Oldenburg - Einen blinden Passagier hatte das Binnenschiff „Luna“ an Bord, als es in der Nacht zu Sonnabend vom Oldenburger Hafen nach Nordenham fuhr. Erst nach dem Anlegen im Midgard-Hafen wurde im riesen, leeren Laderaum ein kleiner Kater entdeckt. Nass und verängstigt hockte er in einer Ecke.
Mittlerweile ist der Ausreißer im Tierheim Nordenham untergebracht. „Störtebeker“, wie der Seeräuber, wurde der kleine Abenteurer dort getauft. Sabrina Wulff, die das Heim zusammen mit ihrem Mann Sebastian betreibt, erzählt auf Nachfrage dieser Redaktion, wie die Mieze zu ihnen kam.
Die Besatzung der „Luna“ hatte die Katze in der Morgendämmerung im knapp fünf Meter tiefen Laderaum bemerkt. Sofort war klar, das Tier muss nach dem Löschen der Ladung in Oldenburg an Bord gekommen sein. Da nicht auszuschließen war, dass sich die Katze bei dem Sprung verletzt hat, wurden von der Besatzung keine Einfangversuche unternommen.
Die Retter
Die Diagnose
Die Tierheimbetreiber baten ihren Tierarzt um einen spontanen Termin. Das Team um Dr. Frank Linneweber machte sich sofort auf den Weg zur Praxis. Sabrina Wulff erzählt von der Diagnose: „Erfreulicherweise hat der etwa drei Jahre alte Kater seinen Ausflug unbeschadet überstanden. Bei dem Tier wurde allerdings eine circa drei Wochen alte Verletzung entdeckt, die tierärztlich behandelt worden sein muss. Außerdem ist er kastriert.“
Wem gehört der Kater?
Obwohl kein Chip und keine Tätowierung vorhanden ist, gehen die Wulffs davon aus, dass „Störtebeker“ ein festes Zuhause hat. Das müsse im Raum Oldenburg sein. Wer vermisst den Kater? Wer erkennt das Tier und kann bei der Suche nach seinem Besitzer helfen. Alle Hinweise werden im Nordenhamer Tierheim,
