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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Talente behaupten sich in Regionalliga

31.05.2014

Oldenburg Sie drohen auf der Strecke zu bleiben, beide. Verheißungsvoll hatte der Endspurt Richtung Saisonfinale für Jann Schlötke (U 17 JFV Nordwest) und Loic Schröder (U 16 VfL Wolfsburg) begonnen, vor dem letzten Regionalliga-Spieltag sind der Aufstieg, im Falle des JFV, und die Meisterschaft, um die die Wolfsburger kämpfen, aber in den Bereich der Hoffnung auf Schützenhilfe gerutscht.

Der Hamburger SV ist Loics Team enteilt. Gewinnt ausgerechnet der JFV Nordwest aus Oldenburg gegen den HSV, bleibt dem VfL eine Minimalchance – wenn er mindestens sieben Tore beim SC Weyhe schießt. Aus dieser Konstellation ergibt sich gleichzeitig das Problem für Janns Mannschaft: Sie spielt gegen den Tabellenführer. „Unser Trainer ist eher der Pessimist“, sagte Jann Anfang April, als der JFV nach unten noch nicht endgültig abgesichert war, „ich gucke mehr nach oben.“

Aufstieg noch möglich

Dass die Oldenburger überhaupt noch im Aufstiegsrennen vertreten sind, während sie 20 Punkte von der Tabellenspitze trennen, liegt an einer – nicht neuen – Kuriosität: Die besten drei (HSV, VfL und Werder) können als Reserveteams von Fußball-Bundesligisten nicht aufsteigen.

Bei der starken Konkurrenz wäre wohl auch der sechste Platz, zumal im ersten Jahr des Bestehens des JFV, ein Erfolg. „Das Toreschießen ist bei uns so eine Sache. Aber auch durch individuelle Fehler haben wir schon Punkte verloren“, kritisiert Verteidiger Jann (16). „Es haperte leider an unserer Konstanz, um uns in der Tabelle oben festzusetzen“, sagt Wolfgang Horn, der Trainer.

Zwei Talente

Zwei Jungen, zwei Vereine, ein Traum: Über mehrere Jahre berichtet die NWZ regelmäßig über die beiden Freunde Loic und Jann. Wie verläuft ihr sportlicher Werdegang? Was wird aus ihrem Traum vom Profisport? Jann Schlötke (16) ist fester Bestandteil des Abwehrzentrums der U-17-Auswahl des JFV Nordwest, die in der Regionalliga spielt. Er kommt vom VfL Oldenburg. In seiner Kindheit lief er für den TuS Bloherfelde und BW Bümmerstede auf. Jann geht in die zehnte Klasse des Alten Gymnasiums in Oldenburg. Loic Schröder (15) ist zehn Monate jünger und spielt seit August 2012 beim VfL Wolfsburg. Derzeit stürmt er für die U 16 des Vereins, die in der Regionalliga auch auf Janns Mannschaft getroffen ist. Loic besucht die Eichendorffschule, die direkt am Internat der Wolfsburger liegt. Vor seinem Wechsel erzielte der Stürmer Tor um Tor für den VfB Oldenburg. Die bisherigen Teile der Serie gibt es im Internet:

Teil eins („Zwei Jungen, ein Fußball-Traum“, 1. September 2011) unter www.nwzonline.de/fussball-talente1

Teil zwei („Fußball ist mehr als ein 1:0“, 8. März 2012) unter www.nwzonline.de/fussball-talente2

Teil drei („Traum vom rofi-Fußball rückt näher“, 18. August 2012) unter www.nwzonline.de/fussball-talente3

Teil vier („Zwischen Fußball-Frust und Glücksgefühlen“, 21. März 2013) unter www.nwzonline.de/fussball-talente4

Teil fünf („Konkurrenzkampf macht Talente stärker“, 30. Oktober 2013) unter www.nwzonline.de/fussball-talente5

„Steffen Brauer ist gut für unsere Mannschaft. Jeder Einzelne muss sich aber seinen Platz für die Startelf am Wochenende erkämpfen“, sagt Loic über seinen Coach. Unter ihm hat der 15-Jährige seltener gespielt, auch aufgrund von Verletzungen. „Es liegt an der Person des Trainers“, sagt Loic. Dreimal stand der Stürmer mit der Trikotnummer 9 von Beginn an auf dem Feld. Sein einziges Tor datiert im September vergangenen Jahres. „Loic hat in beiden Vorbereitungsphasen (Sommer und Winter) muskuläre Verletzungen zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten mit teilweise mehrwöchigen Genesungsphasen hinnehmen müssen“, erklärt Brauer.

Verzicht notwendig

Wie lenken sich die Jugendlichen von dem harten Wettbewerb ab? „Meistens gilt die Regel: Wer die Schule neben dem Leistungssport gut hinkriegt, kann auch Profi werden.“ Keine Phrase sei das, bedenke man den Alltag der Jugendlichen: bis zu acht Trainingseinheiten in der Woche, an den Wochenenden Wettkämpfe mit teils langen Anreisen und Übernachtungen. Im Sommer kaum Ferien, dazu das Leben fernab der vertrauten Bezugspersonen. „Wer sich für so ein Leben entscheidet, hat sich automatisch gegen etwas anderes entschieden“, so der Tenor der beiden Fußballer.

Seit knapp drei Jahren verfolgt die NWZ den sportlichen Weg von Jann und Loic. Zum Doppelinterview via Skype erscheint Jann pünktlich. Von sich aus ist er nicht sonderlich mitteilungsfreudig, dafür spricht er ruhig und pointiert, nicht schüchtern. „Ich bin viel auf Facebook. Allerdings mehr, um zu lesen und was mitzubekommen“, sagt der Gymnasiast: „Ich denke, ich bin nicht so interessant, jeden Tag etwas hochladen zu müssen.“

Selber Druck aufgebaut

Loic eilt Minuten später herbei, direkt vom Trainingsplatz. Er plaudert locker drauf los. Ende Februar fand das Rückspiel beim JFV statt (2:0 für Wolfsburg). „Einen Tag vorher habe ich das bei Facebook gepostet. Wenn man zuhause spielt, ist es klar, dass viele Freunde kommen. Ich habe mir selber Druck aufgebaut“, sagt Loic. Und aufgeregt sei er gewesen, „das war nicht mein stärkstes Spiel“.

Trainer Brauer sagt: „Reif und stabil sind Jungs in diesem Alter selten.“ Loic hat noch ein Jahr Vertrag. „Das ist jetzt ganz anders mit dem Druck als in Oldenburg. Es nervt, wenn man auf der Bank sitzt und nur reinkommt“, sagt er. In einem Jahr passiert viel.

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