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Rückblick: Vom Aufstieg und Fall des VfL Ockenhausen

26.03.2010

OLDENBURG Anfang der 80er-Jahre war der ostfriesische Club VfL Ockenhausen in der nordwestdeutschen Fußballszene angesagt. Die Auswahl bekannter Spieler – vorwiegend aus Oldenburg und Wilhelmshaven – sorgte für Aufsehen und setzte damals zu einem vielbeachteten Höhenflug an. Doch das „künstliche Gebilde“ war nur von kurzer Dauer und vor 25 Jahren platzte der „ostfriesische Fußball-Traum“ aufgrund finanzieller Probleme. Heute dümpeln die Ockenhausener bedeutungslos in der 1. Kreisklasse Leer.

Selbst so namhafte Bundesligisten wie VfB Stuttgart, Hertha BSC, HSV, 1. FC Kaiserslautern und Werder Bremen traten damals in dem Örtchen in der Gemeinde Uplengen an. Zurückzuführen war diese Popularität auf den atemberaubenden Aufstieg bis hin in die Landesliga.

Gegründet im Jahre 1954, nachdem gerade ein Fußballplatz gebaut worden war, nahm der kleine Verein lange Jahre den Weg eines typischen Dorfvereins. Er spielte in der 1. Kreisklasse keine bedeutende Rolle und musste sogar in die 2. Kreisklasse absteigen. Doch dann betrat Hans-Dieter „Schlitz“ Etzbach, einst ein durchschnittlicher Ligaspieler bei Frisia Loga, die Ockenhausener Bühne und krempelte den Verein total um. Zunächst agierte er als Spielertrainer, dann als Trainer.

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Daneben betätigte er sich von Anfang an als Multifunktionär, er besorgte alles und bezahlte auch alles. Und dabei griff er schon kräftig in die Tasche. Unablässlich trieb er seine Mannschaft an. 1972 kehrte der VfL in die 1. Kreisklasse zurück und stieg schon ein Jahr später in die Bezirksstaffel auf.

Diese ersten Erfolge spornten Etzbach immer mehr an. 1976 überzeugte er seinen Geschäftspartner Dieter Schmidt, mit dem er in Westerstede eine Zeitarbeitsfirma führte, beim VfL einzusteigen. Gemeinsam investierten sie reichlich Geld in die Mannschaft und lockten mit immens hohen Zahlungen namhafte Spieler u.a. vom VfB Oldenburg und dem damaligen TSR Olympia Wilhelmshaven nach Ockenhausen. Hierzu zählten Dieter Felbier, „Ete“ Schaar, Dieter Tippelt, Dieter Wegner, Heiko Behrens, Willi und Georg Belke sowie „Atze“ Tschirischke.

Willi Belke (einst Spieler sowie Trainer beim VfB Oldenburg und heute Sportlicher Leiter bei GVO ) kann sich gut an seine zwei Jahren beim VfL Ockenhausen erinnern. „Eigentlich wollte ich damals beim VfB mit dem Fußball aufhören, doch dann überredeten mich die Ockenhausener Verantwortlichen. Es hat mir viel Spaß bereitet, da ich ja mit guten, erfahrenen Akteuren zusammenspielte“, berichtet Belke. „Im ersten Jahr waren wir bereits acht Spieltage vor Saisonende Meister. Auch kameradschaftlich stimmte es, es war aber einfach ein künstliches Gebilde – und mir war klar, dass der Verein keine Zukunft hatte.“

Über die Bezirksklasse und Bezirksoberliga ging es 1979 in Richtung neu gegründete Bezirksoberliga. Im Jahre 1980 erreichte der unvergleichliche Höhenflug mit dem Aufstieg in die Landesliga seinen Höhepunkt. Mit dem ehemaligen Trainer des VfB Oldenburg, Bata Tijanic, scheiterte man nur knapp im Kampf um die Meisterschaft. Der VfL Ockenhausen war plötzlich die Nummer eins im ostfriesischen Fußball.

Doch dann nahte plötzlich das Ende. 1985 konnten Etzbach und Schmidt aus verschiedensten Gründen keine Gelder mehr zahlen, den Verein plagten plötzlich 25 000 Mark Schulden. Und die namhaften Kicker zogen schnell wieder von dannen. Der unerbittliche Abstieg setzte ein – der führte bis hinunter in die 1. Kreisklasse. Dort jagt der VfL Ockenhausen noch heute dem runden Leder nach.

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