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Geschafft! VfL-Handballerinnen stehen im Endspiel

20.05.2018

Stuttgart Die Spezialistinnen wurden ihrem Ruf wieder einmal gerecht. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg dürfen weiter vom vierten Pokalsieg träumen. Die Mannschaft von Trainer Niels Bötel setzte sich am Samstagnachmittag im Halbfinale der Endrunde „Final 4“ in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen den Bundesliga-Konkurrenten HSG Bad Wildungen mit 33:29 (16:14) durch und schaffte damit nach 2015 erneut den Sprung ins Finale (Sonntag, 15 Uhr). Erfolgreichste Werferinnen bei Oldenburg waren Julia Wenzl (10 Tore/davon fünf Siebenmeter), Angie Geschke (6/2) und Kim Birke (6).

Der dreimalige deutsche Pokalsieger (1981, 2009, 2012), der zum achten Mal in der Clubgeschichte in einem Halbfinale stand, musste wie angekündigt auf die Stammkräfte Madita Kohorst und Jane Martens verzichten. Nach auskurierter Schulterverletzung stand indes die dänische Rückraumspielerin Simone Spur Petersen wieder im Kader. Und auch die Dauerverletzte Isabelle Jongenelen meldete sich zurück. Die Niederländerin, die in dieser Saison gerade einmal elf Minuten am ersten Spieltag in Blomberg gespielt hatte, saß nach ihrer Knie-Operation am Kreuzband erstmals wieder auf der VfL-Bank.

Auf der Platte wurde derweil nicht lange gefackelt. Es ging gleich zur Sache. Die Anfangsphase gehörte den Vipers aus Bad Wildungen, die eine knallharte 6:0-Deckung stellten. Die VfL-Frauen schüttelten sich kurz und gingen nach einem 2:4-Rückstand (6. Minute) Mitte der ersten Halbzeit durch eine überragende Julia Wenzl erstmalig in Führung (7:6). Denn auch die Oldenburgerinnen verstanden ihr Defensiv-Handwerk und kämpften sich dank einer beherzten Abwehrarbeit zunehmend in diese rasant geführte Partie. Nach 25 Minuten hatte sich auch der stete Trommelwirbel der vielen mitgereisten VfL-Fans ausgezahlt: Malene Staal brachte ihr Team erstmals mit drei Treffern in Front (13:10).

Der zweite Durchgang begann mit einem grün-weißen Paukenschlag. Erst wehrte Julia Renner einen Siebenmeter der bis dato souveränen Nicoleta Laura Vasilescu ab, dann stellte Wenzl im Gegenzug auf 17:14 für den VfL. Und das Bötel-Team setzte energisch nach. Wieder war es Wenzl, die ihr Team mitriss und half, den Vorsprung auszubauen. Jenny Behrend schließlich gelang nach 41 Minuten erstmals eine Sieben-Tore-Führung (25:18). Spätestens ab jetzt präsentierten sich die Oldenburgerinnen wild entschlossen und steigerten sich mit jedem Ballgewinn und Torerfolg in einen Pokalrausch. Geschke machte schließlich mit einem Doppelpack zum 31:24 (55.) den Deckel drauf.

Die Oldenburgerinnen hatten sich ausschließlich gegen unterklassige Gegner für die Pokalendrunde qualifiziert. Nach souveränen Siegen gegen den HC Leipzig (35:22), die HSG Hannover-Badenstedt (41:27) und HL Buchholz-Rosengarten (30:24) wartete im Halbfinale mit Bad Wildungen der erste Erstligist im diesjährigen Pokalwettbewerb auf die VfL-Frauen. Die Nordhessinnen wiederum schalteten nach dem Auftakterfolg gegen den SV Henstedt-Ulzburg (36:26) die beiden Bundesligisten Frisch Auf Göppingen (25:20) und Bayer Leverkusen (21:19) aus.

Otto-Ulrich Bals Autor
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