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Neurologie-Abteilungen im Nordwesten Neun Krankenhäuser stehen zusammen – einige klagen

Auch wenn einige Mitglieder des Neurovaskulären Netzwerks Nord-West nicht gegen neue Neurologie-Abteilungen in der Region klagen, tragen alle die rechtlichen Schritte mit.

Auch wenn einige Mitglieder des Neurovaskulären Netzwerks Nord-West nicht gegen neue Neurologie-Abteilungen in der Region klagen, tragen alle die rechtlichen Schritte mit.

dpa

Oldenburg - Die neun Mitglieder des Neurovaskulären Netzwerks Nord-West stehen fest zusammen bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber zusätzlichen Neurologien. Das betonen sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Rechtliche Schritte

Gegen die Bewilligung entsprechender Abteilungen im Klinikum Leer werden im Klinikum Emden und in der Ammerland-Klinik in Westerstede rechtliche Schritte eingeleitet – gleiches gilt für die Mediclin Hedon Klinik in Lingen, wo eine Klage gegen die geplante neurologische Fachabteilung im Bonifatius-Hospital Lingen zu erwarten ist. Das Krankenhaus Ludmillenstift in Meppen wird gegen beide Bescheide Klage erheben.

Hier könnten Fachkräfte knapp werden, wenn in Leer eine Neurologie entsteht: das Klinikzentrum Westerstede.

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Die im Neurovaskulären Netzwerk Nord West zusammengeschlossenen Kliniken sind durch die regional unterschiedlichen Zuweisungen von Schlaganfallpatienten nicht in gleicher Weise von der Entscheidung der niedersächsischen Gesundheitsministerin Daniela Behrens betroffen. Deshalb werden nicht alle für ihre Klinik rechtliche Schritte einleiten. So auch das Evangelische Krankenhaus (EV) in Oldenburg nicht. Es besteht aber eine breite Unterstützung für diesen Weg.

„Gemeinsam handeln“

EV-Vorstand Dr. Alexander Poppinga kritisiert die Entscheidung für neue Neurologie-Abteilungen in der Region.

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„Es geht hier nicht um kleinteilige lokale Interessen“, betont EV-Vorstand Dr. Alexander Poppinga. „Wir haben uns vor Jahren überregional zusammengeschlossen, um für den ganzen Nordwesten die vorhandene eng vernetzte Versorgung zu sichern und dauerhaft zu erhalten. Wir werden gerade jetzt weiter gemeinsam handeln, weil wir aus medizinischen Gründen die beschlossene Atomisierung der Versorgungslandschaft ablehnen.“ Das gegenseitige Abwerben der begrenzt verfügbaren Fachkräfte werde alle Kliniken schwächen.

Gegen Rat von Experten

Es sei weiterhin kein inhaltliches Argument für weitere neurologische Betten genannt worden, so Claus Eppmann, Sprecher der Geschäftsführung der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden. „Wir bedauern sehr, dass sich die einhellige Meinung der Experten auf der Ebene der politischen Entscheidungen nicht durchsetzen konnte und wir nun mit dem Ziel einer weiterhin gut funktionierenden Versorgung der Schlaganfallpatientinnen und -patienten im Nordwesten den Weg der Klage einschlagen müssen.“ Kritisiert wird, dass die Landesgesundheitsministerin gegen den Rat von Experten den beiden Kliniken die Einrichtung einer Neurologie erlaubt hat.

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