OLDENBURG - Die IHK will einer Ikea-Ansiedlung nicht zustimmen. Sie sieht eine Schwächung der City.

Von Jasper Rittner

OLDENBURG - Der Streit um Ikea und ECE geht weiter: Nachdem die NWZ gestern vom Veto der IHK gegen das 50-Millionen-Projekt Ikea berichtete, machte SPD-Fraktionschef Rainer Zietlow dafür das „schwarz-grüne Verhinderungs-Bündnis“ verantwortlich. Gleichzeitig zeigt er sich aber in Sachen ECE kompromissbereit: „Was ECE betrifft, ist die SPD-Fraktion offen, wenn es darum geht, Fragen der Architektur und Abstände zum Schloss kritisch überprüfen zu lassen“, so Zietlow.

Hintergrund: Ohne ein ECE als Stärkung für die City wolle die IHK einem Ikea-Markt an der Holler Landstraße nicht zustimmen. Für Zietlow müsse nun schnell alles dafür getan werden, beide Projekte zu realisieren.

Der CDU-Kreisverband hingegen appellierte an die IHK, die Ikea-Ansiedlung nicht zu verzögern. Ex-Oberbürgermeister Dietmar Schütz (SPD) habe sich nicht ausreichend um eine Beteiligung der Kammern gekümmert.

Fest steht: Eine Verzögerung könnte das Aus für das Projekt mit 400 Jobs werden. Denn die Ikea-Position ist unverändert: „Wenn es Verzögerungen bis Januar gibt, werden wir unsere Pläne in Oldenburg zurückstellen“, so Ikea-Sprecherin Sabine Nold.