Ofenerdiek - Wann und wie geht es mit der Stadtteilentwicklung in Ofenerdiek weiter? Diese Frage stellt die CDU-Ratsfraktion in ihrem Antrag für die Mai-Sitzung des Oldenburger Bauausschusses. Denn auch vier Jahre nach dem Stadtteilworkshop, der im Oktober 2017 stattgefunden hat und in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen zur Aufwertung des Ofenerdieker Ortsmittelpunktes eingebracht hatten, stockt die Planung erheblich. „Auf unsere Anfrage im November 2019 teilte die Verwaltung im Bauausschuss mit, eine Ergänzung der Rahmenplanung bis Mitte 2020 vorlegen zu wollen“, blickte Fraktionschef Olaf Klaukien zurück.
Passiert ist bislang allerdings nichts, wie auch der Bürgerverein Ofenerdiek in dieser Zeitung kritisierte. Laut Verwaltung soll die Variantendiskussion mit der Deutschen Bahn zum möglichen Umbau des Übergangs Am Stadtrand abgewartet werden. Lösungen liegen diesbezüglich aber noch nicht vor.
„Der CDU-Fraktion ist bewusst, dass die Weiterentwicklung des Stadtteils eng an diese Frage gekoppelt ist“, sagte Dr. Esther Niewerth-Baumann, Fraktionsvorsitzende und Ratsfrau im Stadtbezirk Nordost: „Dennoch darf die Entwicklung im Stadtteil dadurch nicht blockiert werden.“
Auch Hendrik Klein-Hennig, CDU-Stadtbezirksvorsitzender für den Stadtnorden, blickt mit Unverständnis auf die Äußerungen des Oldenburger Stadtplanungsamtes zur Einzelhandels- und Bahnsituation in Ofenerdiek: „Das Stadtplanungsamt behauptet, dass die ausstehende Entscheidung über den Umbau des Bahnüberganges weitere Planungen im Stadtteil verzögern würde. Für mich ist jedoch klar, dass zum ‚Verzögern‘ immer zwei gehören: Einer, der ausbremst, und einer, der sich ausbremsen lässt.“
Klein-Hennig lässt zudem die Corona-Pandemie nicht als Grund gelten, sämtliche Planungen vorerst einzustellen. „Es ist Zeit, dass der Oberbürgermeister den Bahnübergang und die Stadtteilentwicklung in Ofenerdiek zur Chefsache macht“, so Klein-Hennig.
