Oldenburg - Mit leuchtend gelben Westen und roten Fahnen sind Hunderte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Oldenburg einmal um den Innenstadtring gezogen. Die Gewerkschaft Verdi Weser-Ems hatte zu Streiks von Mitarbeitern in Kitas und sozialen Einrichtungen aufgerufen. In der Stadt Oldenburg blieben deshalb zehn von 15 Kindertagesstätten geschlossen, in zwei wurde ein Notbetrieb angeboten.
Verdi-Demonstration in Oldenburg
Torsten von Reeken
Verdi-Demonstration in Oldenburg
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Verdi-Demonstration in Oldenburg
Torsten von Reeken
Verdi-Demonstration in Oldenburg
Torsten von Reeken
Verdi-Demonstration in Oldenburg
Torsten von Reeken
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Verdi-Demonstration in Oldenburg
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Verdi-Demonstration in Oldenburg
Torsten von ReekenArbeit kaum zu schaffen
Verdi fordert für die Beschäftigten 10,5 Prozent mehr Lohn und mindestens 500 Euro im Monat mehr. Dabei geht es den Mitarbeitern der Stadt Oldenburg nicht unbedingt um das eigene Portemonnaie, wie sie in Gesprächen rund um die Kundgebung erklärten. „Wir haben viele unbesetzte Stellen“, sagt Mario Bertele. Er arbeitet beim Amt für Jugend und Familie. „Es gibt einen großen Fachkräftemangel. Wir brauchen Anreize für die jüngeren Menschen im sozialen Bereich zu arbeiten. Die Belastung für die Mitarbeiter bei uns wird immer größer.“ Gerade im Kinderschutzbereich könne zeitweise nur ein Notdienst für akute Kindswohlgefährdungen aufrechterhalten werden – für die präventive Arbeit mit Familien sei keine Zeit. „Die fallen dann hinten runter“, so Bertele. Ein höheres Gehalt könne helfen, den öffentlichen Dienst und gerade den sozialen Bereich als Arbeitgeber für junge Leute wieder interessanter zu machen.
Stadt soll mehr tun
Das glaubt auch Kristina Hayden, Erzieherin in der Freizeitstätte in Kreyenbrück. „Die unbezahlte Ausbildung für unseren Beruf muss abgeschafft werden“, fordert sie. Sie wünscht sich, dass sich auch die Stadt Oldenburg mehr für dieses Thema einsetzt.
„Man kann nicht alles auf die Landespolitik schieben“, wird sie dabei von Heike Boldt, Gewerkschaftssekretärin von Verdi, unterstützt. „Die Stadt hat Möglichkeiten, auch selbst aus dem eigenen Topf für die Leistungen zu bezahlen, zum Beispiel beim Einsatz von Drittkräften in Kitas nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes“, sagt sie. Das sei durch das Gute-Kita-Gesetz des Landes Niedersachsen gedeckt und würde in umliegenden Landkreisen teilweise auch so gehandhabt.
