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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

„Wir werden die Gejagten sein“

07.08.2013
Frage: An diesem Mittwoch bestreitet der neu gegründete Jugendförderverein (JFV) Nordwest die ersten Pflichtspiele. Sind Ihre Mannschaften gerüstet?
Stephan Ehlers (43): Wir sind froh, dass es mit dem Pokalspiel in Osterholz-Scharmbeck endlich losgeht. Was uns erwartet, ist klar: Als Regionalligist sind wir – gerade nach der Kooperation – der Favorit. Für den Gegner aus der Niedersachsenliga ist es das Spiel des Jahres. Die werden uns ärgern wollen.
Frage: Ein Vorgeschmack auf die Saison?
Lasse Otremba (22): Ja, ich glaube schon. Auch mit unserer U 15 werden wir in der Landesliga die Gejagten sein. Alle sagen: Die steigen auf – die sind jetzt noch stärker.
Wolfgang Horn (52): Bislang haben wir mit der U 17 überwiegend gegen Bundesligisten getestet. Die machen sich wenig Gedanken über den JFV. Aber es stimmt schon, wir werden in der Liga von unseren Gegnern sicherlich mit anderen Augen betrachtet.

Das Trainertrio des neuen JFV Nordwest

Der Jugendförderverein entstand im April 2013 durch eine Kooperation von VfL und VfB im Jugendbereich. Beide Vereine wollen ihre Talentförderung bündeln. Unterstützt wird das neue Nachwuchsprojekt von EWE und Öffentliche Versicherungen Oldenburg.

Stephan Ehlers (43) betreut die U 19 des JFV. Der Gymnasiallehrer für Sport und Englisch war zuvor sechs Jahre Jugendtrainer beim VfL. Mit der U 17 schaffte er 2011/2012 den Bundesliga-Aufstieg.

Wolfgang Horn (52) trainiert die U 17 des JFV. Der Karosserie- und Fahrzeugbaumeister arbeitete zuvor sieben Jahre für das Jugendleistungszentrum des VfB als Trainer.

Lasse Otremba (22) ist für die U 15 des JFV verantwortlich. Der Lehramtsstudent für Mathematik und Wirtschaft/Politik war zuvor Jugendtrainer beim VfB und bleibt dort Jugendkoordinator.

Frage: Die besten Talente von VfB und VfL sind jetzt beim JFV vereint. Wie lange dauert es, bis aus starken Einzelspielern schlagkräftige Mannschaften entstehen?
Ehlers: Erst einmal muss die ganze Geschichte zusammenwachsen. Einige Spieler waren in der Vorbereitung noch im Urlaub, zudem hatten wir ein paar Verletzte. Aber der Teamgeist stimmt. Die Jungs sehen sich jetzt nicht mehr als VfBer oder VfLer. Wir haben ja auch bei der Kader-Planung darauf geachtet, dass es menschlich passt.
Otremba: Das kann ich bestätigen. Anfangs gab es zwar noch kleine Grüppchen, doch jetzt wächst das Gefüge auf und neben dem Platz zusammen. Von Test zu Test sehe ich Fortschritte.
Horn: Wir waren im Trainingslager, dort stand auch Teambuilding auf dem Programm. Von der einstigen Rivalität habe ich von Anfang an kaum etwas gespürt, wir müssen uns aber erstmal als Mannschaft finden und eine Einheit werden.
Frage: Was haben Sie sich denn für die erste Saison vorgenommen?
Otremba: Unsere U 15 verfügt jetzt über extrem viel Qualität. Es geht mir aber nicht um kurzfristigen Erfolg, sondern darum, die Spieler auszubilden. Was nützt es dem Verein, wenn wir Meister werden, aber nur einer schafft den Sprung in die U 17? Trotzdem wollen wir in der Landesliga oben mitmischen und – wenn es geht – den Aufstieg schaffen.
Horn: Die Ausbildung steht auch für mich an erster Stelle. Wichtig ist, dass meine Spieler den Sprung in die U 19 und später dann in den Männerbereich beim VfB, beim VfL oder sogar bei einem höherklassigen Club schaffen.
Ehlers: Erfolg ist nicht planbar. Er hängt von vielen Faktoren ab. Alles muss passen. Als U-19-Trainer will ich mich daran messen lassen, wie viele Spieler am Ende den Sprung in die Männerteams von VfB und VfL schaffen. Wenn dort in ein paar Jahren zum größten Teil unsere Eigengewächse auflaufen, hätten wir ein wesentliches Ziel erreicht.
Frage: Lockt der JFV jetzt auch Talente nach Oldenburg, die vorher woanders hingegangen wären?
Otremba: Wir haben uns doch gegenseitig Konkurrenz gemacht. Früher hieß es oft: VfB oder VfL. Das ist nun Vergangenheit. Und die Spieler wissen, dass sie im Bereich Weser-Ems bei uns die besten Bedingungen vorfinden und hervorragend ausgebildet werden.

