Oldenburg - Nach der Ankunft ist vor dem Start: Kaum haben Nils Riesenberg und Matthias Blum ihr erstes „Radfahren für die Kultur“ beendet, da planen sie schon die nächste Benefiz-Radfahrt von Oldenburg nach Berlin. Am 8. Juli kommenden Jahres wollen sich die beiden Oldenburger Lehrer erneut abstrampeln für eine lebendige Kulturszene im Start- und im Zielort. Für die gut 400 Kilometer werden sie auch dann wieder Sponsoren suchen, um neben dem Theater Laboratorium und dem Grips-Theater in Berlin auch die Theaterarbeit in ihren beiden Schulen zu unterstützen.
Denn genau diese Empfänger konnten sich jetzt über insgesamt 11.250 Euro freuen. Jeweils 1875 Euro erhielten die Heinz-Neukäter-Schule in Varel und die Oldenburger IGS Helene-Lange-Schule. Jeweils 3750 Euro gingen an die beiden Theater. Das Geld werde für das Fach Darstellendes Spiel verwendet, verriet HLS-Leiterin Claudia Steffen, vor allem für die Kostümschneiderei. Auch an der Förderschule in Varel ist das Geld für Theaterprojekte und Theaterbesuche gedacht. Und Barbara Schmitz-Lenders freut sich für das Theater Laboratorium über die Corona-Kompensation.
50 Begleiter
Gemeinsam mit ihren beiden Freunden Werner Harms und Michael Maune hatten sich Nils Riesenberg und Matthias Blum am 22. Juli auf den Weg in die Hauptstadt gemacht – in Oldenburg verabschiedet und auf den ersten Kilometern begleitet von rund 50 Freunden und Unterstützern. „Das hat uns bis nach Berlin getragen“, sagt Matthias Blum noch Wochen später. Und das wünschen sich beide schon jetzt für das kommende Jahr – vor allem aber mehr Mitfahrer. „Kollegen haben schon gesagt, wir machen bei einer Staffel mit.“ Wie genau die „Radtour 2.0“ ablaufen wird, ist noch unklar.
Klar ist, dass beide sich schon jetzt nach Unterstützern umsehen, so wie den „Patentkrug“, der in diesem Jahr für die Verpflegung gesorgt hatte, und EWE Go, das ein elektrobetriebenes Begleitfahrzeug zur Verfügung gestellt hatte. „Wir brauchen nicht nur Sponsoren, wir brauchen Unterstützer, mit denen wir etwas zusammen machen“, sagt Matthias Blum. Denn sicher ist schon jetzt: „Wenn mehr Leute mitfahren, wird das eine große logistische Herausforderung.“
Spinning-Event
Und noch eine Idee treibt das kleine Organisationsteam rund um die beiden Oldenburger Lehrer um: Vermutlich im März oder April kommenden Jahres soll es bei „Fitness im Ziegelhof“ ein besonders Spinning-Event geben: 24 Stunden lang sollen 40 bis 60 Fahrer auf Fitnessrädern die 420 Kilometer nach Berlin nachfahren, angeheizt von Trainern und dabei unterhalten und informiert von den echten Kultur-Radlern. Und die rechnen schon den Erlös für die Theater und Schulen aus: „Bei zehn Euro pro Starter...“.
