NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Oldenburgerin Nicola Scholl: Ex-VfL-Handballerin im Einsatz für den Umweltschutz

24.01.2017

Oldenburg Sport treiben, Netzwerke aufbauen und gleichzeitig Gutes tun: Dass dieser Dreiklang funktioniert, stellt Nicola Scholl mit ihrer gemeinnützigen Organisation „Play Handball ZA“ immer wieder unter Beweis. Unter dem Motto „Mit Handball begeistern und einen fairen Umgang mit der Umwelt fördern“ initiierte die gebürtige Oldenburgerin gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung die erste klimaneutrale Handball-Turnier-Serie in Südafrika. Ziel war es, Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Schichten zusammenzubringen und ihr Umweltbewusstsein zu stärken.

An den drei Turnieren nahmen rund 600 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren teil. Gespielt wurde auf den Rasenfeldern der Deutschen Internationalen Schulen in Kapstadt und Johannesburg. Die 37 Teams repräsentierten 24 Schulen. Dieser Umstand ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Handball dort vor wenigen Jahren noch nahezu unbekannt war.

„Wir sind sehr glücklich darüber, wie das Konzept bei den Schulen und Kindern angenommen wurde“, sagt Nicola Scholl, ehemalige Bundesligaspielerin des VfL Oldenburg und Junioren-Nationalspielerin. „Die Lehrer sind dankbar, neue Methoden kennenzulernen, wie man Umweltthemen mit Sport verbinden kann. Und für die Schüler wird das Lernen zum spielerischen, interaktiven und sportlichen Erlebnis“.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Workshops für Lehrer

Ziel war es, die Jugend über Umweltthemen zu informieren, die Herausforderungen des Klimawandels anzusprechen, sowie über den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und eine nachhaltige Lebensweise aufzuklären. „Mit dem Supercup wollten wir den Jugendlichen die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden“, sagt die 35-jährige Nicola Scholl.

In Workshops wurden die Lehrer in die Grundlagen des Handballsports eingewiesen und bekamen Informationen über wichtige Umweltthemen. Aber auch eigene Ideen konnten entwickelt werden. Die kreativste Idee wurde am Ende eines jeden Turniers mit dem „Green Award“ ausgezeichnet.

So produzierte die Observatory Primary School zum Beispiel Ecobricks aus nicht-verwertbaren Kunststoff. „Ecobricks sind Plastikflaschen, die mit nichtverwertbarem Plastikmüll gefüllt werden und dann als Baumaterialien verwendet werden können“, erklärt Nicola Scholl. Mehr als 500 Ecobricks kamen auf diese Art und Weise zusammen und wurden für den Bau eines Kindergartens in Delft gespendet.

Sport als Vermittler

In Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) wird derzeit aus den Erfahrungswerten ein Handbuch entwickelt, das als Grundlage für zukünftige Turniere dienen soll, sowie Sport- und Sozialkunde-Lehrern für ihren Unterricht zur Verfügung gestellt wird. „Das Handball-Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie gut Sport geeignet ist, um wichtige Themen wie Klima- und Umweltschutz sowie soziale Kohäsion aufzugreifen und zu fördern“, erklärt Christina Teichmann, Projektbeauftragte der Konrad-Adenauer-Stiftung. „Es ist uns wichtig, gerade junge Menschen für Umweltthemen zu sensibilisieren, über nachhaltige Lebensweisen aufzuklären und damit einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern“.


     www.play-handball.org und www.facebook.com/playhandballza 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.