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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Wechseltheater um Prießner beschäftigt Sportgerichte

03.03.2017

Oldenburg Der Wechsel von Marco Prießner vom Fußball-Landesligisten TSV zum Ligarivalen Atlas Delmenhorst beschäftigt jetzt die Sportgerichte. Atlas hatte Ende Januar die Verpflichtung des Stürmers bekannt gegeben und beim Niedersächsischen Fußballverband auch die sofortige Spielberechtigung für Prießner erwirkt, der danach auch schon in mehreren Testspielen mitwirkte. Doch es gibt größeren Ärger.

„Der Verein und der Spieler haben sich die sofortige Spielberechtigung beim NFV mit falschen Angaben erschlichen. Ich werde den Teufel tun und einen Spieler ohne Entschädigung zu einem Ligakonkurrenten ziehen lassen“, ärgert sich TSV-Vorsitzender Erdal Sarigül über das Vorgehen von Prießner und der Delmenhorster. „Atlas ist wegen des beabsichtigten Wechsels und der Freigabe an uns herangetreten. Wir haben die Höhe der Entschädigung genannt, die wir für den sofortigen Wechsel haben wollen. Atlas hat sich danach nicht mehr uns gemeldet“, fügt Sarigül hinzu.

Der TSV hatte deswegen beim Bezirkssportgericht Einspruch gegen die Erteilung der Spielberechtigung eingelegt. Der wurde aber abgelehnt, woraufhin die Oldenburger zum Verbandssportgericht des NFV weiterzogen.

Atlas argumentiert in diesem Verfahren ganz anders. Prießner habe dem TSV schriftlich seinen Vereinsaustritt mitgeteilt und sich dann den Delmenhorstern angeschlossen. Der TSV habe dann nicht nur die 14-tägige Einspruchsfrist gegen den Vereinswechsel verschlafen, sondern einen Widerruf des Vereinsaustritts von Marco Prießner mit einer gefälschten Unterschrift des Spielers auf dem Postweg beim NFV eingereicht. Das habe ein Vergleich der Unterschriften ergeben, heißt es aus Delmenhorst. Dieser Ansicht hatten sich auch die Passstelle des NFV und das Bezirkssportgericht des NFV angeschlossen.

Den Vorwurf lässt Sarigül nicht auf sich sitzen. „Das Einschreiben, in dem Marco Prießner uns seinen Austritt aus dem TSV mitteilte, ging am 10. Januar in unserer Geschäftsstelle ein. Am 23. Januar hat Marco Prießner dann in Anwesenheit von fünf Zeugen den Widerruf seines Vereinsaustritts auf unserer Geschäftsstelle unterschrieben“, erklärt der Vorsitzende. „Der Verein und ich als Vorsitzender sind sich der Strafbewährtheit einer Urkundenfälschung bewusst. Wir hätten Marco Prießner schließlich ganz einfach die Freigabe verweigern können. Das habe ich ihm in einem persönlichen Gespräch auch klar gemacht“, weist er alle Vorwürfe zurück.

Sarigül hat zudem Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Verbands gestellt: „Der NFV hat Prießner die Freigabe nicht erteilt, weil wir eine Frist versäumt haben. Der NFV hat uns, ohne die Echtheit der Unterschrift zu überprüfen, unterstellt, die Unterschrift Prießners sei von Seiten des TSV gefälscht worden. Das können und werden wir mit den Zeugenaussagen widerlegen.“

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