Oldenburg/Amsterdam - Eigentlich wollte der Organisator der Oldenburger Schokofahrten Dieter Hannemann über Ostern mit seinem Team nach Amsterdam fahren, um dort Schokolade mit Fahrrädern emissionsfrei nach Oldenburg zu transportieren (unsere Zeitung berichtete). Doch die Corona-Pandemie machte dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Denn Fahrrad-Reisen über die Landesgrenze hinaus waren nicht ohne weiteres möglich.

Um das Projekt vernünftig zu beenden, war eine letzte Schokofahrt für Oldenburg geplant. So sollte es eine Express-Tour geben, mit 200 Kilometern am Tag, und eine gemütliche Fahrt an einem Wochenende, mit 100 Kilometern pro Tag. Beide Touren wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Deshalb setzte das Team der Oldenburger Schokofahrten auf einen Plan B: „Die Schokolade wird in diesem Frühjahr mit einem Elektrofahrzeug an einen Umlade-Punkt bei Liegeradfreunden in Haren gebracht und dann mit unseren Fahrrädern nach Oldenburg transportiert“, sagt Schokofahrerin Hanna Brunkhorst. Bundesweit sind es 17 000 Tafeln, die insgesamt 1445 Kilogramm wiegen. Durch das Projekt werden so pro Tafel ungefähr 30 Gramm CO 2 eingespart.

Die Tafeln kommen von den Chocolatemakers aus Amsterdam. Der Kakao wurde dabei biologisch angebaut sowie fair gehandelt und mit Hilfe des Segelschiffes „Tres Hombres“ emissionsfrei aus der Karibik nach Europa transportiert. In Amsterdam wurde der Kakao dann geröstet und conchiert, die dafür benötigten Maschinen werden durch Solarstrom betrieben.