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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

„xavier“ Und Seine Folgen: Land unter in der Region

06.10.2017

Nordwesten Sturm „Xavier“ sorgte für Schwerstarbeit bei den Rettungskräften im Nordwesten. Insgesamt über 1600 Einsätze verzeichneten die Retter am späten Donnerstagnachmittag. Laut Großleitstelle rückte die Feuerwehr rund 300 Mal pro Stunde aus.

Bahnstrecken gesperrt

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein bis auf weiteres ein, teilte das Unternehmen mit. Ursache waren auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume, die einen durchgehenden Bahnverkehr unmöglich machten. Auf offener Strecke befindliche Züge versuchten, noch den nächsten Bahnhof zu erreichen.

Die Nordwestbahn stellte ebenfalls aufgrund der Wetterlage den gesamten Zugverkehr ein. Betroffen sind alle vier Regio-S-Bahn-Linien sowie das Weser-Ems-Netz.

Fährverkehr eingeschränkt

Das Sturmtief „Xavier“ behindert weiterhin den Fährverkehr zu den Nordseeinseln. Fünf Katamaran-Verbindungen nach Borkum wurden am Donnerstag abgesagt, dafür sollten drei zusätzliche Fährabfahrten eingerichtet werden, teilte das Fährunternehmen AG Ems mit. Auch im Schiffsverkehr mit Norderney und dem Fährverkehr nach Wangerooge wurden Einschränkungen erwartet. Wegen erwarteter hoher Wasserstände wurden für den Freitag bereits mehrere Verbindungen nach Wangerooge abgesagt.

Einsatzkräfte im Nordwesten vorbereitet

Mit kräftigem Regen kündigte sich das Sturmtief an, das am Donnerstag über Norddeutschland hinwegziehen soll. Polizei und Feuerwehr zufolge gab es am Morgen noch keine wetterbedingten Einsätze. Die Einsatzkräfte seien aber auf das Tief vorbereitet. Autofahrer sollten sich aber auf Aquaplaning einstellen.

Der Deutsche Wetterdienst warnte vor orkanartigen Böen im kompletten Landesgebiet von Niedersachsen und in Bremen zwischen 8 Uhr morgens und 16 Uhr. Im gesamten Verbreitungsgebiet der „Nordwest-Zeitung“ kam es durch „Xavier“ zu Sturmschäden.

Abgebrochener Kran in Wilhelmshaven. Foto: 261News / Andre van Elten

Auch in Wilhelmshaven zeigte der Sturm seine ganze Stärke. Hier kippte ein Kran von der Niedersachsenbrücke durch den enormen Wind in die Jade.

Unwetterkarte mit Warnstufen auf NWZonline

Oldenburger Feuerwehr im Dauereinsatz

An der Haareneschstraße, am Schramperweg, Schmälkamp, Sprungweg, Hochheider Weg und vielen weiteren Straßen auf Oldenburger Stadtgebiet sind Bäume reihenweise umgekippt. Polizei und Feuerwehr sind im Dauereinsatz, räumen Bäume von den Straßen und lösen gefährliche Situationen - bitten gleichermaßen um Verständnis, nicht überall gleichzeitig sein zu können.

In der Feuerwache wurde derweil die Führungsstelle ausgebaut, hier hatte die Leitstelle in der Koordinierungsarbeit unterstützt. Mehr als 30 Einsätze zeitgleich waren um 14 Uhr gemeldet, insgesamt standen rund 200 Einsätze für die Retter unterm Strich. Und auch am späten Nachmittag sind noch nicht alle vollends abgearbeitet. Mehr als 110 Kräfte von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz, auch das THW und Mitarbeiter der Stadt halfen kräftig mit.

Für diesen Donnerstag sind auch alle städtischen Sportplätze gesperrt worden. Die Platzsperre gilt auch für die städtischen Kunstrasenplätze. Sofern nichts anderes mitgeteilt wird, können die Plätze am Freitag, 6. Oktober, wieder genutzt werden.

Auf dem Kramermarkt wurden derweil zahlreiche Fahrgeschäfte zurückgebaut - eine Vorsichtsmaßnahme. Diese Sicherheitsvorkehrungen sorgten auch dafür, dass der Kramermarkt erst um 16 Uhr wiedereröffnet.

Kramermarkt-Parkflächen reduziert

Weitere Problemchen schließen sich nach dem Sturm an: Vor dem Abschluss-Wochenende des Kramermarktes werden Parkflächen rund um die Weser-Ems-Hallen knapp. Ein Teil der ausgewiesenen Stellflächen ist aufgrund der Wetterlage aufgeweicht und steht nicht zur Verfügung. Es wird jedoch mehrfach am Tag geprüft, ob Flächen wieder zum Parken freigegeben werden können. Die Stadtverwaltung empfiehlt Oldenburger Gästen dringend, auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen oder das Fahrrad zu benutzen. Auswärtige Besucherinnen und Besucher werden gebeten, entweder mit der Bahn anzureisen oder Fahrzeuge auf den kostenlosen Großparkplätzen am Oldenburger Autobahnring abzustellen und den Linienverkehr zu nutzen.

Kostenfreie Park + Ride-Plätze stehen am Prinzessinweg, am Westfalendamm, am Marschweg und an der Landwehrstraße zur Verfügung. Weitere Parkflächen gibt es unter der BAB an der Bloherfelder Straße und an der Ammerländer Heerstraße. Zudem kann auf öffentlichen Parkflächen und in Parkhäusern im Bereich des Wallrings geparkt werden.

Vom Hauptbahnhof und vom ZOB aus kann das Gelände des Kramermarkts in nur wenigen Gehminuten erreicht werden. Die Busse der VWG fahren auf allen Linien im dichten Takt bis ca. 24 Uhr. Während des Kramermarkts werden zusätzlich zu den Linien 314 und 323 die Linien 306 und 310 ab 13 Uhr bis zur Kramermarktshaltestelle „Weser-Ems-Halle“ verlängert.

Für die Parkfläche P2 auf dem Agravis-Gelände (Zufahrt von der Wehdestraße) besteht in der Zeit ab 13 Uhr bis zum jeweiligen Marktende ein Shuttleservice. Vom Agravis-Gelände pendelt der Shuttlebus zur Haltestelle Kramermarkt Nord am Osteingang des Marktgeländes und zurück. Das Parkticket ist automatisch auch Fahrschein für den Shuttlebus.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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