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Wandel in der Oldenburger Innenstadt Haarenstraße erhält nächsten Neubau – Küchenstudio im Herbartgang

Hier ist der Abriss geplant: Die neuen Eigentümer wollen an der Stelle des früheren Betten Zierrath und Sport Mohr einen Neubau errichten.

Hier ist der Abriss geplant: Die neuen Eigentümer wollen an der Stelle des früheren Betten Zierrath und Sport Mohr einen Neubau errichten.

Torsten von Reeken

Oldenburg - In die Haarenstraße wird weiter investiert: Gegenüber dem Komplex, der auf dem ehemaligen Carl Wilh. Meyer-Gelände entsteht, sollen im Anschluss Bagger und Baukräne für das nächste Projekt anrollen. Die Cousins Richard Zierrath und Horst Kalass, denen das Doppelhaus aus dem Jahr 1880 gehört, haben das Gebäude an die Beteiligungsgesellschaft Lumaris Deutschland GmbH verkauft (Bremen/Ritterhude).

Das sind die Pläne

Geschäftsführerin Iris Schäfer sagte auf Anfrage: „Wir wollen das Gebäude abreißen lassen.“ Es sei in dieser Form für neue Nutzungen weder substanziell noch von der Aufteilung geeignet. Für den Neubau sind im Erdgeschoss erneut zwei Ladenflächen geplant – mit 145 und 230 Quadratmeter Größe. Oben sollen acht Wohnungen entstehen. Anders als im Neubau, der gerade gegenüber entsteht und 121 Mietwohnungen von knapp 40 Quadratmeter vorsieht, sind hier größere Mietwohnungen geplant – „mehrere von 90 bis 100 Quadratmeter Größere und weitere von 127 und 132 Quadratmetern mit einer guten Ausstattung“, so die Lumaris-Geschäftsführerin. Die Planungen liegen beim Oldenburger Architekturbüro Angelis & Partner. Bislang gibt es nur eine erste Studie, wenn die Stadt grünes Licht gibt, soll nach Möglichkeit noch im ersten Quartal 2023 begonnen werden. Die Anträge sollen demnächst auf den Weg gebracht werden. Der Abschluss des Neubaus gegenüber ist für April 2023 vorgesehen, in jedem Fall aber fürs Frühjahr.

Die aktuellen Ladenflächen im Erdgeschoss sollen vor dem Abriss so lange wie möglich bespielt werden, damit an dem Nadelöhr Betrieb herrscht, hatte Miteigentümer Horst Kalass angekündigt. Wo früher Zierrath und Sport Mohr und später Jack Wolfskin, Biwak City und auch das Brautmoden-Studio „Trau Dich“ waren, sind jetzt – als Gewinner eines Gründungswettbewerbs der Stadt und unterstützt von der Wirtschaftsförderung – Bina Wirth und Florian Schön mit „claus + claus“ und Möbeln fürs Büro, außerdem Sina Longman mit „Eco Zeena“ (nachhaltige Kosmetik- und Haushaltsprodukte) und „Naturewaves“ (fair gehandelte Wohn-Accessoires). Der Vertrag soll mindestens bis Ende des Jahres laufen. Im ehemaligen „Trau dich“ stellt der Fotograf Holger Harms aus.

1909 hatte der Kaufmann Richard Zierrath das Weißwarengeschäft von August Bruhn in der Haarenstraße 54 übernommen. Als es zu klein wurde, kam das Nachbarhaus Haarenstraße 55 von Bäckermeister Ludwig Harms dazu, der in die untere Haarenstraße umzog (heute „Die Form“-Damenmode von Ulla Sklorz). Anfang der 30er-Jahre wurden beide Häuser zusammengeführt. Nach dem Tod des Gründers führten zuerst dessen Kinder und Schwiegersohn das Textilgeschäft weiter. 1976 wurde daraus dann „Zierrath – Betten und Wäsche“. Im Nebenhaus befand sich von 1976 bis 2004 das Sporthaus Mohr.

Küchen im Herbartgang

Möbel Buss hat im Herbartgang auf der ehemaligen Du-Nord-Fläche ein Küchenstudio eröffnet. Auf zwei Ebenen werden moderne Küche gezeigt. „An vier besonderen Küchen werden alle Möglichkeiten für verschiedene Platzsituationen und Wohnkonzepte präsentiert“, sagt Buss-Marketing-Chef Oliver Haß. Neben der buss eigenen Marke Wert-Küchen, kommen Hersteller wie Bora, Miele oder Quooker zum Einsatz. Das Augenmerk liege auf der Beratung, sagte Haß, die im Möbelhaus am Oldeweg auf weitere 66 Küchen erweitert werden könne.

Bei Beratung und Planung soll es im Herbartgang nicht bleiben. „Dieser Ort bietet viele Möglichkeiten der Kooperation. Die Liebe zum Kochen und die Liebe zur Innenstadt teilen wir mit vielen Oldenburgern. Daher wird es auch kleine und feine Events in Zusammenarbeit mit der umliegenden Nachbarschaft wie der Schmitz Brasserie und Oldenburger Köchen geben“, kündigte Haß an.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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