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Oldenburger Marschwegstadion Schale „Leopold“ bietet Fußballfans mehr Sitzkomfort

Neue Sitzplätze: Die Schalen im Marschwegstadion haben nun auch Rückenlehnen.

Neue Sitzplätze: Die Schalen im Marschwegstadion haben nun auch Rückenlehnen.

Thomas Husmann

Oldenburg - Sahen aus wie Bänke, waren aber Stück für Stück fast nahtlos verschraubte einzelne Sitzschalen, und die werden nun demontiert und am Fuß der Sitzplatztribüne im Marschwegstadion bis zur Abholung gestapelt. „Die Haupttribüne hat 4150 Plätze. Bisher sind mehr als 400 Anfragen für die Sitze bei uns eingegangen und rund 2600 Sitzschalen wurden reserviert“, teilt Stadtsprecher Stephan Onnen mit. Eingefleischte Fans mit Dauerkarte können sich also ihren über Jahre hinweg eingesessenen Sitzplatz nach Hause holen. Während der Abbau läuft, werden auf den vorhandenen Metallträgern schon die neuen quietsch-orangefarbenen Schalen montiert, die deutlich mehr Sitzkomfort zu bieten haben – sie verfügen über Rückenlehnen.

Tribüne 1996 gebaut

Die Haupttribüne war 1996 für damalige Verhältnisse zweitligagerecht errichtet worden. Nach dem Verkauf des vereinseigenen Stadions in Donnerschwee durch den VfB Oldenburg hatte die Stadt das Marschwegstadion als zentrale Sportstätte ausgebaut – inklusive der Leichtathletikanlagen.

Die 3000 Quadratmeter große Spanndachkonstruktion ist knapp 30 Jahre später in einem erstaunlich guten Zustand. Mängel weist allerdings die technische Ausstattung des Stadions aus und auch die „Sitzbänke“ entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorgaben des DFB, der einzelne Sitze mit Rückenlehne fordert.

Die Stadt ist also zu einer Modernisierung verpflichtet, wenn weiterhin höherklassiger Fußball (auch in der Regionalliga) gespielt werden soll – unabhängig davon, ob ein neues Stadion neben der Weser-Ems-Halle gebaut wird oder nicht. Darüber entscheidet der Rat im Herbst.

Die Stadt verschenkt mit den ausgedienten Sitzschalen nun ein Stück Geschichte des Stadions, in dem große Spiele (wie im Pokal gegen den HSV) stiegen, Tränen bei bitteren Niederlagen flossen, oder zuletzt vor einem Jahr der Aufstieg in die Dritte Liga gefeiert wurde. Ein kommerzieller Weiterverkauf, etwa auf Online-Marktplätzen, ist ausgeschlossen, teilt die Stadt mit.

Formular erforderlich

Wer Interesse hat, kann sich noch bis Montag, 10. Juli, online unter www.oldenburg.de/stadion-sitze anmelden. Auf dieser Website findet sich ein entsprechendes Formular, das ausgefüllt werden muss und per Mausklick ans Sportbüro geschickt werden kann. Die Abgabemenge ist nicht beschränkt. Interessierte erhalten dann in der kommenden Woche ab dem 10. Juli vom Sportbüro einen Termin zur Abholung.

Die Haupttribüne des Stadions hatte bisher eine Kapazität von 4150 Plätzen. Nach der Umrüstung auf Einzelsitze werden es nur noch 4000 Plätze sei, die dafür aber orange leuchten. Die „Schale Leopold Signalorange“ wurde in Lohr am Main produziert.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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