Oldenburg - Dass hier vor einigen Tagen eine Explosion stattgefunden hat, lässt sich am Freitagnachmittag im Oldenburger Famila-Markt nur noch erahnen. Der Bereich, der am Montagmorgen noch wie ein Trümmerfeld aussah, ist hinter dunklen Folien verborgen. Ein großes Loch in der abgehängten Decke ist ein weiterer Hinweis auf die Wucht der Explosion, bei dem unter anderem zwei Geldautomaten und ein Kontoauszugsdrucker zerstört beziehungsweise beschädigt worden sind.

Der Markt selbst ist seit Dienstag wieder geöffnet. Kunden könnten ganz gewohnt wieder ihren Einkauf erledigen, heißt es in einer Mitteilung der J. Bünting Beteiligungs AG auf Anfrage unserer Redaktion. Das Unternehmen teilte weiter mit, dass derzeit Reparaturarbeiten im Bereich des Tatortes laufen. Über die Höhe des Sachschadens könne derzeit jedoch noch keine Auskunft gegeben werden. Sicher sei jedoch, dass das Gebäude selbst keine Schäden aufweise und sicher sei.

Ob zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein Geldautomaten-Service in dem Markt angeboten werde, sei noch nicht klar. Derzeit laufe eine interne Prüfung. Die Oldenburgische Landesbank teilte mit, dass sie noch keine konkreten Angaben zu dem Fall machen könne. Es werde aber auch von dieser Seite und in Absprache mit Bünting geklärt, ob künftig wieder Geldautomaten aufgestellt werden.

In der Nacht von Sonntag auf Montag hatten unbekannte Täter die vorhandenen Geldautomaten gesprengt und waren mit einem Teil des Geldes aus dem Inneren der Geräte entkommen. Es war das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass die Geldautomaten das Ziel von Dieben waren. Im November des vergangenen Jahres hatten ebenfalls unbekannte Täter zwei Automaten an gleicher Stelle aufgebrochen, konnten aber keine Beute machen. Die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg und die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt in dem Fall, machen aus ermittlungstaktischen Gründen aber keine genaueren Angaben zum Stand der Ermittlungen.

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Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg