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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Schützen visieren stets Neues an

27.05.2016

Bürgerfelde Wenn es offiziell wird, dann zieht man sich schick an. Uniformen, so wie sie sonst im deutschen Schützenwesen obligatorisch sind, kennt man bei den Oldenburger Schützen von 1816 nicht (mehr). Diese und andere „äußere Relikte der früheren Bürgerschützen-Mentalität“ wurden in den 1970er Jahren abgeschafft. So ist es nachzulesen in der Chronik des ältesten Sportvereins der Stadt.

Sport und Geselligkeit

200 Jahre alt wird er nun also. Zu diesem Jubiläum gab es schon eine Schießsportsportwoche mit einem Preisschießen für Schützen, an diesem Sonnabend wird auf der Vereinsanlage am Johann–Justus-Weg 117 die Bezirksmeisterschaft im Bogenschießen ausgetragen. Und da man nicht unter sich bleiben möchte, weil neben der Förderung des Sports auch die Geselligkeitspflege erklärter Vereinszweck ist, laden die Schützen für Sonntag zum Tag der offenen Tür mit großem Familienfest ein (siehe Infokasten).

Er sei sich bei offiziellen Zusammenkünften mit anderen Schützenvereinen auch schon mal „komisch“ vorgekommen – so ohne Uniform, gibt Sportleiter Heiko Jabusch zu. Nein, der gute Zwirn reiche. Dann noch die Vereinsnadel ans Revers. So hält es auch der 1. Vorsitzende Sven Guderjan. Der Verzicht auf die Uniformierung setze die Eintrittsschwelle herab, meint Heiko Jabusch. Allein damit ziehe man aber keine neuen Mitglieder an.

Vor etwa acht Jahren, so erinnert sich der 44-Jährige, lief es auch mal nicht so gut. Die Zahl der Mitglieder ging zurück bis auf ungefähr 400. Heute habe man an die 500 Mitglieder.

„Weil wir angefangen haben, alte Dinge zu hinterfragen. Und weil wir vieles modernisiert haben“, sagt Jabusch und zählt auf: „Wir haben zum Beispiel auf den Luftdruck- und 50-Meter-Gewehrständen moderne Elektronikanlagen installiert. Der Parkplatz wurde saniert. Und wir arbeiten am Schallschutz. Wir wollen doch eine gute Nachbarschaft. Die Pistolenstände werden gedämmt.“

Drinnen und draußen kann auf der Vereinsanlage – je nach Disziplin – geschossen werden. Von der Sportpistole, übers Kleinkaliber-Gewehr zum Vorderlader oder mit dem Bogen. Die Pistolen- und die Bogenmannschaft tritt in der 4. Liga an.

Internationale Talente

In der Saison 2012/13 kam der Sommerbiathlon hinzu. Wie berichtet, verteidigten Sylvia Hoppe im Wettbewerb über drei Kilometer ebenso wie Heiko Jabusch über vier Kilometer gerade erst im April bei den Landesmeisterschaften auf der Anlage am Johann-Justus-Weg ihre Titel.

Anfang Mai war die Schießanlage Austragungsort des „25. Internationalen Jugendwettkampfs“ im Sportschießen. 45 Jugendliche aus fünf Nationen (Großbritannien, Südafrika, Schweden, Nordirland, Deutschland) traten an (NWZ  berichtete). „Wir sind der einzige Verein in Deutschland, der die Genehmigung für diesen internationalen Wettbewerb bekommt. Ausrichten darf sonst so etwas nur der Bundesverband“, erklärt Heiko Jabusch, dessen Sohn Söhnke übrigens ein besonderes Talent ist. Der 15-Jährige wurde gerade in die Jugendnationalmannschaft berufen.

Soziale Verantwortung

Großen Wert, das betont der Sportleiter, lege man auf die soziale Verantwortung. „Wir gucken die Leute genau an, die bei uns schießen wollen.“ Erst nach einem Jahr regelmäßigen Trainings dürfe eine scharfe Waffe beantragt werden. Volljährig müsse man dafür sowieso sein.

„Nicht, was der Zeit widersteht ist dauerhaft, sondern was sich mit ihr ändert“: So lautet das Motto, unter das der Schützenverein sein Jubiläum stellt. Neues wird immer wieder anvisiert: „Eventuell der Moderne Fünfkampf“, sagt Heiko Jabusch. Als Mitglied des Leichtathletikverbandes sei man mit dem Fechtclub im Gespräch.

„Es kommen oft Gruppen zu einer Führung und um mal ein paar Schuss zu versuchen“, erzählt der 44-Jährige. Das sei beim Familienfest nicht möglich. Da würden Vereinsmitglieder die verschiedenen Disziplinen vorführen. „Es gibt aber Gutscheine für ein Gratistraining zu gewinnen.“ Da kann man dann ganz sportlich antreten.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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