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Wenn Träume wie Seifenblasen zerplatzen

30.06.2017

Oldenburg Hochtrabende Ziele wurden im vergangenen Sommer vom JFV Nordwest nicht formuliert, aber träumen war natürlich erlaubt. Mit starken Leistungen zu Beginn der Spielzeit oder im Saisonverlauf befeuerten die Fußball-Talente auch die Hoffnungen auf den großen Wurf, aber letztlich zerplatzten die Träume aller drei Mannschaften wie Seifenblasen.

Trotzdem ziehen die Trainer des Kooperationsprojekts der beiden Oldenburger Branchengrößen VfB und VfL insgesamt ein positives Fazit.

Wir werfen einen Blick auf die abgelaufene Spielzeit der Talente in der Bundes-, Regional- und Landesliga.

A-Junioren, Bundesliga

Mit zwei Siegen startete die U 19 des JFV sensationell in die Spielzeit in der Bundesliga-Staffel Nord/Nordost. In den folgenden elf Partien kam für den Aufsteiger allerdings nur ein weiterer Zähler hinzu. Trotz der Niederlagenserie blieb das Team motiviert, war in vielen Spielen ebenbürtig. Besonders ärgerlich waren die späten Pleiten gegen Bremen (1:2) und Jena (0:1).

„Das waren zwei Nackenschläge, von denen wir uns nicht so schnell erholen konnten“, erinnert Trainer Lasse Otremba, dessen Talente sich dennoch lange Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen durften. Die Duelle mit der direkten Konkurrenz wurden allerdings verloren, dem Team ging im Saisonendspurt merklich die Puste aus. Immer wieder war Otremba aufgrund von Verletzungen zu Umstellungen gezwungen. Das Team des ersten Jugendfördervereins, der es ins Oberhaus geschafft hatte, kämpfte vergeblich und stieg als Tabellenletzter in die Regionalliga ab.

Mit 18 Punkten erzielten die JFV-Talente allerdings das beste Ergebnis einer Oldenburger Bundesliga-Auswahl. Die kurzen Gastspiele der von VfB (2010/2011, A-Jugend, 9 Zähler) und VfL (2011/2012, A-Jugend, 10 – 2012/2013, B-Jugend, 6) allein getragenen Mannschaften endeten weniger erfolgreich. Für Trainer und Team, das betont Otremba, war es eine „spannende, intensive, lehrreiche und erfolgreiche Erfahrung, die kein Beteiligter missen möchte“.

Darüber hinaus konnte der Ausbildungsauftrag des JFV weitergeführt werden. So stand Torjäger Osman Atilgan auf Abruf in der U-18-Nationalmannschaft. Er wechselt nun zu Dynamo Dresden in die U 19. Andere Talente bleiben in der Region und teils hier in Oldenburg. Okan Erdogan, Mechak Nankishi und Philip Onnen sollen beim VfB ihr Können zeigen – Deik Oetjen, Joshua König und Lukas Lange beim VfL (Oberliga).

B-Junioren, Regionalliga

Die U 17 des JFV spielte eine starke Saison und wahrte bis zum Saisonfinale die Chance auf den Aufstieg über die Relegation, der für die vielen zweiten Mannschaften in der Liga nicht möglich ist. Am Ende belegte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Horn wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Eimsbütteler TV (schaffte gegen Chemnitz den Sprung in die Eliteliga) Platz sechs.

Mit 45 Punkten erreichten die Talente aber die beste Ausbeute einer B-Jugend-Mannschaft des JFV Nordwest. „In einer ruhigen Minute ärgert man sich natürlich trotzdem ein wenig“, verrät Horn, dessen Team zeitweise sechs Zähler Vorsprung auf die Relegationskonkurrenz hatte.

Die Ergebnisse waren aber vor allem in der Rückrunde schwankend. Dennoch erinnert sich Horn gerne zurück an Siege gegen die zweiten Mannschaften von Werder Bremen, Hamburger SV und VfL Wolfsburg. Im Landespokal drangen die JFV-Talente bis ins Finale vor, scheiterten jedoch im Elfmeterschießen an Hannover 96.

„Wir haben ein paar Ausrufezeichen gesetzt und wollen die Entwicklung im kommenden Jahr fortführen“, so Horn, der in Lasse Patelt (19 Treffer) den Torschützenkönig der Liga in seinen Reihen hatte. Dass elf Spieler den Sprung in die U 19 machen werden, ist Beweis für die gute Arbeit. Auch die Jungjahrgänge durften sich über reichlich Einsatzzeiten in der zweithöchsten Spielklasse freuen und haben sich laut Horn alle prächtig entwickelt. Der Kader für die kommende Spielzeit steht. Dann wird versucht, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und vielleicht sogar eine noch bessere Platzierung zu erreichen.

 C-Junioren, Landesliga

Die Erwartungen an die U 15 des JFV waren nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr hoch. Lange Zeit marschierte das Team von Hendrik Buhl auch voran, doch in der Rückrunde gab sein Team die Position aus der Hand. Enttäuschend waren insbesondere die Niederlage bei Schlusslicht JSG Obergrafschaft (0:3) oder das 2:2 beim SC Spelle-Venhaus.

Zwischen diesen Partien gewannen die Oldenburger das Spitzenspiel gegen den SV Meppen (4:2). Die Emsländer ließen in der Rückrunde allerdings kaum Punkte, lagen am Ende fünf Zähler vor dem JFV und bezwangen diesen auch im Bezirkspokal-Finale (2:1).

Es war ein lehrreiches Jahr für die JFV-Talente und auch Buhl selbst. Der 24-jährige Trainer stand immer wieder vor der Aufgabe, die Spannung im Team hochzuhalten, damit seine Schützlinge gegen meist schwächere Gegner die Konzentration wahren.

„Natürlich ist es ärgerlich, dass wir es nicht geschafft haben, aber ich denke, die Jungs haben ihr Bestes gegeben – und wir haben viel gelernt“, meint Buhl. Sieben Spieler werden in die U 17 aufrücken. In Lasse Rosenboom (vor der Saison aus Norden gekommen) wechselt ein starkes Talent zu Werder Bremen.

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