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Zwei Jungen, Ein Fußball-Traum: Junge Talente stemmen sich gegen starke Konkurrenz

11.12.2014

Oldenburg /Wolfsburg Vorsicht, Fußballerweisheit: „In der Liga kann jeder gegen jeden gewinnen, das hat sich schon gezeigt.“ Sagt Jann Schlötke. Ähnlich formulierte es Mitte November schon Michael Ackermann, Trainer der U 19 des VfL Oldenburg, die Jann als Kapitän anführt: „Sportlich brauchen wir uns bisher keine Sorgen machen.“ Einen Spieltag vor der Winterpause findet sich das Team mit 6 Punkten am Tabellenende wieder. Einem 2:6 gegen den JFV Calenberger Land ließ der Niedersachsenligist zuletzt ein 1:2 beim FC Hambergen (7) folgen und löste diesen als Schlusslicht ab.

Vertrag endet im Sommer

Während Jann (17) und sein Team nach der Pleite zum ersten Mal Letzter sind, mussten der ein Jahr jüngere Loic Schröder und die U 17 des VfL Wolfsburg die Tabellenführung in der B-Junioren-Bundesliga abgeben. RB Leipzig übernahm Rang eins, weil die Wolfsburger im Osten der Republik patzten: 1:1 bei Energie Cottbus. Loic ist neben Jann der zweite Nachwuchsfußballer, dessen Laufbahn die NWZ seit Sommer 2011 verfolgt.

Loics Mannschaft wird mit seinen Gegnern meist fertig – jedoch häufig ohne seine Hilfe. Der 16-Jährige stemmt sich aktuell vorwiegend gegen die Konkurrenz im eigenen Kader. „Es ist nicht einfach, aber mit Training, Ehrgeiz und Willen schafft man das. Also muss ich nur immer Gas geben, dann kommt das andere schon“, meint Loic, der sich unter Manfred Mattes noch nicht etabliert hat. Der Wolfsburger U-17-Trainer wollte Fragen zu Loic nicht beantworten.

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Kommt er zurück nach Oldenburg, wenn sein Vertrag Ende der Saison ausläuft? „Also nein, bisher mache ich mir noch keinen Kopf, was danach kommt“, wiegelt der Ex-VfBer ab. So selten wie zuletzt hat Loic noch nie gespielt. In der Liga kommt er kaum auf mehr als eine Halbzeit, ein Tor gelang ihm im Pokal. Stammkraft ist David Nieland, Nationalspieler, ein Jahr jünger als Loic, neunmaliger Torschütze in acht Partien. Seit eineinhalb Monaten trifft er nicht.

25 Mal lag der Ball bereits im Tor von Jann und seiner Hintermannschaft. Pro Spiel fangen sie sich 2,5 Tore. „Ich habe der Mannschaft bereits zu Beginn der Saison gesagt, dass es mit Sicherheit bis zur Winterpause dauern wird, um die Einheit zu werden, die ich mir wünsche“, sagt Ackermann. „In der ersten Halbzeit sind wir nie ganz wach und kriegen die Tore. In der zweiten Hälfte ist es wesentlich besser“, findet Jann.

Der Gymnasiast ist ein Jahr jünger als viele seiner Kollegen beim VfL. Nach einem Gespräch im Frühsommer mit Stephan Ehlers, U-19-Coach des JFV Nordwest, sei klar gewesen, dass er in der Niedersachsenliga spielen würde. Die Rolle des Kapitäns erfüllt er nicht zum ersten Mal. „Jann fiel mir durch sein ruhiges und sachliches Auftreten sofort auf, womit er sich deutlich von den meisten anderen Spielern abgehoben hat“, berichtet Ackermann. Der Trainer beziehe ihn und den Mannschaftsrat auch in taktische Belange ein, sagt Jann: „Er erzählt seine Sichtweise und fragt dann uns. Wir sollen absprechen, was wir dazu sagen, wie uns das gefällt.“

Die Königsklasse als Ziel

Wulf-Rüdiger Müller kennt Loic seit einigen Jahren. Bis April 2014 trainierte er ihn auf Auswahllehrgängen des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV). „Loic hatte in jungen Jahren den Vorteil, körperlich schon weit gereift zu sein“, meint Müller. Als andere Spieler aufholten, habe er erkennen müssen, dass er sich taktisch und technisch verbessern müsse. Die Ratschläge und die Ablenkung beim NFV helfen Loic. „Es ist schon sehr schön, da zu sein. Man freut sich auf die Trainer und darauf, Mitspieler aus anderen Vereinen wiederzusehen“, sagt der Stürmer.

Ob die beiden Talente demnächst wieder direkt aufeinandertreffen, scheint zumindest fraglich. Vorausgesetzt, er erhält einen neuen Kontrakt, würde Loic altersgerecht mit der U 18 der „Wölfe“ Regionalliga spielen. Jann ist auf einen Platz im U-19-Kader des JFV Nordwest aus. Als derzeitiger Regionalliga-Tabellenführer besteht die Aussicht auf den Aufstieg in die Bundesliga – für Jann die Möglichkeit, sein letztes Jahr vor dem Eintritt in den Männerbereich in der Königsklasse des deutschen Jugend-Fußballs zu bestreiten. Er wird sich für diesen Platz empfehlen müssen.

Teil 1: Zwei Jungen, ein Traum

Teil 2: Fußball ist mehr als ein 1:0

Teil 3: Traum vom Profi-Fußball rückt näher

Teil 4: Zwischen Fußball-Frust und Glücksgefühlen

Teil 5: Konkurrenzkampf macht Talente stärker

Teil 6: Talente behaupten sich in Regionalliga

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