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Starke Talente zeigen ihre Treffsicherheit

08.03.2017

Oldenburg Ob im Ring, am Billard- oder am Tischtennistisch – diese drei Kandidaten für die Oldenburger Sportlerwahl haben 2016 ihre besondere Treffsicherheit nachgewiesen. VFB-Boxer Heiuar Bako setzt seine Fäuste ein, um seine Gegner zu bearbeiten, während Heye Koepke (SWO) mit dem Tischtennisschläger und GVO-Billardspieler Justin Dürig mit dem Queue Treffer um Treffer setzen.

„DM-Medaille ein Muss“

Seit 2012 trainiert Heiuar Bako in der kleinen Sporthalle des Vereins Für Boxsport an der Georgstraße. Die vielen Schläge in die von der Decke hängenden Boxsäcke, die vielen Konditionseinheiten neben dem normalen Training und die vielen Stunden Arbeit mit Trainer Alexej Schmidt haben sich bezahlt gemacht. Denn 2016 stand Bako auf der ganz großen Bühne: Der inzwischen 18-jährige Nachwuchsboxer schaffte es ins Viertelfinale der Europameisterschaft in Kolberg (Polen).

Schon zuvor hatte der Oldenburger auf nationaler Ebene auf sich aufmerksam gemacht. Bei der Niedersachsenmeisterschaft griff Bako fünfmal in Folge den ersten Platz ab. „Etwa ein halbes Jahr nachdem ich begonnen habe, habe ich direkt den ersten Titel geholt“, sagt das Naturtalent mit einem verschmitzten Lächeln: „Meine ersten fünf Kämpfe habe ich damals alle mit K.o. gewonnen.“

Auch auf norddeutscher Ebene zeigte Bako sein Können. Es sprang direkt der erste Platz für den im Bantam-Gewicht (56 bis 60 kg) antretenden Boxer heraus. Für 2017 hat der 18-Jährige sich große Ziele gesetzt: „Ich will bei der Deutschen Meisterschaft unbedingt eine Medaille holen – das ist ein Muss!“

Die meiste Konzentration widmet der Oldenburger jedoch der internationalen Bühne. Es sei eine große Ehre, Deutschland zu repräsentieren. Da passt es gut, dass auch in diesem Jahr wieder eine Europameisterschaft stattfindet. „Meine Messlatte ist die EM. Wenn man da was reißt, hat das ganz viel zu bedeuten“, sagt Bako und wird noch viele Stunden die Boxsäcke malträtieren.

Zu stark für sein Alter

Auch die Schläger von Heye Koepke, der gerade 14 Jahre alt geworden ist, haben schon so einiges mitgemacht. In der Tischtennis-Oberliga fällt er bei den SWO-Spielen auf, weil er großes Talent besitzt, aber auch zehn Jahre jünger ist als der nächstältere Teamkollege. „Wir kommen alle super miteinander klar. Der Unterschied ist kein Problem innerhalb der Mannschaft“, sagt Koepke, der inzwischen aus dem unteren ins mittlere Paarkreuz gewechselt ist.

Eigentlich hätte er aufgrund seiner starken Leistungen sogar zu den Spitzenspieler aufrücken müssen, doch SWO erwirkte eine Ausnahmegenehmigung beim Deutschen Tischtennisbund (DTTB). „Im oberen Paarkreuz befürchten wir eine Überforderung, die für Heyes Entwicklung negativ sein könnte“, erklärte Mannschaftsführer Johannes Schnabel diese Maßnahme.

In seiner Altersklasse trumpfte Koepke auf nationaler Ebene ganz groß auf. Beim Top-24-Turnier der besten Schüler Deutschlands landete der Oldenburger auf Platz drei. „Das war mein größter Erfolg. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet“, sagt das Talent, das zum Jahreswechsel vom DTTB in den D/C-Bundeskader berufen wurde.

Große Ziele für 2017 möchte der 14-Jährige nicht benennen, um sich selbst keinen Druck aufzuerlegen. „Mit der Mannschaft will ich natürlich die Klasse halten“, stellt er aber klar. Die Chancen stehen für den Aufsteiger gut. Bei den Deutschen Meisterschaften der Schüler und der Junioren möchte er vor allem jede Erfahrung aufsaugen, die er machen kann. „Bei den Junioren wird es schon extrem schwer, etwas zu erreichen“, ist sich Koepke bewusst – aber das ihm ältere Rivalen keine Angst einflößen, zeigt er Woche für Woche.

Silber auf nationaler Ebene

Als U-19-Landesmeister im 8- und 9-Ball sowie 14/1 verbunden mit Rang zwei im 10-Ball qualifizierte sich GVO-Billardspieler Justin Dürig auch für eine Deutsche Meisterschaft. Dort holte er Silber. Trotzdem war er überrascht über seine Nominierung für die Wahl. „Viele andere Sportler haben ja auch viel erreicht“, meint der 17-Jährige, der sehr trainingsfleißig ist.

Beim Billard unterscheidet man bis zu 35 Spielarten. Dürig hat sich auf Poolbillard spezialisiert, das den meisten als „normales“ Billard bekannt sein dürfte. „8-Ball ist die Variante, die alle kennen. Entgegen dem, wie oft in der Kneipe gespielt wird, muss die schwarze 8 allerdings nicht in das gegenüberliegende Loch der letzten versenkten Kugel, sondern mit Ansage verwandelt werden“, klärt Dürig einen häufigen Irrtum auf.

Die Varianten 9- und 10-Ball werden jeweils mit neun oder zehn durchnummerierten Kugeln aufgebaut, wobei die Bälle in aufsteigender Reihenfolge angespielt werden müssen. Beim 14/1 geht es darum, mit 15 Kugeln und dem einen Spielball (weiße Kugel) eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Um all diese Variationen zu beherrschen, bedarf es viel Übung – und einer guten Ausstattung. Der Oldenburger spielt in der Regel für GVO in der Verbandsliga, kam aber auch bereits in der ersten Mannschaft (Regionalliga) zum Einsatz.

Da hilft die Nominierung für die Sportlerwahl auch, um bei Sponsoren Aufmerksamkeit zu erwecken, meint Dürig: „Das ist schon eine Meile, die man erstmal erreichen muss.“ Erst kürzlich hat sich der 17-Jährige neu ausgestattet. Für Hilfsgegenstände wie Breaker- und Jump-Queue sowie einen Köcher hat er einen beträchtlichen Betrag hinlegen müssen, um weiter treffsicher zu bleiben.

Arne Jürgens
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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