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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Das sind Oldenburgs Sportler des Jahres

04.04.2017

Oldenburg Spannender hätte die Endphase der NWZ-Gala zu Oldenburgs Sportlern des Jahres 2016 am Montagabend nicht sein können. Wie es sich für einen furiosen Wettkampf gehört, hielten die letzten Minuten den dramaturgischen Höhepunkt bereit. „Es wird ein Novum in der Gala-Geschichte geben. Einen echten Knaller“, kündigte NWZ-Sportchef Otto-Ulrich Bals an – und löste aufgeregtes Gemurmel im voll besetzten Theater Laboratorium aus.

Im Mittelpunkt: Die stärksten Frauen der Oldenburger Sportszene des vergangenen Jahres. „Wir haben nicht nur eine Siegerin“, sagte Ehrungspate Lars Drantmann, ehemaliger Zweitliga-Volleyballer des Oldenburger TB und Sportler des Jahres 1998.

Als die Plätze fünf (Maureen Li, Floorball), vier (Elke Seeliger, Sportschießen) und dann auch drei (Verena Rücker, Ju-Jutsu) vergeben waren, stand somit fest: Rekordsiegerin Ruth Spelmeyer (insgesamt siebter Einzeltitel bei der Wahl) und Handball-Torhüterin Madita Kohorst (beide vom VfL Oldenburg) teilen sich die Auszeichnung Sportlerin des Jahres 2016!

„Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, vor allem weil Ruth so stark bei den Sommerspielen war“, sagte die erst 20-jährige Kohorst, die zwischen den Pfosten des VfL innerhalb der letzten Monate einen steilen Aufstieg erlebt hat. Bei der 26. Auflage der Sportlerwahl, die NWZ und Stadtsportbund gemeinsam mit der Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank (OLB) veranstalten, sorgten die NWZ-Leserinnen und Leser mit ihren Tausenden Kreuzen erstmals für ein Remis.

400-Meter-Läuferin Spelmeyer zog sogar erst im Schlusssprint gleich. Nach der Auszählung aller Wahlzettel hatte Kohorst zunächst die Nase vorn, nach den Online-Stimmen jedoch kamen beide auf 973 Stimmen. Spelmeyer, die 2016 mit persönlicher Bestleistung bis ins Halbfinale der Olympischen Spiele in Rio sprintete, grüßte von der Videoleinwand aus ihrem derzeitigen Trainingslager auf Teneriffa: „Der letzte Sommer war der Sommer meines Lebens. Die Spiele in Rio waren mein persönliches Highlight und ein großer Traum, den ich mir erfüllt habe.“

TV-Moderatorin Okka Gundel führte auf der Bühne des Theater Laboratoriums bereits zum vierten Mal durch das Programm, das erstmals vom neuen NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann eröffnet worden war. „1978/79 habe ich zweimal die Ehrenurkunde bei den Bundesjugendspielen gewonnen. Vielleicht kann ich Sie damit beeindrucken“, gab Reckermann in seiner launigen Ansprache einen kleinen Rückblick auf sein Sportlerleben. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hob anschließend hervor, dass alle Nominierten „Champions für das sind, was sie für Oldenburg geleistet haben. Sie sind vor allem auch Vorbilder für die jungen Sportler.“

Ein nicht ganz so enges wie bei den Frauen, aber dennoch ein Kopf-an-Kopf-Rennen, lieferten sich auch die Männer. Schwimmer Piet Schlörmann (Polizei SV) setzte sich mit nur acht Stimmen mehr vor Dauerläufer Georg Diettrich (LC Wechloy) durch und wurde erstmals Oldenburgs Sportler des Jahres. „Ich hatte nicht unbedingt mein erfolgreichstes Jahr, bin aber schon seit zehn Jahren auf hohem Niveau dabei“, freute sich der 23-jährige Schlörmann.

Überreicht bekam er wie alle anderen Sportler seinen Pokal und die Urkunde von Drantmann sowie Kathrin Scholl. Die frühere Handball-Nationalspielerin des VfL und deutsche Meisterin mit der DJK Trier nahm als OLB-Pressereferentin, Schwerpunkt regionales Engagement, die Ehrungen vor. Rang drei ging an Vorjahresgewinner und Triathlet Christian Hörper (1. TCO „Die Bären“).

Wesentlich deutlicher fiel das Ergebnis bei den Mannschaften aus. Die EWE Baskets mussten sich nach dem Vorjahrestriumph dieses Mal mit Platz zwei begnügen, weil sie von den Handballfrauen des VfL Oldenburg deutlich überflügelt wurden. „Wir werden weiter alles als Mannschaft und Verein geben, damit in Oldenburg guter Bundesliga-Handball zu sehen ist“, meinte Mannschaftsführerin Kim Birke. Mit ihrem vierten Platz in der Endtabelle der Saison 2015/16 und ihren guten Auftritten im Europapokal hatten die VfL-Frauen die Leserinnen und Leser offensichtlich überzeugt – erhielten sie doch fast 400 Stimmen mehr als die Basketballer und landeten damit den klarsten Erfolg.

Ohnehin war es ein goldener Abend für den VfL, denn auch den ersten Pokal sicherte sich eine Handballerin des Traditionsvereins. Laura Kannegießer, die derzeit nach einem Kreuzbandriss an ihrem Comeback arbeitet, erreichte bei den Nachwuchssportlerinnen mit 1169 Stimmen den höchsten Wert aller fünf Kategorien und siegte vor Celina Brötje (Ju-Jutsu, Polizei SV) und Patricia Schwarzhuber (Rudern, Oldenburger Ruderverein). „Ich war sehr aufgeregt auf der Bühne, freue mich aber natürlich sehr. Das zeigt, dass unser ganzer Verein gute Arbeit leistet", sagte die 18-Jährige.

Bei den Nachwuchssportlern gab es indes den jüngsten Gewinner des Tages. Tischtennisspieler Heye Koepke, der als 14-Jähriger bereits bei den Oberliga-Männern von SW Oldenburg an der Platte steht, verwies Marcus Elster (Rudern, Oldenburger Ruderverein) und Jannis Segger (Wasserball, Polizei SV) auf die Ränge zwei und drei. „In meinem Sport ist nicht nur die Technik und das Körperliche entscheidend, sondern auch das Mentale. Man muss stark im Kopf sein“, analysierte Koepke treffend.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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