modus und Geschichte der Wahl

Das müssen Sie bei den drei unterschiedlichen Möglichkeiten zur Stimmabgabe beachten Auch bei der 26. Auflage der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres werden nur komplett ausgefüllte Coupons bzw. Stimmkarten berücksichtigt, die bis zum Einsendeschluss (Montag, 20. März) eingehen. Zum zwölften Mal kann auch bequem im Internet abgestimmt werden.

Der Wahlcoupon wird im Rahmen der Vorstellung aller Nominierten noch mehrmals auf Sportlerwahl-Sonderseiten im Lokalsport abgedruckt. Stimmkarten liegen in der NWZ-Geschäftsstelle (Peterstraße 28-34) aus und können zum Beispiel in den Vereinen verteilt werden.

Jeder darf nur einmal – ob nun online oder auf einem anderen Wege – seine jeweiligen Favoritinnen und Favoriten küren. Alle Teilnehmer haben die Chance auf ein iPad. Den Preis stellt die Oldenburgische Landesbank (OLB) zur Verfügung, die die NWZ und den Stadtsportbund Oldenburg auch bei der 26. Auflage der Sportlerwahl unterstützt.

Coupons und Stimmzettel können wie gewohnt per Post unter dem Stichwort „Sportler des Jahres 2016“ an die Nordwest-Zeitung, Peterstraße 28-34, 26121 Oldenburg, sowie auch per Fax (0441/9988-2121) gesendet oder direkt in der Geschäftsstelle des NWZ-Medienhauses abgegeben werden.

Mehr zur Wahl und die Möglichkeit zur Online-Wahl unter

Alle Sieger der Sportlerwahl-Geschichte in der Kategorie Sportler 1991 Frank Thiele, Oldenburger Tennisverein, Tennis 1992 Uwe Steenblock, Oldenburger Ruderverein, Rudern 1993 Florian Wendt, Oldenburger Ruderverein, Rudern 1994 Mark Smed, Oldenburger TB, Basketball 1995 Uwe Steenblock, Oldenburger Ruderverein, Rudern 1996 Falk Ohlenbusch, 1. TCO „Die Bären“, Triathlon 1997 Mario Koch, 1. TCO „Die Bären“, Triathlon 1998 Lars Drantmann, Oldenburger TB, Volleyball 1999 Jasper Vennemann, Oldenburger TB, Turnen 2000 Jens Schreiber, Polizei SV, Schwimmen 2001 Alexander Siems, Polizei SV, Ju-Jutsu 2002 Helmuth Block, SV Etzhorn, Sportschießen 2003 Jens Schreiber, Polizei SV, Schwimmen 2004 Jens Schreiber, Polizei SV, Schwimmen 2005 Jan Bayer, Reit- und Fahrschule Oldenburg, Voltigieren 2006 Mark Phillip Götting, Reit- und Fahrschule Oldenburg, Voltigieren 2007 Klaus Denks, SV Etzhorn, Sportschießen 2008 Rickey Paulding, EWE Baskets, Basketball 2009 Jason Gardner, EWE Baskets, Basketball 2010 Tammo König, 1. TCO „Die Bären“, Triathlon 2011 Rickey Paulding, EWE Baskets, Basketball 2012 Kevin Smit, EWE Baskets, Basketball 2013 Mansur Faqiryar, VfB Oldenburg, Fußball 2014 Lauris Gruskevics, BTB Royals, Basketball 2015 Christian Hörper, 1. TCO „Die Bären“, Triathlon

Mehr zur Wahl und die Möglichkeit zur Online-Wahl unterwww.nwzonline.de/sportlerwahl-oldenburg

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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