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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Talente haben richtigen Dreh raus

11.03.2017

Oldenburg Die Gegner fallen regelmäßig aus der Bahn oder auf die Matte, wenn Jennifer Schultz und Celina Brötje ans Werk gehen. Sowohl die Sportkeglerin als auch die Ju-Jutsuka haben 2016 unter Beweis gestellt, dass Vorurteile und große Schatten keine Hindernisse auf dem Weg zum Ziel sein müssen.

Kein Kneipensport

Ihr liegt das Kegeln wahrlich im Blut: Jennifer Schultz begleitete ihren Vater schon als Baby mit zu seinen Wettbewerben in der 2. Bundesliga. Dementsprechend früh begann auch ihre Laufbahn mit der Kugel in der Hand. „Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, nicht gekegelt zu haben“, sagt die 19-jährige Studentin mit einem Lächeln.

Ihre Miene verzieht sich aber schnell, wenn Vorurteile gegen ihren Sport auf die Bahn geworfen werden: Oft heißt es, Kegeln sei ein Kneipensport. „Das stimmt überhaupt nicht“, beschwert sich Schultz über das Unwissen. Es ärgere sie, dass man ihre Sportart oftmals mit Alkohol in Verbindung bringt. „Es gibt extra strikte Regeln, die den Alkoholkonsum von Teilnehmern untersagen“, bringt sie Licht ins Dunkel.

Die Stimme erhellt sich dagegen, wenn Schultz über den Verein Oldenburger Sportkegler spricht, für den sie spielt. In 2016 räumte die 19-Jährige mehrmals „alle Neune“ ab: Mit der Mannschaft belegte sie den 3. Platz in der Landesliga und bei den A-Junioren holte Schulz den Titel der Landesmeisterin. Noch dazu erreichte die nun wieder in Uelzen lebende Studentin den dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft.

Die Ehre, bei der Sportlerwahl nominiert zu sein, verdankt Schultz ihren Teamkolleginnen. „Ich glaube, dass sie mich hauptsächlich wegen der Landesmeisterschaften vorgeschlagen haben“, sagt sie. Trotz ihres Umzugs kegelt Schultz weiterhin für den Oldenburger Verein, da sie sich in der Mannschaft sehr wohl fühle.

In dieser Saison muss sie jedoch einige Abstriche in ihrer Zielsetzung machen, da eine Verletzung sie einschränkt. „Deshalb spiele ich nur in der Mannschaft“, erklärt Schultz. „Also eher just for fun.“ Den Spaß am Kegeln kann Schulz ja schon aufgrund ihrer Abstammung nicht verlieren.

Die Trainerin als Vorbild

Wie Schultz profitiert auch Celina Brötje von einer Mentorin: Die Ju-Jutsuka des Polizei SV trainiert unter Verena Rücker, die nicht nur für die Sportlerwahl nominiert wurde, sondern sich auch deutsche Meisterin nennen darf. Brötje hat es mit ihren Erfolgen in 2016 auch geschafft, nominiert zu werden.

Seit knapp fünf Jahren kämpft die 14-Jährige mit dem Ziel, den Gegner auf die Matte zu werfen. „Meine Mutter hat Ju-Jutsu für mich rausgesucht und mir wurde direkt gesagt, dass ich wiederkommen soll“, sagt Brötje stolz. Spätestens jetzt erntet die Schülerin dann die Früchte für die harte Arbeit, die sie in den vielen Trainingsstunden investiert. Gleich zwei Medaillen sprangen für sie bei großen Turnieren im vergangenen Jahr heraus: Bei der deutschen Meisterschaft glänzte es silbern, auf Zypern bei der Weltmeisterschaft bronzefarben an ihrem Hals.

Doch für die ehrgeizige PSVerin haben die großartigen Ergebnisse einen faden Beigeschmack. „Einerseits ist es schön, es zu einer deutschen Meisterschaft und zu einer WM geschafft zu haben“, meint Brötje: „Andererseits habe ich den Drang nach mehr und hätte natürlich gerne gewonnen.“

Ihre Ziele wird die Ju-Jutsuka gleich in diesem Jahr anpeilen. Erst soll die Qualifikation für die DM in ihrer Gewichtsklasse (bis 57 kg) gelingen und dort ein „Treppchenplatz“ herausspringen. Die WM Ende des Jahres in Kolumbien wäre dann ein großartiger Bonus für Brötje.

Das Erreichen eines lange anvisierten Traums zauberte der 14-Jährigen dagegen bereits ein Lächeln aufs Gesicht. Die Nominierung für die Sportlerwahl habe sie vollkommen überrascht. „Meine Trainerin war aber schon oft nominiert und ich war immer etwas neidisch auf sie“, sagt Brötje respektvoll. „Nun habe ich es auch geschafft. Das freut mich schon ziemlich – und Verena auch!“

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