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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Wie soll es mit dem Kohlessen weitergehen?

01.03.2018

Oldenburg /Berlin Grünkohl in rauen Mengen, (Politik-) Prominenz an den Tischen und ganz viel Aufmerksamkeit für Oldenburg: Das Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten in Berlin ist traditionell ein Pflichttermin. Dieses Jahr war allerdings nicht ganz so viel Prominenz vor Ort, wie gewöhnlich – was unter anderem an der schwierigen Regierungsbildung liegen mochte.
So stellt sich die Frage:Soll es in Zukunft so weitergehen wie bisher – oder braucht das Gröönkohl-Äten Veränderungen? Unsere Redakteure sind unterschiedlicher Meinung.

Pro: In Berlin bleiben (Patrick Buck)

Patrick Buck

Wenn das Gröönkohl-Äten nicht erfunden worden wäre, müsste man es erfinden, hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies am Montag zwischen zwei Gabeln Grünkohl gesagt. Recht hat er. Dass ein im deutschlandweiten Maßstab eher kleines Licht wie Oldenburg sich über Jahrzehnte eine feste Bühne im Herzen des Machtzentrums Berlin erarbeitet hat, ist schließlich ein Pfund.

Natürlich kann man Pech haben wie in diesem Jahr, in dem viel Polit-Prominenz im Groko-Gerangel andere Termine vorgezogen hat. Und dass dem Fest ein paar Veränderungen gut tun könnten, zum Beispiel mehr Otto-Normal-Oldenburger an den Tischen, ist nicht zu bestreiten. Doch deshalb die Fahrt in die Hauptstadt insgesamt infrage zu stellen, wäre falsch. Die Chance auf gute Jahre mit vielen Machern aus dem Berliner Politikbetrieb und damit ebenso vielen wertvollen Kontakten für die lokalen Entscheidungsträger wäre für immer vorbei. Denn mehr als bloß einen prominenten Kohlkönig würde man wohl kaum an die Hunte locken.

Vertan wäre zudem die Chance, durch die für Außenstehende kuriose Tradition deutschlandweit Aufmerksamkeit zu erlangen. Wie am vergangenen Freitag in der „Heute-Show“ im ZDF, in der Peter Altmaier als Kohlmajestät auftauchte. Wer weiß, wie viele Zuschauer danach neugierig googelten und auf den Seiten der Kohltour-Hauptstadt landeten.

Contra: Mal andere Kohl-Köpfe (Oliver Schulz)

Oliver Schulz

Ick seh Di. Dat freit mi. Ick sup di to. Dat do. Prost!

Wenn der Ammerländer Löffeltrunk in Berlin kreist, wird’s einem warm ums Herz. Dann sind die Oldenburger ganz bei sich – und mittlerweile auch unter sich.

Ich seh’ Dich. Das freut mich. Ich kenn’ Dich. Haben wir uns nicht eben gerade in Oldenburg gesehen?

Grünkohl ist aufgewärmt am besten, wissen wir. Ist das mit Veranstaltungen ebenso? Erreichen sie den Menschen – oder ist Nostalgie nur ein süßes Gift?

Ich seh’ Dich, ich kenn’ Dich, denn ich habe Dich eingeladen.

Die Legende besagt, dass der Kohl-Premiere 1956 eine Abfuhr durch Bundespräsident Theodor Heuss vorausging, der keine Lust hatte, Oldenburg zu besuchen. Stattdessen setzte Oberstadtdirektor Jan Eilers im Rathaus den Marschbefehl nach Bonn ab – das Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten war geboren. Ein ums andere Mal pilgerten heimische Politiker und Wirtschaftsvertreter an den Rhein.

1998 wurde Bonn durch Berlin abgelöst und die Karawane zog weiter. Das ist auch schon wieder 20 Jahre her – und der Kohl ist derselbe.

Ich seh’ Dich. Das freut mich, denn Du tust viel für uns Oldenburger: Du bist jung und bastelst an der Zukunft der Stadt. Oder bist Bürger im Ehrenamt. Ich will Dich kennenlernen. Und Du hast es verdient, dass andere Dich kennenlernen. Ick sup di to. Prost!

Oliver Schulz Redakteur / Kulturredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2094
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
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