Oldenburg - Und plötzlich gab’s kein Telefon und Internet mehr: Für Horst-Dieter Kiel (79) aus der Antonstraße in Eversten war der 2. Dezember der letzte Tag, an dem er sein Internet nutzen beziehungsweise telefonieren konnte. An diesem Tag durchtrennten Arbeiter bei der Verlegung eines Glasfaserkabels die Leitung. Seitdem bemüht sich der Rentner darum, dass der Anschluss repariert wird, vergeblich.

Der 79-Jährige fühlt sich abgewimmelt. Bei der EWE bekam er die Auskunft, mindestens vier Wochen auf die Reparatur warten zu müssen. Die Arbeiter der Firma, die die Kabel verlegen, fühlten sich nicht zuständig, sondern verwiesen an die EWE Netz. Die Leitung gehört der Deutschen Telekom, teilte die EWE Netz auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

„In diesem konkreten Fall hat die Deutsche Telekom zurückgemeldet, dass bis zu 30 Tage vergehen können, bis die Reparatur durchgeführt werden kann. In der Regel vergeht aber nicht so viel Zeit und die Reparaturen finden innerhalb weniger Tage statt“, erklärte Tim Bunjes, Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG, mit. Das Unternehmen hat der Technikniederlassung der Telekom in Oldenburg den Fall noch einmal vorgelegt und darauf hingewiesen, dass eine zeitnahe Reparatur der Leitung unerlässlich ist. Bunjes: „Wir gehen davon aus, dass die Nachbesserung nun zeitnah stattfindet. Die EWE konnte mittlerweile eine Rufumleitung auf das Mobiltelefon des Kunden umsetzen.“

Die Mitarbeiter des Unternehmens, die das Glasfaserkabel in Eversten verlegen, sind auch an der Hundsmühler Straße einem Anlieger unangenehm aufgefallen. Der sah vor wenigen Tagen, dass seine Auffahrt im Bereich des Fußweges ohne Vorankündigung gesperrt und ein Schacht ausgehoben worden war. Erst nach einigem Protest sorgten die Arbeiter dafür, dass der Mann die Baustelle mit seinem Auto passieren konnte.

In dem Bereich werden seit zweieinhalb Jahren Kabel und Leitungen verlegt. Die Pflasterung wird regelmäßig aufgerissen und dann wieder geschlossen. Zunächst war es die Hauptwasserleitung von Sandkrug nach Bloherfelde, für die gearbeitet wurde, nun wird das Glasfaserkabel verlegt.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg