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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Pröger spielt sich in Notizblöcke

22.11.2013

Oldenburg Nachdem Kai Pröger am Montag beim 2:2 im TV-Spiel beim SV Meppen die Regionalliga-Fußballer des VfB erstmals in Front gebracht hatte, dürfte so manch professioneller Beobachter im Stadion oder vor dem Fernsehbildschirm umgehend seinen Kugelschreiber zur Hand genommen und sich den Namen des 21-Jährigen fett im Notizblock notiert haben. Das tolle Solo von Pröger in der 14. Minute, als er sich fast von der Mittellinie aus in Richtung gegnerischer Strafraum aufgemacht, die Gegenspieler wie Slalomstangen in Messi-Manier ausgetanzt und abgeklärt das 1:0 markiert hatte, war einer der Höhepunkte des heißen Derbys.

„Pröger hat uns insbesondere in Halbzeit eins auf der rechten Seite viel Kopfschmerzen bereitet“, sagte SVM-Coach Christian Neidhart nach dem intensiven Spiel über die Vorstellung des Mittelfeldspielers, der inzwischen fünf Saisontore auf dem Konto und annähernd doppelt so viele vorbereitet hat.

„Meine Entwicklung überrascht mich selbst ein bisschen“, meint Pröger. „Er kommt vom FC Heidmühle. Entdeckt hat ihn Andreas Boll in der Bezirksliga“, stellte VfB-Teammanager Jörg Rosenbohm den Tempo-Dribbler, der 2012 zum VfB kam und im Winter den Sprung aus dem Landesliga- in den Regionalliga-Kader schaffte, am Montag vor laufender TV-Kamera vor. „Vor etwas mehr als einem Jahr noch 7. Liga – jetzt Stammspieler beim VfB“, schwärmt Pröger, der vor dem Duell im Emsland äußerst nervös war, dann aber intuitiv seine Stärken ausspielte.

„Als wir mit dem Bus nach Meppen gefahren sind, stieg die Spannung immer mehr. Ich habe immer mehr Lust auf das Derby bekommen – ich wusste, dass das genau das Richtige für mich ist“, erinnert er sich an die Stunden vor dem Auftritt vor gut 5000 Fans im Stadion und mehr als 300 000 TV-Zuschauern bei der Live-Übertragung von Sport 1.

Zusammen mit Außenverteidiger Thorsten Tönnies bildet Pröger, der Fan von Bayern-Superstar Franck Ribéry ist, ein ultraschnelles Duo auf der rechten Seite. Als im Frühjahr alle konkreten Verhandlungen mit Spielern offiziell auf Eis gelegt waren, verlängerte der VfB still und heimlich mit dem Nachwuchstalent um ein Jahr. Allen war klar, welch ein Juwel sie da in ihren Reihen hatten.

„Mein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison. Der Verein würde gerne verlängern, aber ich warte jetzt erst einmal die weitere Entwicklung ab“, erklärt der Youngster nun, ist sich aber bewusst, was er hier hat. „Ich fühle mich super-wohl. Oldenburg ist eine Super-Adresse und eine Super-Stadt“, meint der 21-Jährige, der im Januar seine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker (die Zwischenprüfung absolvierte er mit einer Zwei) abschließen will und aktuell noch bei seinen Eltern in Schortens wohnt. Zur neuen Saison soll es in eine eigene Wohnung gehen: „Im Juni ziehe ich mindestens bis nach Oldenburg.“ An diesem Sonntag (Anstoß um 14 Uhr) geht es mit seinen VfB-Kollegen erst einmal zum Ligaspiel beim SV Eichede.

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