• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Deutscher U-23-Achter bei WM hinten dran

03.08.2019

Sarasota /Oldenburg Acht starke Frauen in einem Boot, achtmalige internationale Erfahrung, achtmal der unbedingte Wille sich international zu beweisen – doch am Ende steht ein ernüchternder fünfter Platz für die deutschen U-23-Frauen bei der Ruder-WM im amerikanischen Sarasota zu Buche. International haben es die deutschen Frauen bereits seit Jahren schwer. Mit dem letzten Platz von fünf Booten im Achter, dem letzten Platz von elf Booten im Vierer ohne Steuerfrau und als drittletztes Boot im Zweier ohne Steuerfrau sind es andere Nationen, die im Rudersport inzwischen bei den Frauen dominieren.

International chancenlos

Leidtragende sind die starken Athletinnen, welche sich Jahr für Jahr auf nationalem Niveau durchsetzen und dann international keine Chance haben, auf die vorderen Plätze zu fahren. Mit Patricia Schwarzhuber (Oldenburg) und Leonie Heuer (Leer) traf es in diesem Jahr auch zwei Athletinnen aus dem Regattaverband Ems-Jade-Weser.

Schwarzhuber zeigte während der nationalen Saison, dass sie eine der besten Ruderinnen aus Deutschland ist. Als physisch stärkste Athletin auf dem Ruderergometer kam sie aus dem Frühjahrestraining und platzierte sich unter den besten zehn deutschen Skullerinnen. Im Laufe der Saison wechselte sie dann in den Riemenbereich, um diesen zu verstärken. Auch hier gelangen ihr gute Ergebnisse, welche am Ende zu zweimal Gold bei den deutschen Meisterschaften reichten.

Heuer studiert das gesamte Jahr über in Ohio und zählt in Amerika zu den besten jungen Athletinnen im Rudern. In diesem Jahr durfte sie den ersten Ohio-Achter auf dem Schlagplatz anführen und somit der Mannschaft ihren Rhythmus vorgeben. Heuer ist physisch noch ein wenig besser als Schwarzhuber, sodass die beiden leistungsmäßig in Deutschland unangefochten zur Spitze gehören.

Mit dieser Leistungsfähigkeit wollte der Deutsche Ruderverband in diesem Jahr den Frauenachter so stark machen, dass er in die Medaillenränge fahren kann. Sämtliche anderen Optionen, welche von Trainern vorgeschlagen wurden, seien vom DRV verworfen worden.

Starken Vierer aufstellen

Der sportliche Leiter des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser Matthias Helmkamp spricht hier von einer herben Enttäuschung: „Es wäre über die physische Leistungsfähigkeit von Schwarzhuber und Heuer möglich gewesen, einen international starken Vierer mit zwei weiteren Ruderinnen aus Deutschland zu probieren. Selbst diese Idee wurde vom Deutschen Ruderverband abgeblockt.“

Schwarzhuber und Heuer, welche 2017 gemeinsam Vizeweltmeisterinnen im U-19-Achter geworden waren, wären sehr gerne gemeinsam in einem Vierer gefahren, erklären die beiden Frauen.

Es werde in Deutschland zu wenig Mannschaftsboot gefahren, meint Helmkamp. Die anderen Nationen machten hier deutlich bessere Arbeit. Dort stelle man fest, dass sich die Großboote wie der Achter schon recht früh in der Saison formieren. In einer Mannschaftssportart wie Rudern brauche man dieses Einfahren und die gemeinsame Erfahrung. Der deutsche U-23-Frauenachter konnte in dieser WM-Besetzung nur vier Wochen in Ratzeburg gemeinsam trainieren.

Mit Schwarzhuber und Heuer stünden dem Regattaverband Ems-Jade-Weser die beiden stärksten U-23-Frauen im Riemenbereich zur Verfügung. Heuer wird weiterhin in Ohio ihr Studium vorantreiben, während Schwarzhuber dieses Jahr zum ersten Semester anfangen wird in Washington zu studieren.

Trotz des sicherlich nicht zufriedenstellenden Abschneidens bei der WM ist Ulrich Pohland, Vorsitzender des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser, stolz auf die beiden Sportlerinnen. „Leonie Heuer und Patricia Schwarzhuber sind seit vielen Jahren für uns aktiv. Die beiden sind gerade für die heranwachsende Generation junger Ruderer wahre Vorbilder. Bei dem Talent der beiden wird sich auch der internationale Erfolg einstellen“, meint Pohland.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.