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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Ohne Flutlicht kein VfB-Aufstieg

18.01.2014

Oldenburg Der VfB Oldenburg gerät zunehmend unter Druck – außerhalb des Spielfeldes: Bis zum 1. März muss der Tabellenzweite der Fußball-Regionalliga die Lizenzunterlagen für die Dritte Liga erstellt haben. Der Verein hat damit jetzt einen Wirtschaftsprüfer beauftragt. Präsident Frank Willers und seine Vorstandskollegen bleiben noch sechs Wochen, um den mit rund 3,5 Millionen Euro kalkulierten Saisonetat zusammenzubekommen – eine Herkulesaufgabe. „Ich möchte nicht in meiner Haut stecken“, flüchtet sich Willers in Galgenhumor.

Zum Vergleich: Das aktuelle Regionalliga-Budget beträgt 1,3 Millionen Euro. Hinzu kämen in der Dritten Liga Fernsehgelder in Höhe von 800 000 Euro. Weitere 100 000 Euro könnten eingeplant werden, wenn die erste Hauptrunde im DFB-Pokal erreicht wird. „Wir brauchen Absichtserklärungen von Unternehmen, dass sie uns im Falle eines Aufstiegs unterstützen werden“, sagt Willers, der sich momentan auf einer Werbetour durch die regionale Wirtschaft befindet.

Keine Karenzzeit

Erschwert werden die Bemühungen durch das wegen des fehlenden Flutlichts nicht Drittliga-taugliche Marschwegstadion. Nachdem im Januar die Sitzung des Sportausschusses ausgefallen ist, steht das Thema nun am Mittwoch, 12. Februar, auf der Tagesordnung. Von der Beratung erhofft sich Frank Willers Weichenstellungen in der Stadionfrage. 15 000 Euro stehen im städtischen Haushalt für die Erstellung eines Gutachtens bereit, das vor allem die Kosten für eine Installation von Flutlichtmasten auf dem schwierigen Baugrund – das 1951 eröffnete Stadion steht auf einer früheren Mülldeponie – ausloten soll. „Ohne Licht geht nichts“, hat Willers schon vor der Mitte Februar geplanten Stadionbegehung mit dem DFB erkannt. Eine „Karenzzeit“ werde vom Verband nicht eingeräumt, weiß Willers. Der VfB-Präsident denkt darüber nach, als Ausweichstätte für Flutlichtspiele das Wilhelmshavener Jadestadion zu benennen.

Die Stadtverwaltung hat bislang noch keinen Gutachter in Marsch gesetzt. Sie will beim DFB-Termin erst die technischen Anforderungen festgelegt wissen und über Übergangsregelungen sprechen. „Auf dieser Grundlage würde die Verwaltung dann weiter agieren“, so Stadt-Sprecher Andreas van Hooven.

Willers sieht den Ball jetzt im Spielfeld von Stadt und Wirtschaft: „Der muss jetzt zurückgespielt werden. Sonst müssen wir sagen, dass Profifußball in Oldenburg nicht darstellbar ist.“

Gewinn für Oldenburg

Hoffnung setzt er auf den frisch gekürten SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Jürgen Krogmann, der nicht nur versucht, etwas in der Stadt, sondern auch auf Landesebene zu bewegen: Am 27. Januar haben Willers und Krogmann in Hannover einen Termin bei Innenminister Boris Pistorius.

Oldenburgs amtierender Oberbürgermeister Gerd Schwandner sieht in einem „soliden Aufstieg in die Dritte Liga mit einem langfristig tragfähigen sportlichen und finanziellen Konzept einen Gewinn für ganz Oldenburg“. Im lukrativen Geschäft des bezahlten Profifußballs könne sich seiner Ansicht nach auf Dauer aber nur behaupten, wer unabhängig ist vom Haushalt einer Kommune.

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