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Initiative betont gesellschaftliche Bedeutung Neubau in Donnerschwee für Fans alternativlos

David Albrecht (links) und Jost Glaeseker setzen sich seit 2014 für den Bau eines neuen Stadions in Oldenburg ein.

David Albrecht (links) und Jost Glaeseker setzen sich seit 2014 für den Bau eines neuen Stadions in Oldenburg ein.

Thomas Husmann

Oldenburg - Ein Fußballstadion hat für David Albrecht und Jost Glaeseker von der Initiative Nordweststadion einen hohen sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Wert. Es hat über alle Altersgruppen, sozialen Schichten und ethnischen Wurzeln hinweg einen gemeinsamen Wert für die Menschen, die dort hingehen, es besuchen, um Freunde zu treffen und Emotionen gemeinsam auszuleben. Fußball verbindet, er behält mit einem modernen Stadion auch für die Zukunft einen Wert für die Region und die Stadt und nicht an erster Stelle für den Verein, der darin spielt, sagen die beiden Fußballanhänger.

2014 gegründet

Albrecht (35) und Glaeseker (49) von der 2014 gegründeten ehrenamtlichen Initiative sehen in der laufenden Diskussion um den Neubau eines Stadions zu sehr den Profisport und den VfB Oldenburg in den Mittelpunkt gerückt. Dabei bietet sich der Stadt mit dem Bau ihrer Meinung nach die einmalige Gelegenheit, dem Spitzensport an einer Stelle eine Heimat zu bieten. Die Bundesliga-Handball-Frauen vom VfL Oldenburg spielen in der kleinen EWE-Arena, die EWE Baskets in der großen.

Ein Fußballstadion in unmittelbarer Nachbarschaft würde das Quartier zu einem Markenzeichen für die Stadt und zum Aushängeschild machen, sind sich die beiden sicher – und Donnerschwee aufwerten.

Einem alternativen Standort am Stadtrand sehen sie kritisch. Der damit verbundene Flächenverbrauch durch die zusätzliche Versiegelung von Flächen und die durch die relativ weiten Entfernungen aus der Stadt heraus erzeugten Kraftfahrzeugverkehre sprächen dagegen. Fußball sei zudem ein Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Er gehöre ins Zentrum der Stadt, wenn sich wie in Oldenburg neben den Weser-Ems-Hallen die Gelegenheit dafür biete.

Anforderungen erfüllen

Das Marschwegstadion erfüllt die Anforderungen, die der DFB stellt, nicht.

Lassen sich eine fehlende Flutlichtanlage, Rasenheizung oder andere technische Defizite ausgleichen, sind die Sicherheitsbedenken der Polizei, fehlende Parkplätze rund ums Stadion und vor allem das Verbot von Anstoßzeiten nach 18.30 Uhr nach Einschätzung der Initiative Argumente, die einen zukünftigen Spielbetrieb in dem mitten in einem Wohnviertel liegenden Stadion ausschließen.

Positive Effekte

Als Beispiel für einen positiven Effekt, den ein modern ausgebautes Stadion mit sich bringt, führt die Initiative Jahn Regensburg an. Dort lag der Zuschauerschnitt in der 3. Liga vor dem Neubau bei 3500, nach dem Neubau bei 6500 (trotz Abstiegs in die 4. Liga) und aktuell bei 10 500 (2. Liga). „Fußball als Zuschauer/-innensport ist im soziokulturellen Wert für eine Gesellschaft ebenso bedeutend wie eine vielfältige Theaterlandschaft, Konzert-Locations oder Museen“, sagen Albrecht und Glaeseker.

Und weiter: „Die Baumaßnahme schafft Aufträge in Zeiten nachlassender Konjunktur. Ein neues Stadion mit Sichtbarkeit von der Bahnstrecke aus gibt der Stadt ein Gesicht, ein weiteres Wahrzeichen.“

So könnte es aussehen. Über ein neues Stadion wird in Oldenburg schon lange diskutiert.

STADION-DEBATTE IN OLDENBURG Neues Stadion für Oldenburg ist bereits seit Jahren Thema – Eine Chronologie

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Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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