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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Fußball: Trainiert hier der nächste Nationalspieler?

03.06.2017

Lehmden Malte Müller, Aaron Thalmann (beide 31) und Mario Fredehorst (24) haben mindestens zwei Dinge gemeinsam. Die drei Fußballer werden nicht nur in der nächsten Saison mit dem SSV Jeddeloh in der Regionalliga spielen. Das Trio hat auch am DFB-Stützpunkt einen großen Schritt in seiner fußballerischen Entwicklung genommen. Die größten Talente aus den Fußball-Kreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg-Stadt in den Altersklassen der D- und C-Junioren stehen Woche für Woche auf dem Sportplatz in Lehmden.

Was ist das Ziel der Arbeit am Stützpunkt?

Am Stützpunkt in der Gemeinde Rastede sollen sich die Talente verbessern und ihrem Traum vom Profi-Fußball einen Schritt näher kommen. „Wir helfen den Jungs, ihren Traum zu erreichen, ganz nach oben zu kommen“, erklärt Stützpunkt-Trainer Frank Surkau. Was nach Elite-Förderung klingt, soll aber nicht als solche verstanden werden. „Wir sind kein Geheimprojekt. Jeder Trainer ist willkommen und kann sich ansehen, was wir anbieten.“ Er versteht die Arbeit eher als Trainingshilfe für die Vereinscoaches und als Extra-Motivation für die Talente. „Sichten und Fördern steht bei uns ganz oben“, sagt Surkau.

Seit wann gibt es den DFB-Stützpunkt?

Seit das Stützpunkt-Förderprogramm im Jahr 1999 vom Deutschen Fußball-Bund aufgelegt wurde, ist Surkau im Ammerland dabei – zunächst in Wiefelstede, dann seit 2006 in Lehmden. 366 dieser Stützpunkte gibt es in Deutschland, 12 davon im Bezirk Weser-Ems.

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„In Wiefelstede ist der Verein zu stark gewachsen, die Plätze wurden für die eigenen Jugend- und Erwachsenenteams gebraucht. Hier in Lehmden fühlen wir uns aber sehr wohl“, sagt Surkau. Bei den kleinen Vereinen auf dem Dorf habe man die nötige Ruhe, um ordentlich mit den Talenten zu arbeiten.

Wie finden die Talente das Training?

Daniel Sommer ist einer der Jungs, die regelmäßig in Lehmden trainieren. Er spielt beim TuS Ocholt in der D-Jugend und erhält am Stützpunkt neue Trainingsanreize. „Ich merke, dass mir das Training hier etwas bringt. Es ist zwar alles etwas schneller, aber es gefällt mir gut“, sagt Sommer, der bereits seit mehr als einem Jahr am Stützpunkt trainiert. Neben Surkau gehören Nico Rauch, Ruben Rebmann, Ralf Kloppenburg und Alfons Fübbeker zum Trainer-Team in Lehmden.

Gibt es Konkurrenz mit den Vereinen?

Das verneint Surkau deutlich. „Wir wollen den Fußball in der Breite besser machen“, sagt er, während hinter ihm knapp 40 Vereinstrainer bei einem der Info-Abende, die der Stützpunkt regelmäßig anbietet, einer demonstrativen Übungseinheit mit einem D-Juniorenteam zusehen. Die Clubs können sich hier Anregungen für ihre Trainingsarbeit holen. „Von der Kooperation zwischen Verein und Stützpunkt profitieren alle. Es geht nur über das Miteinander“, betont Surkau. Der Stützpunkt biete eine Ergänzung zum Training für die Nachwuchskicker im Club an.

Wie verlaufen die Einheiten am Stützpunkt?

Wenn die jungen Kicker auf dem Rasen zum Beispiel gerade Eins-gegen-Eins-Duelle trainieren, unterbricht Nico Rauch die Spielszenen und kommt mit den Talenten ins Gespräch. „Einfrieren“ nennen die Trainer das. „So können wir den Kindern im Detail erklären, was sie in der Spielsituation noch besser machen können“, erklärt Surkau. Es gehe im Stützpunkt-Training besonders um die Schulung von Technik und Taktik.

