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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Wenn’s im dunklen Wald rauscht

03.06.2017

Oldenburg Die ganz besondere Atmosphäre macht den Everstener Brunnenlauf zu einem der populärsten Läufe in der Region. Das reizvolle Flair lockt bei der 17. Auflage, zu der an diesem Sonntag ab 10 Uhr mehr als 2000 Aktive erwartet werden, auch Andree Ferneding an. Der 58-Jährige, der seit einiger Zeit auf allen Langstreckendistanzen in Oldenburg und umzu anzutreffen ist, geht in diesem Jahr beim Brunnenlauf erstmals beim Hauptlauf über 10 Kilometer an den Start.

Spaß statt Karriere

„Ich habe hier schon mehrfach zugesehen und war immer von der Atmosphäre begeistert – vor allem wenn die Läufer aus dem dunklen Wald gelaufen kommen und jubelnd empfangen werden“, beschreibt Ferneding seine Erfahrungen als Zuschauer.

Brunnenlauf-Infos

Strecke Start/Ziel Everstener Brunnen (Wienstraße/Marktplatz). Untergrund Die Strecken führen durch das mehr als 700 Jahre alte Everstener Holz über gut zu belaufende, flache Waldwege.

Distanzen/Startzeiten 2400-Meter-Schülerläufe 10 Uhr (1. und 2. Klassen), 10.45 Uhr (3. und 4. Klassen), 11.30 Uhr (5. bis 8. Klassen). 6300-Meter-Firmen- und Schnupperlauf 12.30 Uhr. 10-Kilometer-Volkslauf 14.30 Uhr.

Rund um den Lauf Startnummern Ausgabe an diesem Samstag von 15 bis 18 Uhr sowie am Sonntag ab 8 Uhr bis eine Stunde vor dem jeweiligen Lauf in der Sporthalle an der Feststraße, in der am Veranstaltungstag auch geduscht werden kann. Nachmeldungen Möglich am Samstag von 15 bis 18 Uhr in der Sporthalle an der Feststraße, wenn die Läufe nicht ausgebucht sind (maximal 600 Aktive pro Lauf ).

Sechs Jahre ist es her, dass er beim VfL-Straßenlauf über 25 Kilometer erstmals in der Oldenburger Laufszene auftauchte. „Wir haben 23 Jahre lang in Süddeutschland gelebt – als wir wieder zurück in diese Region kamen, habe ich einen Verein gesucht, in den ich sportlich wie altersmäßig hineinpasse“, erklärt Ferne­ding, der beim Team Laufrausch fündig wurde. „Bis dato habe ich zwar ab und zu an Volksläufen teilgenommen, aber hier in Oldenburg ging es dann erst richtig los.“

Seine sportliche Karriere startete Ferneding in seiner Heimat ganz klassisch als Fußballer beim SV Bösel. Als 19-Jähriger wechselte er zum Bezirksligisten VfR Wardenburg, wo er vier Jahre lang im offensiven Mittelfeld dem Leder hinterherjagte. „Das war eine tolle Zeit mit tollen Leuten. Wir haben immer oben mitgespielt“, erzählt Ferneding: „Ich hätte höherklassig spielen können, aber dafür hat es in diesem Team einfach zu viel Spaß gemacht.“

„Der Lange“ als Kollege

In der Zeit schaffte er es auch in die Auswahlmannschaft der Polizei, in der er auch mit dem früheren VfB- wie Werder-Akteur und Nationalspieler Michael Schulz („Der Lange“ ist heute 55) zusammenspielte. Bei der Polizei kam er Ende der 70er auch erstmals mit dem Laufsport in Berührung. Sein Trainer war damals der bekannte Petersfehner Coach Wolfgang Rose.

Nachdem er mit 28 Jahren die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, hielt sich Ferneding gut zwei Jahrzehnte mit Joggen und Rennradfahren fit, bevor ihn dann 2011 wieder das Wettkampffieber packte und er das blaue Laufrausch-Trikot überzog.

Aber nach knapp einem Jahr war erst einmal wieder Schluss. Pfeiffersches Drüsenfieber setzte ihn 2012 monatelang außer Gefecht. Nachdem er kurz zuvor noch in 38:53 Minuten eine persönliche Bestzeit über 10 Kilometer gelaufen war, brauchte er ein Jahr später für dieselbe Strecke 43:01 Minuten.

Nach und nach kämpfte sich Ferneding wieder an seine alten Zeiten heran. 2015 unternahm er einen erfolgreichen Ausflug in die Ultralaufszene und war in dem Jahr drittschnellster 100-Kilometer-Läufer Niedersachsens. „Unter den Ultraläufern herrscht eine familiäre Atmosphäre. Das hat Spaß gemacht“, erzählt Ferne­ding: „Aber leider haben meine Gelenke das nicht mitgemacht. Deshalb bin ich wieder auf die kürzeren Strecken gegangen.“

Marathon-Bestzeit in Riga

Der Marathon ist aber weiter eine große Leidenschaft. Erst vor wenigen Wochen lief der 58-Jährige in Riga eine neue Bestzeit über die 42,195 Kilometer (3:12:24 Stunden). Zwei bis drei Marathons sollen es in Zukunft im Jahr sein. Zudem pirscht er sich langsam wieder an die 40-Minuten-Grenze über 10 Kilometer heran. Beim Brunnenlauf bietet sich die nächste Chance, diese Marke zu knacken.

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