Jugend-Fußball

Ligazugehörigkeit

In den überregionalen Spielklassen sind elf Junioren-Teams aus Oldenburg vertreten, bei den Juniorinnen sind es drei.

A-Junioren Regionalliga JFV Nordwest.

Niedersachsenliga VfL Oldenburg.

Bezirksliga GVO, TuS Eversten.

B-Junioren

Regionalliga JFV Nordwest.

Niedersachsenliga VfL Oldenburg.

Bezirksliga FC Ohmstede, VfL Oldenburg II.

C-Juniorren

Landesliga JFV Nordwest.

Bezirksliga VfB Oldenburg, VfL Oldenburg.

B-Juniorinnen

Bezirksliga FC Ohmstede.

C-Juniorinnen Bezirksliga SV Eintracht, FC Ohmstede.

Pokalspiele

A-Junioren NFV-Pokal, 1. Runde VfL Oldenburg - Kickers Emden (Mittwoch, 19 Uhr, Stadion Alexanderstraße), VSK Osterholz-Scharmbeck - JFV Nordwest (Mittwoch, 19 Uhr).

Bezirkspokal, 1. Runde GVO Oldenburg - SV Brake (Mittwoch, 19 Uhr, Sportpark Osternburg), VfB Uplengen - TuS Eversten (Mittwoch, 19 Uhr).

B-Junioren Bezirkspokal, 1. Runde FC Ohm­stede - SV Brake (Mittwoch, 19 Uhr, Sportplatz Rennplatzstraße).

C-Junioren Bezirkspokal, 1. Runde SV Brake - VfL Oldenburg, 1. FC Nordenham - VfB Oldenburg, SG Friesoythe/Sedelsberg - JFV Nordwest (alle Mittwoch, 18 Uhr).

Frage: Alexander Nouri als Trainer von Regionalligist VfB und Ulf Kliche als Coach von Oberligist VfL wollen künftig von Ihrer Arbeit profitieren. Müssen Sie eine von oben verordnete Spielphilosophie umsetzen?
Horn: Mit Alexander Nouri und Ulf Kliche haben wir uns bei einem ersten Treffen ausgetauscht. Weitere werden folgen. Eine Verzahnung ist gewollt und sinnvoll.
Ehlers: Bestes Beispiel ist Marvin Wieting. Unser U-19-Torwart ist aufgrund des Zweitspielrechts schon in die U 23 des VfB aufgerückt. Wir wollen den Spielern damit zeigen, dass sie hier eine Perspektive haben.
Frage: Das sagt aber noch nichts über das Spielsystem aus. Welchen Fußball werden wir denn vom JFV sehen?
Otremba: Einzelheiten geben wir natürlich nicht preis. Aber ähnlich wie Alexander Nouri und Ulf Kliche wollen auch wir die frühe aktive Balleroberung durch Pressing und spielerische Lösungen sehen. Auf Abpraller nach langen Bällen, hinter denen wir herlaufen, setzen wir nicht. Da sind wir alle einer Meinung.
Frage: Dem einen oder anderen Traditionalisten ist die Kooperation aber auch ein Dorn im Auge . . .
Horn: Ich finde, die Vorbehalte werden schon weniger, auch wenn am Anfang sicherlich Skepsis da war. Wir verstehen uns untereinander und haben schon so manches Vorurteil ausgeräumt.
Ehlers: Die Kritiker werden sich vor allem aus der Deckung wagen, wenn es mal nicht so gut läuft. Wir stehen nun mal jetzt besonders im Fokus. Aber damit können wir leben – auch wir wollen ja dazu lernen.
Otremba: Wir sind keine Götter, die keine Fehler machen. Aber ich denke, bisher waren alle unsere Entscheidungen begründbar. Mit sachlicher Kritik werden wir uns selbstverständlich auseinandersetzen.
Frage: In den vergangenen drei Jahren spielten VfB- bzw. VfL-Junioren in der Bundesliga, stiegen aber alle sofort wieder ab. Sind Sie froh, dass Ihnen das kommende Saison erspart bleibt?
Ehlers: Zunächst einmal haben sich die Spieler, die auf höchstem Niveau gefordert wurden, enorm entwickelt. Das sehe ich derzeit bei den Akteuren, die aus der U 17 des VfL kommen. Doch zuerst müssen feste Strukturen da sein. Denn wenn wir noch einmal in die Bundesliga aufsteigen sollten, wollen wir nicht chancenlos sein so wie in den vergangen drei Jahren.
Horn: Die Regionalliga ist ja auch schon enorm anspruchsvoll. Da spielen die ambitionierten zweiten Mannschaften der Proficlubs, die uns so einiges abverlangen werden.
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