OLDENBURG - OLDENBURG - Die Gewerkschaft will den Streik in Oldenburg heute ausweiten. „150 bis 180 Beschäftigte der Stadt werden sich beteiligen“, sagte Verdi-Sekretär Peter Syga gestern der NWZ .

Konkret heißt das: Die bereits geschlossenen Sporthallen Flötenteich, Ofenerdiek und BBS Straßburger Straße bleiben dicht. Die Jugendfreizeitstätte Ofenerdiek ist heute (und vermutlich in den nächsten Tagen) geschlossen. Im Jugendamt und im Sozialamt werden Beschäftigte die Arbeit niederlegen.

Verdi will die Streikbeteiligung bei Hausmeistern und Reinigungskräften intensivieren – mit derzeit nicht abschätzbaren Folgen. „Wir wissen nicht, ob und wie die Stadt mit Notdiensten reagiert“, meint Syga vorsichtig.

Die Stadt will „den Schulbetrieb aufrechterhalten“, versichert ihr Sprecher Jürgen Krogmann. Das könnte unabhängig vom Sportunterricht auf Schwierigkeiten stoßen. „In den Schulen müssen wir die Toiletten täglich reinigen“, sagt Krogmann, „sonst haben wir schnell ein Problem.“ Dann werde man die Fremdreinigung vorübergehend ausweiten. Die Situation in Sozial- und Jugendamt schätzt er (wegen der dort arbeitenden Beamten) als nicht so kritisch ein.

Morgen legt die Gewerkschaft nach: In Rodenkirchen (Landkreis Wesermarsch) bitten sie zum „regionalen Kita-Tag“ (die NWZ berichtete) – mit den entsprechenden Folgen: Das Personal in Kindertagesstätten streikt. In der vergangenen Woche waren hauptsächlich die Einrichtungen Kennedystraße und Dietrichsfeld betroffen. Diesmal sollen es mehr werden.

Am Donnerstag plant Verdi eine regionale Großkundgebung in der „Harmonie“ mit bis zu 1000 Teilnehmern. An diesem Tag ist erstmals wieder (seit der Vorab-Aktion am 1. Februar) auch das Klinikum betroffen.