Oldenburg - Konzertierte Aktion gegen Brustkrebs: Unter dem Motto „Wissen macht Mut“ informierten im PFL Expertinnen, Betroffene und Mediziner über das Thema Brustkrebs. Zu übersehen war die Aktion nicht, denn bereits zwischen den Säulen des Portals warben pinkfarbene Frauensilhouetten, die die Werkstätten des Staatstheaters nach Schattenfotos von Frauen gearbeitet hatte.

Mehr als 120 Frauen, manche begleitet von ihren Partnern, kamen an dem Tag, um sich mit den vielen Facetten des Themas auseinanderzusetzen. „Wir wollten Orientierung und Antworten geben auf die vielen Fragen, die bleiben, wenn der Schock der ersten Diagnose überwunden ist“, erklärte Frauenbeauftragte Kornelia Ehrhardt.

Sie hat beobachtet, dass etwa viele Frauen das persönliche Gespräch auf Augenhöhe mit den Medizinern nutzten. So beantwortete etwa Onkologe Dr. Burkhard Otremba (Tumorzentrum Weser-Ems) geduldig den Tag über Fragen. Auch seine Medizinerkollegen, die u.a. über Diagnostik, OP-Methoden, Strahlentherapie und Nebenwirkungen sprachen, nahmen sich Zeit.

Andrea Mahnken und Rita Deeken von der Betroffenen Initiative Brustkrebs (BIB) kennen die Sorgen vieler Patientinnen, die sie im Pius-Hospital regelmäßig besuchen. Sie hatten das Programm so gestaltet, dass nicht nur der medizinische Fortschritt und die vergleichsweise guten Heilungschancen bei Früherkennung im Fokus standen. Darüber hinaus gab es auch Ratschläge zum Umgang mit Ängsten, von denen etwa Diplom-Psychologin Dagmar Lienau von der Krebsberatungsstelle Oldenburg häufig hört.

Und nicht zuletzt entlastete Onkologe Dr. Hermann Klasen (Tumorzentrum) betroffene Frauen, die sich mit der quälenden Frage beschäftigt hatten, ob sie denn selbst Schuld daran seien, Brustkrebs bekommen zu haben.

Eingeladen hatten zu dem Tag Initiative Brustkrebs, Tumorzentrum, Forum Brustkrebs und Frauenbüro.