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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

VfL II verspielt Zweitliga-Aufstieg in nur vier Minuten

23.05.2011

WISMAR Wenn die ein oder andere Handballerin des Drittliga-Meisters VfL Oldenburg II in diesen Tagen einen Alptraum hat, dann könnte Liudmila Yermachek darin vorkommen. Die 35-jährige Rückraumspielerin der TSG Wismar hatte schon das Hinspiel der Zweitliga-Relegation (27:27) zwischen dem VfL II und Wismar mit 18 Toren bestimmt und war auch bei Oldenburgs 22:24 (11:11)-Niederlage im Rückspiel die alles entscheidende Figur. Dass sie dabei 56 Minuten von der VfL-II-Abwehr in Schach gehalten wurde, nutzte nichts: Die letzten vier Tore der Partie gingen auf das Konto der Weißrussin.

„Die ist so gut, die braucht eben nur zwei, drei Minuten“, sagte der vor Sekt triefende Trainer Tilo Labs, der mit seiner TSG nun in der Zweiten Liga bleibt, später. Und zum Spielverlauf: „Das war dramaturgisch hochwertig.“

Keine vier Minuten waren gespielt, als Oldenburgs Interimstrainerin Andrea Piotrowski eine Auszeit nehmen musste. Wismar hatte mit einer offensiven Abwehr gegen Alex Hansel und Birthe Barger eine Wurffalle aufgebaut, die prompt zuschnappte. Auch die Abwehr des VfL II wurde durcheinandergespielt – 4:0 für die TSG. Dem Drittliga-Meister, dem Trainer Patrice Giron nach Querelen im Verein Abhanden gekommen war, drohte ein Debakel.

Nach der Auszeit (Piotrowski: „Ich wollte nur, dass alle einmal tief durchatmen“) aber wurden die Gäste langsam besser, stabilisierten sich hinten (0:5/10.) und kamen vorne bald zu Erfolgserlebnissen (1:6/11.). Wichtig dabei war ausgerechnet Rabea Neßlage, die beim Abschlusstraining am Freitag umgeknickte und nur unter Schmerzen spielen konnte. Mit drei Alleingängen bis zum 8:9 (21.) wirbelte Neßlage die TSG-Abwehr durcheinander – dann wurde auch sie eng gedeckt.

Der VfL II blieb aber so gut im Rennen (15:13/36., 19:16/43.), dass Wismars Co-Trainerin Marina Bratenkowa vor Verzweiflung schon Tränen über die Wangen liefen.

Später liefen die Tränen bei den Oldenburgerinnen. „Wir waren so gut, wir haben so toll gekämpft“, sagte Piotrowski: „Es tut mir so leid für diese tolle Mannschaft.“

Die wird nun wohl auseinanderbrechen. Den letzten Treffer des Meisterteams erzielte Janna Müller mit dem 22:20. Fünf Minuten später brachen die 860 Zuschauer dank Yermachek in ohrenbetäubenden Jubel aus, die Mannschaft verspritzte Sekt und lief Ehrenrunden – auch das könnte alles in den Alpträumen der VfL-II-Spielerinnen vorkommen.

VfL Oldenburg II: Köther (19 Paraden), Wefer (bei zwei Siebenmeter; 1/1 Paraden) - Zwick 1, Bitter 1, Hansel 4/3, Barger 1, Winter 4, Balthazar 4, Limberg 1, Neßlage 4, Müller 2, Heeren.

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