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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Starke Sportler beweisen langen Atem

07.02.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-07-20T15:39:01Z 280 158

Sportlerwahl:
Starke Sportler beweisen langen Atem

Oldenburg Die richtige Atemtechnik spielt bei den drei Ausnahmesportlern, die an diesem Sonnabend im Rahmen der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres vorgestellt werden, eine entscheidende Rolle. Schwimmer Piet Schlörmann, Ruderer Maiko Remmers und Sportschütze Tim Focken haben sich ihre Nominierung durch starke Leistungen in den vergangenen zwölf Monaten verdient.

Status untermauert

Alles andere als atemlos eilte Piet Schlörmann, der in dieser Woche seinen 21. Geburtstag gefeiert hat, auch in den vergangenen zwölf Monaten von Erfolg zu Erfolg. Der Ausnahmeathlet vom Polizei SV untermauerte seinen Status als bester Oldenburger Schwimmer. Auch bei den Landesmeisterschaften führte 2014 kein Weg an Schlörmann, der natürlich Mitglied des niedersächsischen Elitekaders ist, vorbei.

Neben diversen Landestiteln erreichte er bei den Titelkämpfen auf norddeutscher Ebene über die 400 Meter Lagen in der offenen Klasse und über die halb so lange Distanz in der Junioren-Wertung jeweils Rang drei. Den sechsten Platz, den sich der PSV-Athlet 2014 bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sicherte, ordnet er in die Reihe seiner größten Erfolge ein.

Die Mannschaft der SG Region Oldenburg mit acht PSV-Athleten und drei Aktiven von Kooperationsclub Wardenburger SC führte Schlörmann, der ein duales Studium zum Elektroingenieurwesen absolviert, im Februar bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Kiel zum beachtlichen fünften Platz in der 2. Bundesliga Nord. Nach den Wasserfreunden Hannover (1. Bundesliga) war das SG-Team damit die Nummer zwei in Niedersachsen. An diesem Wochenende wollen Schlörmann & Co. im diesjährigen Wettbewerb an den starken Auftritt anknüpfen.

Starker Polizist

Auf ein sportliches Déjà-vu-Erlebnis hofft auch Maiko Remmers vom Oldenburger Ruderverein. Der bald 27-jährige Polizeikommissar hat seiner großen Medaillensammlung 2014 unter anderem den vierten Titel bei Deutschen Sprintmeisterschaften hinzugefügt. Nach den Triumphen im Vierer in den Jahren 2010 und 2011 holte der gebürtige Ostfriese im vergangenen Herbst wie 2013 mit Immo Ihnen Gold im Doppelzweier.

„Immo ist im Privatleben mein bester Freund und arbeitet ebenfalls bei der Polizei“, erklärt Remmers. Seit 2010 sitzen die beiden ORVO-Athleten gemeinsam im Doppelzweier. Da Ihnen inzwischen in Hannover wohnt, wird die Trainingsorganisation zur Herausforderung, aber dennoch gemeistert. Zur Deutschen Sprintmeisterschaft kamen in den vergangenen zwölf Monaten der Landestitel und ein zweiter Platz auf norddeutscher Ebene im Vierer hinzu.

Auf mehr als 150 Regattasiege in zehn Jahren Leistungssport kann Remmers zurückblicken – und ist kein bisschen müde. 2015 will der 26-Jährige unbedingt den DM-Titel verteidigen und auch bei niedersächsischen wie norddeutschen Meisterschaften die Muskeln spielen lassen.

Rio de Janeiro als Ziel

Höchste mentale Leistungsstärke ist im Sportschießen gefragt, in dem Tim Focken erst seit etwas mehr als einem Jahr aktiv ist, aber schon herausragende Erfolge gefeiert hat. Der ausgebildete Fallschirmjäger wurde 2010 beim Auslandseinsatz in Afghanistan in einem Feuergefecht von einem Scharfschützen schwer verwundet und kann seitdem die linke Schulter und den Oberarm nicht mehr bewegen.

Nach intensiver Rehabilitation ermöglichte ihm die Bundeswehr, sich nach einigen Sichtungen neu zu orientieren. 2013 bestritt Focken erste Wettkämpfe und holte als erster Europäer den Paramilitärischen Mehrkampf-WM-Titel. Als Europameister über 100 und 200 Meter sowie EM-Zweiter über 1500 Meter beendete der heute 30-Jährige seine Leichtathletik-Laufbahn.

Auf der Suche nach einer neuen Aufgabe, die sein restliches Berufsleben bestimmen sollte, wurde ihm im November 2013 eine Sichtung im Sportschießen ermöglicht. „Anfang 2014 ist er systematisch und intensiv auf internationale Aufgaben vorbereitet worden“, erklärt Werner Fredehorst vom SV Etzhorn. Der Oldenburger Verein kooperierte bei der Ausbildung mit der Bundeswehr und dem Trainer des Behindertensportverbandes.

Nachdem Focken schon im Frühsommer bei einem Weltcup in den USA als Fünftplatzierter in die Weltspitze vorgestoßen war, wurde er für die WM in Suhl nominiert. Davon habe er „nie zu träumen gewagt“, meint Focken, der in der Disziplin Luftgewehr liegend Platz acht mit der deutschen Mannschaft und Einzelrang 27 belegte. „Eine unglaubliche Karriere“, sagt Fredehorst: „Das war nur durch hartes, diszipliniertes und intensives Training möglich.“

Im August erreichte Focken mit dem Etzhorner Team bei der Deutschen Meisterschaft Platz fünf. „Tim hat es im Verein verstanden, mit seinen Kenntnissen neue Aspekte einzubringen und einen Aufschwung mit großen Erfolgen möglich zu machen“, erläutert Fredehorst. Das große Ziel des 30-Jährigen sind jetzt die Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

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