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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Stadt Oldenburg Kündigt Pächterin: Noch ist der letzte Kaffee im Artcafé nicht getrunken

18.01.2017

Oldenburg Großer Wirbel um die Kündigung der Pächterin des Museumscafés im Stadt- und Janssen-Museum: Seit Tagen gibt es Sympathiebekundungen in den sozialen Netzwerken für Tima Dittert, am Dienstagabend wurde das Thema per Dringlichkeitsantrag von Grünen und FDP auf die Tagesordnung des Kulturausschusses gehievt, der im Alten Rathaus vor viel Publikum tagte.

Ratsherr Kurt Bernhardt (Grüne) sagte in seiner Begründung, er könne nicht zu 100 Prozent nachvollziehen, warum die Stadt Tima Dittert als Pächterin zum 30. April gekündigt habe. Seinem Eindruck zufolge habe das Museum immer Vorrang gehabt und Termine seien abgesprochen worden. „Man darf annehmen, dass sich bei den Besucherzahlen des Stadtmuseums ein reines Bistro als Existenzgrundlage schwierig darstellt“, meinte er. Man wolle schließlich auch kein Café mit Fertigprodukten.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann haben Stadt und Pächterin unterschiedliche Vorstellungen über die Entwicklung des Artcafés entwickelt. Dabei gehe es nicht um Differenzen mit Blick auf die Qualität. „Das Bistro ist kein Restaurant-Veranstaltungslokal mit musealer Kulisse“, erklärte er und verwies überdies auf die Neukonzeption des Stadtmuseums, bei der man neue Wege gehen wolle. Die Trennung von Frau Dittert sei allerdings keiner kurzfristigen Entwicklung geschuldet.

Dass es offenbar auch um personelle Querelen im Museum und vertragsrechtliche Punkte geht, ließ die Vertagung in den nichtöffentlichen Teil des Ausschusses vermuten, zumal auch Dr. Andreas von Seggern als Leiter des Stadtmuseums darauf hindeutete.

Pavel Möller-Lück, Chef des Theaters Laboratorium und beratendes Mitglied im Kulturausschuss, erinnerte an das einst mit viel Verve im PFL betriebene Café, das dann verwaiste. „Es ist immer das gleiche Spiel: Wenn jemand etwas mit viel Herzblut betreibt, fühlen sich andere gestört.“ Er riet beiden Parteien, doch noch einmal miteinander zu reden, ob man nicht „Dehnungsfugen für eine Vereinbarung“ finden könne. Er befürchtete, dass nach der Kündigung „das große Nichts“ im Museum folgen werde.

Der Oberbürgermeister ist überzeugt davon, dass man einen Pächter finden kann, der das Museumscafé als Bistro wirtschaftlich führen kann, was Pächterin Tima Dittert, die während der Sitzung als Zuschauerin im Saal saß, mit einem gegenteiligen Statement als Einwurf quittierte.

Sie ist überzeugt davon, dass die Kündigung nicht haltbar ist. Schließlich habe ihr die Leiterin der städtischen Museen, Dr. Nicole Deufel, bereits Veranstaltungen für den Sommer 2017 schriftlich gebilligt. Eine Entscheidung dazu gab es am Dienstagabend nicht.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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