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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Von Helden mit Zitrone auf der Brust

30.05.2007

OLDENBURG Elf Jahre ist es her, dass Fans und Verantwortliche des Fußball-Niedersachsenligisten VfB Oldenburg einen Aufstieg bejubeln durften. 1996 errang der damalige VfB-Trainer Hubert Hüring mit seinem Team die Meisterschaft in der Regionalliga Nord. Was sich danach in den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga gegen den hochfavorisierten Nordost-Meister Tennis Borussia Berlin abspielte, ist in Oldenburg bis heute unvergessen. Den Grundstein zum Aufstieg legte im Hinspiel in Berlin der VfBer Wieslaw Cisek, der zum wichtigen 1:1-Endstand traf. Nach seinem letzten Spiel im VfB-Trikot 2001, verabschiedeten die Oldenburger Fans den Polen mit dankbaren Sprechchören: „Wieslaw Cisek, jeder kennt ihn, den Held von Berlin.“

Am 9. Juni peitschten dann knapp 16 000 Zuschauer im rappelvollen Marschwegstadion ihren VfB zum Aufstieg. Torhüter Hans-Jörg Butt, der trotz eines dreifachen Bänderrisses im Knöchel spielte, brachte Oldenburg per Strafstoß mit 1:0 in Führung. Nach dem Ausgleich der Berliner musste die Verlängerung entscheiden. VfB-Kapitän Alexander Woloschin erzielte das 2:1 für die Blau-Weißen, ehe TeBe den nächsten Elfmeter zugesprochen bekam. Taskin Aksoy verwandelte, womit Berlin in der Zweiten Liga stand. Doch Schiedsrichter Markus Merk lies den Strafstoß wiederholen, und diesmal scheiterte Aksoy am Torpfosten – der VfB stieg in die 2. Liga auf.

1949 gelang dem VfB der erste große Aufstieg. Die Oldenburger qualifizierten sich für die Aufstiegsrunde zur erstklassigen Oberliga. Gegen Itzehoer SV, Harburger TB und Linden 07 konnten sie gewinnen, bevor es eine 1:3-Niederlage in Hemelingen setzte. Doch die Kicker um VfB-Legende „Fiffi“ Gerritzen rissen sich zusammen, schlugen am letzten Spieltag in Donnerschwee Bergedorf 85 mit 5:0 und stiegen tatsächlich in die Erste Liga auf.

In den 50er-Jahren standen die Blau-Weißen ganze sechsmal in Aufstiegsrunden und schafften dabei nur 1954 den großen Wurf. Am 12. Juni wurde das Entscheidungsspiel um die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse am Hamburger Rothenbaum ausgetragen. Nach Verlängerung bezwang der VfB Teutonia Uelzen mit 3:2 und war zurück im Oberhaus. Dieser Erfolg gilt immer noch als einer der größten Tage der 110-jährigen Vereinsgeschichte.

1990 führte Trainer Wolfgang Sidka den VfB zum Titel in der drittklassigen Oberliga Nord. Als krasser Außenseiter gingen die Oldenburger in die Aufstiegsrelegation gegen Arminia Bielefeld, Wuppertaler SV, TSV Havelse und Reinickendorfer Füchse. Gegen die Arminia erspielte sich der VfB auswärts ein sensationelles 2:2 und gewann zu Hause mit 2:0. Wuppertal konnte in Oldenburg gar mit 3:0 bezwungen werden, bevor am 10. Juni die entscheidende Partie beim Wuppertaler SV auf dem Spielplan stand. Mit 2:1 gewannen die Spieler mit der Zitrone auf der Brust ihr Auswärtsspiel und schafften den nicht für möglich gehaltenen Aufstieg in die Zweite Liga.

2002 gewann der VfB unter Coach Wolfgang Steinbach die Oberliga-Meisterschaft und setzte in den Relegationsspielen gegen die Amateure des Hamburger SV zum Sprung in die dritte Liga an. Dem 0:0 vor 12 000 Fans am Marschweg folgte die Demontage des VfB in der Hamburger Arena. Gleich mit 2:5 gingen die Oldenburger beim mit Jungprofis verstärkten HSV unter. Die Tore von Florent Milandou und Stefan Borchardt, der nur dieses eine Spiel für Oldenburg absolvierte, waren nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Vielleicht heißen die Ciseks, Butts und Woloschins nach dem kommenden Sonnabend, an dem der VfB durch einen Punktgewinn gegen den TuS Lingen in die Oberliga aufsteigen kann, ja Alexander Eckel, Marco Elia und Marcel Salomo . . .

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