• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Viele Fragen bleiben in Oldenburg offen

30.07.2019

Oldenburg Das Interesse war größer als erwartet: Weit mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger nutzten am Montagabend das Informationsangebot der Bahn zum geplanten Ausbau der Strecke Richtung Rastede.

Mehrere Stunden lang stellten sich Bahn-Fachleute an einzelnen Info-Tischen den Fragen der Besucher. An vier Tischgruppen im Foyer der kleinen EWE-Arena lagen Unterlagen zu den Plänen aus.

In Trauben standen die Besucher der Infoveranstaltung um die Tische, blätterten in Plänen und Unterlagen und versuchten, mit dem Bahn-Fachmann ins Gespräch zu kommen. Ziel des Abends war es, den Anliegern die Möglichkeit zu geben, sich über die Pläne für einzelne Straßenzüge und Gebäude oder Teile der Bahn-Planung zu informieren.

Die Organisation der Veranstaltung stieß jedoch auf Kritik. Zwar stand eine Bahn-Mitarbeiterin am Eingang zum Foyer für Fragen zur Verfügung. Besucher konnten sich jedoch keinen Überblick verschaffen, wohin sie sich wenden sollten. Es blieb unklar, ob sich die einzelnen Tische um einzelne Themen drehen, oder ob alle Fragen gleichermaßen an allen Tischen beantwortet werden konnten.

„Das ist doch keine Infoveranstaltung“, ärgerte sich beispielsweise Sabine Bley, Bahn-Anliegerin aus dem Ziegelhofviertel. „Wir sind Laien; die zeigen hier irgendwelche Pläne, die aber so nichts aussagen.“ Aus ihrer Sicht solle die Veranstaltung die Bürger beruhigen. Sabine Bley: „Ich bin entsetzt.“

Andere Besucher berichteten, sie hätten ihre Fragen stellen können. „Aber das ändert nichts daran, dass wir den Ausbau des Güterverkehrs durch Oldenburg ablehnen“, sagte eine Besucherin. Ein weiterer Besucher ging unverrichteter Dinge: „Ich habe keine Zeit, noch eine Stunde zu warten, bis ich an den Mitarbeiter herankomme. Das ist hier schlecht organisiert.“ Eine andere Besucherin beklagte, dass am Kindergarten Würzburger Straße Gefahrguttransporte „unmittelbar an den Köpfen der Kinder“ vorbeifahren. Die Stadt habe „verschlafen“, rechtzeitig für eine Umfahrungstrasse um Oldenburg herum zu sorgen. „Ich bin für die Bahn“, sagte eine weitere Besucherin. „Aber Güterzüge gehören nicht in die Stadt.“

An diesem Dienstag, 30. Juli, 17-20 Uhr, stehen Fachleute der Bahn erneut im Foyer der kleinen Arena für Erläuterungen zum Bahnausbau zur Verfügung.

 Die politischen Gremien werden sich nach Stand der Planung erst Ende August mit der neuen Entwicklung befassen. Verkehrsdezernent Sven Uhrhan stimme den Zeitplan derzeit mit dem Ausschussvorsitzenden und den Fraktionen ab, teilte ein Sprecher der Verwaltung mit. Der bisherige Sitzungskalender sieht Bahnausschuss-Termine am 28. August und 25. September sowie eine Ratssitzung am 30. September vor.
 Nach nicht bestätigten Angaben legt das Eisenbahnbundesamt die Unterlagen ab Dienstag, 17. September für zwei Wochen im Technischen Rathaus Oldenburg sowie im Rathaus Rastede aus. Nach Ablauf dieser Auslegung – also am Dienstag, 1. Oktober – gelten die Pläne als „förmlich zugestellt“. Danach beginnt die einmonatige Frist, um gegen die Pläne zu klagen.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2101
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.