Oldenburg - Wie Kleidung oder Inneneinrichtung, unterliegen auch Rosen und Rosenbeete der Mode.
In ihrer Ursprungsform zum Beispiel, besaß eine Rose sieben Pentalen, also Blütenblätter. Mittlerweile gibt es Blüten mit bis zu 100 Pentalen. Aber, gibt Wesler zu bedenken, auch wenn das vielleicht auf Bildern toll aussehen mag, die Köpfe werden häufig so schwer, dass die Pflanze das Gewicht nicht mehr tragen kann und die Blüten wegknicken.
Eine Zeit lang waren zweifarbige Malerrosen sehr modern, ihre Zeit scheint aber, wie die der englischen Rosen, abgelaufen zu sein. Dabei sehen die englischen Rosen ganz toll aus, betont Wesler, doch sie haben einen Nachteil: In unserem Klima gedeihen sie nicht so gut. Gut ablesen, welche Rosen ihre Zeit prägen, lässt sich zum Beispiel an den Titeln, die spezielle Züchtungen verliehen bekommen: So wurde das weiße „Schneewittchen“, eine Floribundarose, im Jahr 1983 zur Weltrose gekürt, im Jahr 2000 errang den Titel die rote Teehybride „Ingrid Bergmann“ und die gelbe „Graham Thomas“ schmückt sich seit 2009 mit der Auszeichnung, die alle drei Jahre von der Welt-Rosen-Vereinigung vergeben wird.
War es früher üblich, vor dem Haus eine Rasenfläche mit einem Rosenbeet zu besitzen, kamen später eigens angelegte Rondelle in Mode. Heute mixt es sich wieder mehr. Die Rose darf mit ins Staudenbeet, wird aber auch in ganz gemischten Beeten mit Obst und Gemüse eingesetzt. Es sei überhaupt kein Problem mehr, Stauden und Rosen in ein Beet zu setzen und diese etwa mit Mangold zu durchmischen oder die Beete durch Erdbeerpflanzen zu begrenzen, sagt Wesler.
