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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Spielführerin Kim Birke: „Wir sind eine Pokalmannschaft“

20.05.2018

Stuttgart Oldenburgs Spielführerin Kim Birke strahlte in der Stuttgarter Porsche-Arena mit den Fans um die Wette. Die VfL-Handballerinnen hatten sich soeben zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte für ein deutsches Pokal-Finale qualifiziert und dürfen nun vom vierten Triumph träumen. Mit den Worten „Wir sind eben eine Pokalmannschaft“ rutschte dem VfL-Urgestein unmittelbar nach dem Halbfinal-Erfolg gegen die HSG Bad Wildungen gleich eine versteckte Kampfansage an den Endspielgegner SG Bietigheim an diesem Sonntag (15 Uhr) heraus.

Im heiß umkämpften schwäbischen Derby setzte sich am Samstagabend die SG Bietigheim mit 24:23 (12:10) gegen die TuS Metzingen durch. Birke und ihre Mitspielerinnen saßen da schon wieder im Teamhotel und verfolgten das Duell im Livestream. „Wir sind nicht der Favorit, eindeutig. Aber wir werden alles dafür tun, dass es ein ganz enges Finale wird“, fiebert die 30-Jährige ihrer vierten Endspiel-Teilnahme mit dem VfL entgegen.

Drei Stunden zuvor hatten die Oldenburgerinnen ihren Ruf als Pokal-Spezialistinnen einmal mehr untermauert. Die Mannschaft von Trainer Niels Bötel hatte am Samstagnachmittag im ersten Halbfinale der Endrunde „Final 4“ den Bundesliga-Konkurrenten Bad Wildungen mit 33:29 (16:14) bezwungen. Erfolgreichste Werferinnen bei Oldenburg waren Julia Wenzl (10 Tore/davon fünf Siebenmeter), Angie Geschke (6/2) und Kim Birke (6).

Das sagt Trainer Niels Bötel

„In der ersten Halbzeit haben wir zunächst nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Da haben wir dem Gegner oftmals zu viel Spielraum gelassen“, kommentierte Bötel den am Ende furiosen Auftritt seines Teams. Umso mehr hatte dem Coach das grün-weiße Spektakel in Halbzeit zwei gefallen. „Da haben wir mit Power gespielt, wenig Fehler gemacht und unsere Torchancen genutzt“, attestierte Bötel seinen Spielerinnen eine deutliche Leistungssteigerung gegen den Final-4-Neuling aus Nordhessen.

Der dreimalige deutsche Pokalsieger (1981, 2009, 2012), der zum achten Mal in der VfL-Geschichte in einem Halbfinale stand, musste wie angekündigt auf die Stammkräfte Madita Kohorst und Jane Martens verzichten. Nach auskurierter Schulterverletzung stand indes die dänische Rückraumspielerin Simone Spur Petersen wieder im Kader. Und auch die Dauerverletzte Isabelle Jongenelen meldete sich zurück. Die Niederländerin, die in dieser Saison gerade einmal elf Minuten am ersten Spieltag in Blomberg gespielt hatte, saß nach ihrer Knie-Operation am Kreuzband erstmals wieder auf der VfL-Bank.

Auf der Platte wurde derweil nicht lange gefackelt. Es ging gleich zur Sache. Die Anfangsphase gehörte den Vipers aus Bad Wildungen, die eine knallharte 6:0-Deckung stellten. Die VfL-Frauen schüttelten sich kurz und gingen nach einem 2:4-Rückstand (6. Minute) Mitte der ersten Halbzeit durch eine überragende Julia Wenzl erstmalig in Führung (7:6). Denn auch die Oldenburgerinnen verstanden jetzt ihr Defensiv-Handwerk und kämpften sich dank einer beherzten Abwehrarbeit zunehmend in diese rasant geführte Partie. Nach 25 Minuten hatte sich auch der stete Trommelwirbel der vielen mitgereisten VfL-Fans ausgezahlt: Malene Staal brachte ihr Team erstmals mit drei Treffern in Front (13:10).

Grün-weißer Paukenschlag

Der zweite Durchgang begann mit einem grün-weißen Paukenschlag. Erst wehrte Julia Renner einen Siebenmeter der bis dato souveränen Nicoleta Laura Vasilescu ab, dann stellte Wenzl im Gegenzug auf 17:14 für den VfL. Und das Bötel-Team setzte energisch nach. Wieder war es Wenzl, die ihr Team mitriss und half, den Vorsprung auszubauen. Julia Behrend schließlich gelang nach 41 Minuten erstmals eine Sieben-Tore-Führung (25:18). Spätestens ab jetzt präsentierten sich die Oldenburgerinnen wild entschlossen und steigerten sich mit jedem Ballgewinn und Torerfolg in einen Pokalrausch.

Geschke machte schließlich mit einem Doppelpack zum 31:24 (55.) den Deckel drauf. „Das hat heute einfach nur Spaß gemacht“, freute sich bei Spielschluss Oldenburgs Spielmacherin Malene Staal, die in ihrer Karriere schon einmal in Norwegen im Endspiel stand, aber noch nie Pokalsiegerin werden konnte.

Die Oldenburgerinnen hatten sich ausschließlich gegen unterklassige Gegner für die Pokalendrunde qualifiziert. Nach souveränen Siegen gegen den HC Leipzig (35:22), die HSG Hannover-Badenstedt (41:27) und HL Buchholz-Rosengarten (30:24) wartete im Halbfinale mit Bad Wildungen der erste Erstligist im diesjährigen Pokalwettbewerb auf die VfL-Frauen. Die Nordhessinnen wiederum hatten nach dem Auftakterfolg gegen den SV Henstedt-Ulzburg (36:26) die beiden Bundesligisten Frisch Auf Göppingen (25:20) und Bayer Leverkusen (21:19) ausgeschaltet.

Otto-Ulrich Bals Autor
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