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Vor 10 Jahren verstarb Oldenburgs berühmtester Boxer

06.02.2013

Oldenburg Vor nunmehr fast zehn Jahren verstarb Hein ten Hoff am 13. Juni 2003 im Alter von 83 Jahren in Hamburg. Das Boxen hatte er in Oldenburg erlernt und wurde durch seine Erfolge zum weltweit bekanntesten Boxer aus der Stadt. Obwohl er nie Mitglied der damaligen Boxabteilung des VfB Oldenburg war, so fühlte er sich doch als VfBer.

Die enge Verbundenheit mit dem Verein hing mit seinem Trainer Theo Schmitz zusammen, der von 1947 bis zu seinem Tode im Jahr 1959 hier aktiv war. Und die VfBer selbst betrachteten Hein ten Hoff auch als einen der Ihrigen. Bezeichnete doch der damalige Abteilungsleiter Otto Haake 1957 in der Festschrift zum 60-jährigen Bestehen des VfB Hein ten Hoff als „den größten Sportler unserer Abteilung“.

Schmitz entdeckte 1936 das Talent der Sportlers, der in der Gemeinde Edewecht in Süddorf geboren und dort auch aufgewachsen war. Er holte den Sohn eines niederländischen Bauern in die Boxabteilung des Reichsbahn-Turn- und Sportvereins Oldenburg. Am 1. Januar 1947 wechselte die Abteilung geschlossen zum VfB über.

Als 18-Jähriger wurde Hein ten Hoff am 28. Januar 1938 Kreismeister und wenig später am 4. März Gaumeister. Am 2. Februar 1941 sicherte er sich durch einen Erfolg nach Punkten über den Olympiasieger und Titelverteidiger Herbert Runge (Wuppertal) den Titel Deutscher Meister. Seine sechsjährige Amateur-Laufbahn krönte „der lange Hein“ – der 1,98 Meter große Modellathlet bestritt 194 Kämpfe und gewann davon 185 – mit dem EM-Titel. Im Finale am 25. Januar 1942 bezwang er in Breslau den Hamburger Richard Grupe.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte ten Hoff seine Karriere als Profi fort. Von 43 Kämpfen verlor er lediglich sieben. 28 seiner 32 Siege schaffte er durch K.o., wurde Deutscher Meister und Europameister. 1951 bezwang er im EM-Titelkampf über 15 Runden vor großer Kulisse in der Berliner Waldbühne den Engländer Jack Gardner nach Punkten.

Seinen Abschied aus dem Ring nahm ten Hoff 1955 nach einer K.o.-Niederlage gegen den späteren Weltmeister Ingemar Johansson (Schweden). Er verdiente sich dann sein Geld als Betreiber einer Großküche. Zudem war er einige Jahre Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB).

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