Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Heinrich-Kunst-Haus Werke vom vergessenen Oldenburger Künstler nun in Ausstellung

Eilert Freese
Ein Selbstporträt von Ocko Schmidt

Ein Selbstporträt von Ocko Schmidt

Ofenerfeld/Oldenburg - Begonnen hat alles mit 14 hervorragenden Federzeichnungen von Oldenburger Häusern und Sehenswürdigkeiten, die Michael Heckes vom Heinrich Kunst Haus Anfang des Jahres aus einer Haushaltsauflösung übernommen hatte. Die Werke konnten zunächst keinem Künstler zugeordnet werden. Die Signatur war schwer zu entziffern. Mit einigem Wohlwollen ließ sich der Name Ocko entziffern. Ein Hilferuf in der Nordwest-Zeitung half im August auf die richtige Spur.

Über 70 Original-Werke

Aufwändige Nachforschungen haben nunmehr zu der Gewissheit geführt, dass es sich bei dem Schöpfer dieser Federzeichnungen um den in Oldenburg wohnhaft gewesenen und (fast) vergessenen Künstler und Werbegrafiker Ocko Wilhelm Schmidt handelt. Der Verein Begegnungsstätte Heinrich Kunst will nun diesen bedeutenden Fund der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die und 70 Original-Werke – viele Federzeichnungen aber auch Aquarelle – sind am Sonntag, 28. November, von 11 bis 17 Uhr im Heinrich Kunst Haus, Sandweg 22, in Ofenerfeld zu sehen.

Die Ausstellung soll an den Künstler Ocko Wilhelm Schmidt erinnern und auf diese Weise vor dem Vergessen bewahrt werden. Der Künstler und Werbegrafiker wurde am 27. Februar 1911 als Sohn des Sekretärs Ocko Julius Schmidt und dessen Ehefrau Frauke Schmidt in Rio Grande Do Sul/Brasilien geboren. Er hatte großes zeichnerisches Talent.

Im Alter von 15 Jahren schuf er bereits perspektivisch gelungene sehenswerte Zeichnungen und Aquarelle. Wann und aus welchen Gründen er mit seinen Eltern Brasilien verließ, ist derzeit nicht bekannt.

Oldenburger Adressen

Viele vorliegende Arbeiten belegen, dass Schmidt sich einige Zeit auf Wanderschaft begeben hat und unterwegs zahlreiche Skizzen anfertigte. Bevor er in Oldenburg sesshaft wurde, erkundete er die Welt. Auch während dieser Studienreisen entstanden Zeichnungen und Aquarelle in Portugal, Italien und Venedig.

Mit seiner Mutter reiste er von Bremen aus mit dem Dampfer „Yorck“ nach New York. Ab 1949 bewohnte er die Lindenallee 28 in Oldenburg. Sonnenstraße, Tannenstraße und Nedderend waren weitere Adressen von Ocko Schmidt.

Es gibt Hinweise, dass er 1959 Leningrad besucht hat. Im Verlaufe seines künstlerischen Lebens fertigte Ocko Schmidt Werbegrafiken für zahlreiche bekannte Firmen, wie „Schmidt’s Lesemappen“, die damalige Kuchenfabrik Brokat in Oldenburg sowie dem Erdbeerhof Köster in Ofen an. Herausragend sind seine Federzeichnungen mit Ansichten von Oldenburg, die er unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges verkaufte oder gegen Lebensmittel eintauschte.

Ocko Schmidt nahm nach bisherigen Erkenntnissen nur an einer Ausstellung teil, und zwar in der Galerie Schwoon in Oldenburg, mit dem Titel „Kunst im Dienste der Wirtschaft“. Ein zweites Mal trat er am 26. August 1955 mit einem berufskundlichen Vortrag an die Öffentlichkeit: in „Die Brücke“ in Oldenburg. Der Künstler und Grafiker Ocko Wilhelm Schmidt starb am 20. August 1993 in Oldenburg.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover