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Aktualisiert vor 9 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Seit 100 Jahren Dach für Sportler

02.10.2014

Ehnernviertel Ein schweißtreibendes Jahrhundert liegt hinter der Jahnhalle: Im Mai 1914 wurde der Grundstein für das Gebäude gelegt, dessen Räumlichkeiten mittlerweile vom VfL genutzt werden. Dass vor 100 Jahren mit dem Rohbau begonnen wurde, bietet eine gute Gelegenheit, die Anfänge und Umstände der Errichtung genauer zu beleuchten.

Wie VfL-Ehrenpräsident Geert Claussen 1994 in der Festschrift anlässlich des 100-jährigen Bestehens des VfL Oldenburg, schreibt, wurde mit dem Bau der Jahnhalle am Lindenhofsgarten während des Ersten Weltkriegs begonnen.

Um das Jahr 1910 stellte sich heraus, dass aufgrund des großen Andrangs beim Turnbetrieb des TV Jahn und fehlender sanitärer Räume die städtische Schulturnhalle an der unteren Ehnernstraße nicht mehr ausreichte. Da beschloss der Vorstand 1910 den Bau einer vereinseigenen Turnhalle am Lindenhofsgarten. Dazu schreibt Geert Claussen unter anderem: „1913 beginnen die Bauarbeiten. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Mai 1914.“

Zu diesem Zeitpunkt, erklärt Claussen, war der eigentliche Hallenbau schon sehr weit vorangetrieben worden; „zwei Monate später wird bereits Richtfest gefeiert“. In die südwestliche Ecke der neuen Halle wurde eine Zinkhülse eingemauert, die die Namen des Vorstandes, eine Nummer der Oldenburger Tageszeitung und alle geltenden Münzen des Reiches enthielt. Dem TV Jahn stehen bei Baubeginn an Barmitteln rund 10 000 Reichsmark zur Verfügung. „Der Rest muss als Kredit aufgenommen und durch die Ausgabe unverzinslicher Anteilscheine an Vereinsmitglieder abgesichert werden“, berichtete Geert Claussen.

Eröffnet wurde die neue Halle anlässlich des Stiftungsfests im Herbst 1915.

Der VfL-Ehrenpräsident berichtet: „Als die Halle fast eingedeckt, aber noch ohne Fenster ist, bricht der Erste Weltkrieg aus. Auf der Baustelle werden alle Arbeiten eingestellt: Es gibt kein Geld mehr für zivile Baumaßnahmen und keine Arbeiter, diese müssen Soldat werden“.

Um den Rohbau vor Witterungseinflüssen im bevorstehenden Winter zu schützen, überlegte der Vorstand, den Rohbau dem Militärfiskus des Freistaates als Lazarett zur Verfügung zu stellen. So ließ der Staat die Halle auf seine Kosten fertigstellen und für den neuen Verwendungszweck einrichten, informiert Geert Claussen: „Damit ist das Problem des Bestandsschutzes für den TV Jahn gelöst“. Wie dringend sie als Lazarett gebraucht wird, zeigt sich schon nach wenigen Kriegsmonaten, resümiert Claussen.

Heute veranstaltet der VfL in der Jahnhalle verschiedene Sportangebote. Dieser Verein entstand aus dem Turnverein Jahn und dem Oldenburger Sportclub.

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