Gibt es spezielle Vorgaben vom DFB?

Das Training wird individuell angepasst. Der DFB gibt für jede Altersklasse aber einen Rahmen und Empfehlungen vor. „In der D- und C-Jugend sind die Kinder von der Entwicklung und dem Wachstum selten auf der gleichen Stufe“, erklärt Surkau. Gleich ist nur, dass die Einheit jedes Mal mit hoher Intensität und Schnelligkeit durchgeführt wird. So entstehe Entwicklung. Ein Beispiel: „Während die Ballannahme in der D-Jugend in der Regel noch drei Sekunden dauert, sollen die Kinder nach den zwei Jahren hier im Stützpunkt weniger als eine Sekunde für diesen Vorgang brauchen“, rechnet Rauch vor.

Was sagen die Trainer der Vereine zum Stützpunkt?

„Auf die Info-Abende im Stützpunkt freue ich mich besonders. In kurzer Form gibt es eine geballte Ladung Information in einem angemessenen Rahmen“, sagt zum Beispiel Kai Trüper, Trainer der U 13 des VfB Oldenburg und einer E-Jugend des TuS Petersfehn: „Die Übungen sind absolute Basis, die kann jeder Verein umsetzen.“

Trüpers Jungs freuen sich schon auf die neuen Anregungen. Und wer weiß? Eventuell ist unter ihnen bereits das nächste Stützpunkt-Talent, aus dem mit viel Fleiß und etwas Glück vielleicht sogar einmal ein Nationalspieler wird.

Die Altersklassen der C- und D-Junioren trainieren jeweils montags von 17 bis 20 Uhr.

Neben dem Sportplatz in Lehmden an der Wilhelmshavener Straße wird auch auf dem Sportplatz an der Nelkenstraße trainiert.

Das Trainingsangebot im DFB-Stützpunkt ist ein zusätzliches Angebot zum Vereinstraining. Im Vordergrund steht die Schulung des taktischen Grundverständnisses und der Technik.

Wer es einmal in den Stützpunkt-Kader schafft, hat aber keine Garantie, bis zum Ende der C-Jugend auch im Kader zu bleiben. Sehen die Trainer keine Entwicklung bei einem Spieler, bekommen andere Talente ihre Chance.

Die DFB-Stützpunkte sichten bei so vielen Turnieren, wie es ihnen möglich ist. Gute Möglichkeiten bieten dafür die Vorrunden des Sparkassen-Cups auf Kreisebene sowie die Hallenkreismeisterschaften der jeweiligen Altersklassen. In Lehmden ist dies die D- und C-Jugend.

Talente, die nicht gesichtet werden, können aber auch später den Sprung in den Stützpunkt schaffen. Vereinstrainer können sich jederzeit beim Stützpunkt melden und ihre Talente vorschlagen oder gute Entwicklungen aufzeigen.

Stützpunkt-Trainer Ruben Rebmann bittet daher: „Wir können nicht auf jedem Turnier sein. Daher sind wir sehr froh darüber, wenn uns Vereinstrainer auf talentierte Spieler hinweisen. Wir kommen dann gern vorbei oder laden zum Probetraining ein.“

Bei den DFB-Stützpunkten werden zweimal im Jahr Informationsabende für Vereinstrainer angeboten. Jeweils vor den Sommerferien und im Herbst stellen die Stützpunkte hier ihre Arbeit vor.

Das Programm umfasst eine Vorstellung der Trainingsinhalte und anschließend eine demonstrative Einheit auf dem Platz. Dort werden die Inhalte von einer Jugend-Stützpunktmannschaft in Trainingssituationen gezeigt.

Diese Info-Abende bestehen in der Regel aus einer kurzen Vor- und Nachbesprechung sowie einer 90-minütigen gemeinsamen Trainingseinheit.

Den Besuch des Info-Abends können sich Vereinstrainer zudem einmal im Jahr als Lehreinheit für ihren Trainerschein anrechnen lassen.


Mehr Infos zum Training unter   www.dfb-lehmden.de 
Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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