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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Typisierung: Mit Wattestäbchen Leben retten

08.02.2013

Oldenburg „Das ist eine wirklich leichte Möglichkeit, einem Menschen das Leben zu retten.“ Swantje Neumüller drückt dem Mädchen, das ihr gegenübersitzt ein verpacktes Wattestäbchen in die Hand und erklärt ihr, wie man einen Wangenabstrich macht. Rund 250 Schülerinnen und Schüler haben sich am Donnerstag zwischen 8 und 14 Uhr in der Berufsbildenden Schule Haarentor so in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eintragen lassen – ganz ohne Spritzen und Blut.

„Das übertrifft alle Erwartungen“, freute sich Lehrerin Kerstin Wellsandt, die mit einer Klasse der Fachoberschule Gesundheit das Projekt in Zusammenarbeit mit Heinrich Schrand vom DKMS-Stützpunkt im Pius-Hospital organisiert hatte. Angemeldet hatten sich rund 200 Schüler, es kamen deutlich mehr. Auf die Idee zu der Aktion kam sie durch einen Brief von Oberbürgermeister Gerd Schwandner, der vor rund einem Jahr Schulen bat, sich für die DKMS zu engagieren.

Der OB fungierte als Schirmherr. Selbst hat sich der Mediziner allerdings nicht typisieren lassen. „Als ich mit dem Thema in Berührung gekommen bin, war ich leider schon zu alt“, sagte Schwandner. Die obere Altersgrenze für eine Eintragung in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei liegt bei 55 Jahren – Schwandner ist 61.

Als er das erste Mal Schirmherr einer Typisierungsaktion war, wurde 2007 ein Stammzellenspender für den Oldenburger Mike Schnase im Neuen Gymnasium gesucht.

Damals wurde Blut abgenommen, in der BBS Haarentor griff man auf Wattestäbchen zurück. Ein Vorteil: Es wurde kein ausgebildetes Personal benötigt. So konnten Schüler – allesamt mit abgeschlossener Ausbildung in Gesundheitsberufen – die Wangenabstriche begleiten.

Eine von ihnen war Swantje Neumüller. Bei ihr waren fast 60 Schüler, darunter auch Franziska Gil, 17-jährige Schülerin vom Wirtschaftsgymnasium. Auch sie ließ sich aus einem bestimmten Grund typisieren: „Vielleicht kann ich später ja mal jemandem helfen.“

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