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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Sieben Marathons auf sieben Kontinenten

31.01.2015

Oldenburg Knapp 18 Jahre ist es her, dass Dr. Jürgen Kuhlmey als zweiter Läufer überhaupt innerhalb eines Jahres sieben Marathons auf sieben Kontinenten gelaufen ist. Dies zu wiederholen, hat sich der Oldenburger für 2015 zum Ziel gesetzt. Damit wäre er der älteste Läufer der Welt, der diesen Kraftakt gemeistert hat. Der Platz im „Guinness-Buch der Rekorde“ wäre ihm sicher. Ein ganzes Jahr will er sich für die Realisierung allerdings nicht Zeit lassen – er ist ja nicht mehr der Jüngste. Los geht es am 8. Februar in Melbourne. Nur elf Wochen später, am 26. April, will der dann 77-Jährige mit überschreiten der Ziellinie beim 30. Hamburg-Marathon sein großes Ziel erreicht haben.

Schlafen nur im Flugzeug

Dabei werden die ersten fünf Wettbewerbe über die 42,195-Kilometer-Distanz die größte Herausforderung für den Oldenburger sein. Zwar hat er im Herbst beim X-Country-Marathon in Tampa Bay (USA) bereits zum 500. Mal erfolgreich einen Marathon bewältigt, aber fünf Wettkämpfe in sieben Tagen – das ist auch für Kuhlmey eine ganz neue Erfahrung.

Mit 34 Gleichgesinnten aus aller Welt geht er Anfang Februar auf eine Marathon-Reise der ganz besonderen Art. Geplant sind sieben Marathons auf sieben Kontinenten in sieben Tagen. Kuhlmey begnügt sich mit einer etwas bescheideneren Zielsetzung: „Ich werde wahrscheinlich an fünf Läufen teilnehmen. Alle sieben zu laufen, wäre mir zu anstrengend. Und dann macht es keinen Spaß mehr – das ist aber das Wichtigste bei der Reise für mich.“

Die Zeit am jeweiligen Wettkampfort ist so knapp bemessen, dass sich die Ex­tremsportler bereits während des Fluges ihre Laufklamotten überziehen. Nach den Strapazen reicht die Zeit gerade noch für eine gemeinsame Mahlzeit, bevor es schon wieder zum Flughafen geht. Geschlafen wird im Flugzeug.

„Das ist ein First-of-its-kind-Abenteuer“, sagt Kuhlmey. Er liebt solche bislang nie dagewesenen Herausforderungen. „Ich hoffe, dass alle es gesund überstehen werden. Nur laufen und fliegen beziehungsweise schlafen im Sitzen mit Klimazonen und Jetlag ist eine besondere Herausforderung. Das ist etwas ganz anderes als die Trans-Europaläufe, bei denen man jede Nacht horizontal schlafen kann“, erklärt der 76-Jährige.

Zwei Ruhetage

Der erste Lauf, der „Carlton Classic Marathon“ im australischen Melbourne, dürfte bei bis zu 35 Grad Celsius auch der wärmste der Reise werden. Rund 14 Stunden dauert der Flug zur zweiten Etappe in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (Asien). Beim „Abu Dhabi Striders Marathon“ dürften die Läufer etwas angenehmere Temperaturen erwarten. Der Februar gilt als beste Zeit des Jahres, um im Mittleren Osten Ausdauersport zu betreiben.

Nach siebenstündigem Flug landen die Teilnehmer im winterlichen Paris. Die Zeit während des „Torcy International Marathon“ wird Kuhlmey dazu nutzen, sich ein wenig zu regenerieren. Den Lauf in Europa holt er Ende April in Hamburg nach.

Weiter geht es in einem kurzen Flug nach Tunesien auf den afrikanischen Kontinent. Nach dem „Carthage Race“ in Tunis wartet auf die Läufer erneut ein Langstreckenflug.

Über den großen Teich geht es in die US-Metropole New York. „Lincoln’s Birthday International Marathon“ ist der wohlklingende Name der fünften Etappe der ganz besonderen Weltreise. Für Kuhlmey ist es ein weiterer Ruhetag. Stattdessen wird er Mitte April beim „Boston Marathon“ an der Startlinie stehen.

Der „Southern Cross Marathon“ in Punta Arenas im südamerikanischen Chile ist ein ganz besonderer für Kuhlmey. An diesem Tag feiert er seinen 77. Geburtstag. Gerade einmal knappe zwölf Stunden verbleiben den Läufern nach dem Zieleinlauf in Chile bis zum Startschuss des „Penguin Marathon“ in der Antarktis.

„Das ist schon recht anstrengend“, gibt der (Un-)Ruheständler zu. Auf King-George-Island, der größten Insel im Archipel der Südlichen Shetlandinseln, erwarten die Läufer Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius. „Trotzdem ist das der Marathon, auf den ich mich besonders freue“, ist Kuhlmey voller Vorfreude auf das Abenteuer.

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