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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Wenn Wasserratten Titel hamstern

04.03.2017

Oldenburg Das kühle Nass ist ihr Metier, hier fühlen sich Marcus Elster und Jannis Segger pudelwohl. Die beiden Wasserratten sind zwei der fünf Kandidaten, die in der Kategorie Oldenburgs Nachwuchssportler des Jahres zur Wahl stehen. Ihre Herangehensweise ans feuchte Element ist aber unterschiedlich: ORVO-Ruderer Elster bewegt sich in einem Boot rasant auf der Oberfläche, PSV-Wasserballer Segger dagegen taucht immer wieder blitzschnell aus den Tiefen auf, um sein Tor sauber zu halten.

Obenauf und Down Under

Wasser sorgt bekanntlich für Widerstand, trotzdem war Elster im vergangenen Jahr wieder im Eiltempo unterwegs. Der 19-Jährige, Oldenburgs amtierender Nachwuchssportler des Jahres, trat mit seinem Partner Jan Hennecke bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Rotterdam an und hinterließ dort erneut einen bleibenden Eindruck. Der deutsche „Zweier ohne“ erarbeitete sich die Silbermedaille und landete mit einer Zeit von 6:35 Minuten über die 2000 Meter nur drei Sekunden hinter dem griechischen Gewinner-Boot.

An einer internationalen Regatta will Elster, der schon seit einigen Jahren Titel hamstert und seit Anfang Januar in Australien unterwegs ist, bald wieder teilnehmen. „Vor dem Studium möchte ich etwas von der Welt sehen und möglichst noch weitere Länder erkunden“, berichtet der Weltenbummler.

„Sportlich wird es wohl eher ein Jahr Pause, ich konzentriere mich derzeit aufs Reisen“, führt Elster aus: „Aufhören zu trainieren will ich allerdings nicht.“ Deswegen bleibt der Oldenburger dem Rudern auch in „Down Under“ treu: In Sydney setzt er sich in ein Boot des UTS Harberfield Club, um in anderen Gewässern an seiner Technik zu feilen.

Die Aufstellung zur Sportlerwahl rundet das vergangene Jahr für den erfolgreichen Ruderer ab, da dies die Anerkennung für all die Zeit und Kraft sei, die er investiert habe. „Es ist schön, dass bei der Wahl auch die Sportarten und Sportler viel Aufmerksamkeit bekommen, die sonst nicht so populär sind“, sagt ein rundum zufriedener Elster.

Zwei Element vereint

Das sieht auch Segger so. „Ich habe mich mega über die Nominierung gefreut, mich aber auch gewundert“, sagt der 16-Jährige vom Polizei SV: „Wasserball ist ja eigentlich nicht so bekannt.“ Er entdeckte den spektakulären und kraftzehrenden Sport erst spät, war aber schon zuvor im Wasser zu Hause. „Ich bin mein ganzes Leben lang geschwommen. Es wurde mir aber irgendwann zu langweilig, einfach nur die Bahnen hin- und herzuschwimmen“, erklärt Segger.

Statt als Einzelkämpfer wollte er lieber in einem Team agieren, aber trotzdem im Becken bleiben – so kam er zum Wasserball. „Hierbei werden zwei Elemente vereint“, sagt Segger und spricht dabei von Wasser und Ball. Gerade als Torwart ist die Sportart sehr anstrengend, da sich die Akteure zuerst mit der Kraft ihrer Beine aus dem Wasser herausschrauben müssen, um dann im richtigen Moment den Ball abwehren zu können.

Dafür muss Segger viel trainieren – und wurde belohnt: Im vergangenen Jahr holte der SC Neptun Cuxhaven ihn für sein U-17-Bundesliga-Team in die Wasserball-Hochburg. Die Saison geht bald zu Ende und seine Mannschaft schneidet als Liganeuling überraschend gut ab. Aktuell steht für den SC in seiner Sechser-Staffel Platz vier zu Buche.

Daran hatte Segger einen gehörigen Anteil. „Mir persönlich hat es auch viele Erfahrungen gebracht. Wir waren in ganz Deutschland unterwegs und haben viele Hallen und Städte gesehen“, erzählt der Wasserballer, der sich in nassen Gefilden wie zu Hause fühlt.

Arne Jürgens
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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