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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

VfB nutzt heißes Derby als Bühne

20.11.2013

Meppen /Oldenburg Nachdem sie am Montagabend beim 2:2 (1:1) im Derby beim SV Meppen die Chance absolut genutzt hatten, vor laufenden TV-Kameras für den eigenen Verein, sich selbst und den gesamten Regionalliga-Fußball Werbung zu betreiben, stand für die VfB-Spieler am Dienstag wieder der triste Trainingsalltag an. Mit der gezeigten Leistung im Rücken lassen sich die derzeit mauen Bedingungen ertragen, doch um die aktuellen Leistungen auf Dauer zeigen zu können, muss sich noch einiges tun.

„Die Voraussetzungen sind sehr, sehr bescheiden – das hat die Mannschaft nicht verdient“, sagt Coach Alexander Nouri, dessen Kader sich aufgrund des Ausfalls von 50 Prozent der Flutlichtanlage am Trainingsgelände mit mehreren Teams auf dezimierter Fläche tummeln muss. Vor diesem Hintergrund seien die Leistungen seiner Spieler „gar nicht hoch genug zu bewerten“, so Nouri. „Jeder Dorfverein hat bessere Bedingungen“, moniert der Trainer und betont noch einmal: „Wenn die Mannschaft weiter diesen Geist zeigt, werden wir hoffentlich noch viele Highlights wie dieses Derby erleben. Auf Dauer müssen wir aber etwas an den Strukturen ändern.“

Die Übungseinheiten im Halbdunkel sind nur ein Faktor. Die VfB-Verantwortlichen nutzten am Montag die erstmalige Übertragung eines Spiels der Regionalliga Nord bei Sport 1, um zu unterstreichen, dass die Rückkehr auf die große Fußball-Bühne unter anderem davon abhängt, ob dem Club eine ausreichend ausgestattete Spielstätte zur Verfügung steht.

„Wenn so etwas wie die Dritte Liga auf uns zukommt, nehmen wir die Herausforderung an. Obwohl wir dafür in Oldenburg erst einmal die Infrastruktur mit einer Flutlichtanlage im Stadion schaffen müssen“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Willers. Durch die anhaltende Erfolgsserie von nun elf Spielen ohne Niederlage in Folge – in Schlagdistanz zu Spitzenreiter VfL Wolfsburg II – „wächst die Euphorie in der Stadt“. Für die Drittliga-Lizenz-Vergabe „ist noch einiges nötig, ob wir das in Oldenburg herstellen können, müssen wir noch sehen“.

Die gut 800 VfB-Anhänger, die ihr Team in Meppen anspornten, machten erstklassig Stimmung. „Wir können stolz auf unsere Fans sein“, meinte Hendrik Großöhmichen zum Engagement der Zuschauer, die mit einer optisch gelungenen, aber aufgrund des Einsatzes von Pyro-Technik unerlaubten Choreographie ein feuriges Derby einleiteten.

„Da war noch viel mehr drin“, meinte Lucas Höler, der kurz nach der Pause für Mittelfeld-Abräumer Daniel Halke eingewechselt worden war. Dieser hatte in Halbzeit eins mit einem rotwürdigen Schlag gegen SVM-Kapitän Johan Wigger für die einzige unschöne Szene des VfB vor laufenden Kameras gesorgt. Dass Referee Sven Jablonski die Aktion mit einer Gelben Karte bestrafte, bewahrte ihn zumindest davor, nachträglich noch per TV-Beweis gesperrt werden zu können.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-sport 

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