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Begegnungen In Oldenburg Viel mehr als ein leckeres Frühstück

Ohmstede - Im Jetzt leben, den Tag nutzen, an andere denken, aber auch an sich: leicht gesagt, schwer getan. Mancher sucht sein Heil auf dem Pilgerweg und „ist dann mal weg“. Andere sagen genau das Gegenteil: „Ich bin dann mal da! Achtsam leben.“ So hieß am Samstag das Thema beim „Frühstückstreffen für Frauen“.

Seit 1989 in Oldenburg

Mehr als 200 Frauen trafen sich im schön dekorierten Saal des Müggenkrug an der Elsflether Straße zu diesem besonderen Frühstück, das wieder einmal im ehrenamtlichen Engagement von Frauen aus verschiedenen christlichen Kirchengemeinden vorbereitet worden ist. Entstanden ist die Bewegung der Frühstücks-Treffen für Frauen 1983 in der Schweiz. Seit 1989 gibt es das Forum auch in Oldenburg. Es bietet seit fast 30 Jahren mehr als ein leckeres Frühstück: ausgewählte Musikbeiträge, stets einen lebensnahen Vortrag sowie interessante Begegnungen und Gespräche.

Diesmal ging es um Achtsamkeit in allen Lebenslagen: „In der heutigen schnelllebigen Zeit eine wichtige Basis für ein zufriedenes, glückliches Leben“, das machte die Referentin Edelgard Jenner aus Reinbek bei Hamburg in ihrem Vortrag auf anschauliche, humorvolle Weise deutlich. Es sei wichtig, den Alltag für die Freude, für das Glück zu öffnen, immer wieder Pausen einzulegen und innezuhalten. Die innere Einstellung spiele dabei eine große Rolle und es lohne sich, diese zu überprüfen und dann eventuell die Sichtweise zu ändern. „Wir haben nicht alles in der Hand, sind aber beteiligt am Glück unseres Lebens.“

Schlüssel zum Glück

Dankbarkeit sei der Schlüssel zum Glück und auch zur Gesundheit. Nicht immer mehr haben wollen, schauen was die anderen haben und erreichen, sondern dankbar sein für das, was ich habe. Nichts sei selbstverständlich. „Das Gute beachten und achtsam damit umgehen.“

Leben im Hier und Jetzt, nicht auf Vorrat leben! Viele leben nach dem Motto „Wenn ich erst mal das oder das geschafft habe, dann...“ oder „Wenn die Kinder groß sind, dann...“ oder „Wenn erst mal Weihnachten vorbei ist, dann...“ Edelgard Jenner gab zu bedenken, dass dann auch schon wieder eine Lebensspanne unseres kostbaren Lebens vorbei sei. Das Leben finde heute statt.

Tun mit Sinn füllen. Der Mangel an Sinn sei ein großer Hemmschuh für ein glückliches Leben. Freude, Zufriedenheit, ja sogar Glück bringe es, sich mit einer positiven Einstellung und von ganzem Herzen zu engagieren und seine Begabungen sowie Fähigkeiten einzusetzen.

Ballast abwerfen, sowohl äußerlich als auch innerlich. Manchmal müsse man bestimmte Erwartungen an sich selbst oder an andere loslassen. Bei zu hohen Erwartungen seien Enttäuschungen oft vorprogrammiert.

Zum Schluss regte Edelgard Jenner an, der Achtsamkeit Gottes zu vertrauen. Seine Wertschätzung stehe über unserem Leben und mache es einmalig und kostbar. Als Leitsatz empfahl sie: „Mehr als alles hüte dein Herz, denn davon geht das Leben aus.“

Konkretes für zu Hause

Zwischendurch war Zeit für die Gäste, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema auszutauschen. Diese Gelegenheit wurde in intensiven Gesprächen ausgiebig genutzt. Am Ende dieses Vormittags nahmen sie konkrete Anregungen für ein achtsameres Leben mit nach Hause.

Beim nächsten Mal, zum 30-jährigen Bestehen des Frühstückstreffens in Oldenburg, soll es nicht minder interessant zugehen. „Das Karussell in meinem Kopf – Wege aus der Grübelfalle“ heißt das Thema am 23. März 2019.

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